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Baustellen

Baumschutz und Baustelle

Bild vergrößernBaustelle mit Rücksicht auf Bäume und Bepflanzung; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Baustelle mit Rücksicht auf Bäume und Bepflanzung; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Wenn auf einem Grundstück mit Bestandsbäumen gebaut werden soll, müssen bereits im Rahmen der Bauvoranfrage und des Bauverfahrens folgende Punkte geklärt bzw. umgesetzt werden:

Vermessung Baumstandort und Krone
Geschützte Bäume werden ermittelt. Die genaue Lage (Stamm) und der Kronenaußenrand der schützenswerten Bäume werden vom Bauwerber vermessen und im Lageplan (Geometerplan) eingezeichnet.

Festlegung Baumsicherheitsraum
Unter Berücksichtigung der Größe, Vitalität und Entwicklung des Baumes legt das Baurechtsamt einen Baumsicherheitsraum fest, der jedenfalls den gesamten Wurzelraum umfasst. In der Regel wird zur Kronenprojektion ein Bereich von 1,5 Meter Breite addiert. In Einzelfällen kann der Sicherheitsraum größer ausfallen, oder bei Einsatz von speziellen Schutzmaßnahmen (z.B. Wurzelvorhang) geringfügig kleiner bemessen sein.

Baustelleneinrichtung auf Bestandsbäume abstimmen
Maßnahmen zum Schutz der Stämme und Kronen in Abstimmung mit dem Baurechtsamt vorsehen und für die Abgrenzung des Baumsicherheitsraumes sorgen – vorzugsweise mit einem feststehenden, mindestens 2 Meter hohen Lattenzaun (flexible Elemente sind ungeeignet). Baukräne, Baucontainer, Baustraßen und sonstige Baustelleneinrichtungen müssen baumschonend platziert werden.

Abstimmung Baumschutzmaßnahmen
Eingriffe im Baumsicherheitsraum müssen im Detail mit dem Baurechtsamt abgestimmt werden. Mit den Baumschutz- Arbeiten muss eine befugte Fachfirma beauftragt werden. Die konkrete Vorgehensweise wird von „ÖNORM L 1121 – Schutz von Gehölzen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen” bestimmt.

Baumpflanzungen auf Tiefgaragendecken
Die Begrünung von Tiefgaragendecken wird grundsätzlich befürwortet, obwohl sie nicht Gegenstand der Baumschutzverordnung ist. Für die Pflanzung von Bäumen ist allerdings eine minimale Überdeckung von einem Meter ab Oberkante Tiefgarage bis zum Geländeniveau vorzusehen.

Ersatzpflanzungen: Zeitpunkt für Fällung und Baumschnitt
Falls schützenswerte Bäume gefällt werden müssen, sind gemäß der Salzburger Baumschutzverordnung 1992 entsprechende Ersatzpflanzungen vorgeschrieben. Bei Fällung und Baumschnitt ist zu berücksichtigen, dass dabei gemäß § 32 (2) Salzburger Naturschutzgesetz 1999 die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten geschützter Tiere nicht beschädigt oder vernichtet werden dürfen. In diesem Sinn ist eine Beunruhigung geschützter Vögel im Zeitraum von 1. März bis 15. August hintanzuhalten.

Noch Fragen?

  • Baurechtsamt
    Adresse: Auerspergstraße 7, 5024 Salzburg
    E-Mail: baurechtsamt@stadt-salzburg.at
    • Wolfgang Maidorfer
      Baumschutzverfahren
      Sachbearbeiter
      Tel: +43 (0)662 8072-3339
      Fax: +43 (0)662 8072-3399
    • Matthias Rittmann
      Baumschutzverfahren
      Sachbearbeiter
      Tel: +43 (0)662 8072-3348
      Fax: +43 (0)662 8072-3399
Stand: 27.7.2017, Richilde Haybäck