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Gesellschaft & Soziales
Sozial-Leitbild

Ergebnisse aus der Bevölkerungsbefragung

"Eine Bevölkerungsbefragung ist immer eine gute Basis für das Erarbeiten von konkreten Konzepten, Projekten bzw. auch von Leitbildern, die ja die Basis jedes weiteren Handelns sein sollen.
Die Ergebnisse beruhen auf einen anerkannten Bevölkerungsschlüssel und spiegeln somit genau die zum Zeitpunkt der Befragung bestehende Grundstimmung in dem örtlich beschränkten Bevölkerungskreis wider. Die Inhalte für die Befragung wurden von der Projektgruppe für das Sozial-Leitbild vorgegeben und haben sich als sehr praxisnah für die Befragung erwiesen", sagt die Geschäftsführerin des IGF, Frau Mag. Ernestine Depner Berger.

Die soziale Versorgung in der Stadt Salzburg wird laut dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Institut für Grundlagenforschung, IGF durchwegs positiv empfunden. Rund die Hälfte der Salzburgerinnen und Salzburger haben schon soziale Angebote in Anspruch genommen. Dabei wurden Hilfe und Beratung zu den Themen Wohnen,  Lebenskrisen, Arbeit, Verkehrslösungen, Kinderbetreuung, Behinderungen, sowie Angebote für Seniorinnen und Senioren angefordert.

Kinder, Jugend und alte Menschen haben Priorität
Trotz der positiven Entwicklung haben die Bewohnerinnen und Bewohner noch Wünsche: Vor allem in den Bereichen Kinder- und Jugendbetreuung, Altenbetreuung, Verkehrslösungen, Wohnen, Arbeit, und Menschen mit Behinderungen. Z.B. gibt es die Meinung, dass die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen nicht immer zu den Arbeitszeiten der Mütter/AlleinerzieherInnen passen.
Insgesamt wird die Stadt als zu wenig kinderfreundlich empfunden, „Kinder stören nur“, waren mehrfach getätigte Aussagen. Zum Thema Jugend wurde vor allem auf die steigende Jugendarbeitslosigkeit hingewiesen, sowie auf das Fehlen offener Sportangebote für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Beklagt wurden auch die Sparmaßnahmen in Schulen, die auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden: z.B. die Reduktion der Raumtemperatur in den Klassen, das Streichen von Lehrausflügen etc. Mehr und leistbare Altenheime wurden ebenso gefordert wie mehr Personal in Pflegeheimen, dieses sollte besser verdienen. Zum Thema Wohnen wünschen sich die Salzburgerinnen und Salzburger vor allem mehr geförderte Mietwohnungen.
„Wohl“ bzw. „sehr wohl“ fühlen sich 85%, „integriert“ bzw. „sehr integriert“ fühlen sich 70%. 11% der Befragten sind besorgt, ob ihr Arbeitsplatz in den nächsten fünf Jahren erhalten bleibt, 10% sind sich nicht sicher, ob sie sich ihre Freizeitaktivitäten in den nächsten 5 Jahren leisten können.
Bessere Information wird hinsichtlich der bestehenden Anlaufstellen erwartet: z.B. wussten 35% der Befragten nicht sofort, wohin sie sich bei einer Lebenskrise wenden können. Die Qualität des Angebotes bzw. der Betreuung wird durchwegs positiv gesehen: die einzelnen Angebote, die von den Befragten genutzt wurden, erreichen auf einer Notenskala von 1 bis 5 gute Durchschnittswerte.
Weniger positiv sehen die Befragten die Entwicklung in den Bereichen Arbeit, Verkehr, Wohnen, Wirtschaft und Sozialhilfe.
Eine positive Veränderung in den letzten 10 Jahren sehen Bewohnerinnen und Bewohner, die soziale Angebote der Stadt in Anspruch genommen haben, in den Bereichen Freizeit, Seniorinnen und Senioren, Kinderspielplätze, Lebenskrisen, Menschen mit Behinderungen, Angebote für Jugendliche, Frauenthemen und Kinderbetreuung. 

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Stand: 14.8.2017, Richilde Haybäck