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Recht & Kontrolle
Fütterungsverbot

Gefährliche 'Tauben-Liebe'

Bild vergrößernTauben - ätzender Kot versursacht massiven Sachschäden; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Tauben - ätzender Kot versursacht massiven Sachschäden; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernTauben an der Salzach; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Tauben an der Salzach; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bild vergrößernTauben Staatsbrücke; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

Tauben Staatsbrücke; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

Für jede Jahreszeit gilt: Füttern verboten!  
Den Vögeln zu Liebe!  

Große hygienische Probleme
Seit 1994 gibt es in der Stadt Salzburg ein ortspolizeilich verordnetes Verbot, Tauben zu füttern.
Teilweise Erfolge werden aber leider immer wieder durch Menschen verwässert, die durch 'gut gemeintes' Ausstreuen von Reis, Mais, Weizen oder Essensresten ganzen Schwärmen von Stadttauben ein bequemes Dasein verschaffen.

Im Winter aber auch im Sommer schadet das ZU-füttern am meisten auch den Vögeln selbst!
Die Vögel, die auch im Winter im Stadtraum genügend Nahrung finden würden (Saatgut, Samen, Jungpflanzen, Eicheln, Baumknospen etc.), werden durch Fütterung träge, schwach, immer fetter und anfällig für Parasiten (Bakterien, Zecken, Milben, Flöhe usw.).

Das Tauben-ZU-Füttern schadet aber ihrer natürlichen Populationsentwicklung. 
Die 'eingesparte' Zeit und Energie wird zu Gunsten der Fortpflanzung verbraucht, im Durchschnitt zieht ein Weibchen pro Jahr fünf Junge groß mit den leider nur allzu bekannten Folge: Der Taubenbestand wächst, die Tiere werden krank.  

Beträchtlicher Sachschaden
Der ätzende Kot der Tauben – jedes Tier produziert davon jährlich rund zwölf Kilo - verursacht an Gesimsen, Fensterbänken und Balkonen, Fassaden und Denkmälern, auf Spielplätzen, Brücken und in Parkanlagen Verschmutzung und massive Schäden, sogar Dachrinnen werden zerfressen. Der finanzielle Aufwand für Reinigung und Schadensvermeidung (Netz- und Schutzgitter, Taubenreiter, Elektrosysteme, Vergrämungspasten etc.) ist beträchtlich.

Gesundheitliche Gefährdung für Mensch und Tier 
Der stark harnsäurehaltige Kot gefährdet aber nicht nur alte Bausubstanz, sondern verursacht darüber hinaus große hygienische Probleme.
Stadttauben können die verschiedensten Krankheiten auf den Menschen übertragen.
Die dicht gedrängten Nistplätze sind von Vogelmilben, Taubenzecken, Flöhen und Wanzen besiedelt, die Menschen und Haustiere befallen können.

Infektionsgefahr
Federn und Kot-Staub können Allergien auslösen und verstärken. Vor allem im Bereich der Landeskrankenanstalten bilden Taubenschwärme und deren parasitäre Begleiter eine stete Infektionsgefahr besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Noch Fragen?

Stand: 16.2.2017, Richilde Haybäck