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Presse

Ersten Zwischenbericht zu Barrierefreiheit-Etappenplan präsentiert

Startschuss für umfangreichen Beteiligungs-Prozess
 
Mi, 28. Juni 2017

Vor mehr als 60 Beteiligten wurde gestern Dienstag, 27.Juni, in der TriBühne Lehen der erste Zwischenbericht des Etappenplans zur Umsetzung der UN-Konvention präsentiert. Es ging darum, Maßnahmen und Projekte aufzuzeigen, die die Stadt Salzburg zum Thema Barrierefreiheit bereits umgesetzt hat oder noch umsetzen wird. "Als Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg ist es für mich keine Frage ob, sondern wie wir die Behindertenrechtskonvention in Salzburg umsetzen können“, bekräftigte Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer.

„Der Beirat für Menschen mit Behinderung ist von Beginn dabei. Denn es ist wichtig, dass vor allem Menschen mit Behinderung an diesem Prozess teilnehmen und selbst sagen, was notwendig ist“, sagt Peter Weiser, Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderung.

Auf Grund des Ist-Standes werden im Herbst zwei weitere Termine folgen. Dann werden vor allem Menschen mit Behinderung Ziele und Maßnahmen formulieren, um eine möglichst vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu erreichen.
Um eine objektive und professionelle Aufnahme aller Daten zu gewährleisten, begleiten das Projekt als externe Projektpartner*innen das Österreichische Institut für Menschenrechte (ÖIM) der Universität Salzburg, vertreten durch Reinhard Klaushofer und Robert Krammer, und Heidrun Wankiewicz vom Büro „planwind“.

Österreichische Institut für Menschenrechte erhob Ist-Stand

Aufgabe des ÖIM war, den Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in der Stadt Salzburg in Form von Interviews zu erheben. Der Inhalt der Fragenkataloge war von den Themenbereichen der UN-BRK geleitet und bezog sich auf den Kompetenzbereich des Magistrats der Stadt Salzburg. Von vergangenen Februar bis Mai hat das ÖIM 30 Personen interviewt - 5 Selbstvertreter*innen, 22 leitende Magistratsbedienstete und 3 Vertreter*innen von Unternehmen, mit denen die Stadt Salzburg eng verbunden ist. Die über 3.000 erhaltenen Antworten wurden ausgewertet und in einem 60-seitigen Zwischenbericht festgehalten. Dem Büro planwind dient er als Grundlage für die bevorstehende Arbeit zur Erstellung eines Etappenplans für die Umsetzung der UN-BRK in der Stadt Salzburg. Ab nächster Woche ist der Etappenplan-Zwischenbericht auf der Website der Stadt Salzburg abrufbar.

Der Weg zum Etappenplan

Beteiligung und Teilhabe sind zentrale Elemente des Etappenplans. Die Zielgruppen sind Menschen mit Behinderung, Vertreter*innen von Vereinen und Institutionen, die sich mit Belangen der Menschen mit Behinderung beschäftigen und die Mitarbeiter*innen des Magistrats und der Betriebe mit städtischen Beteiligungen sowie eine interessierte Öffentlichkeit.

Wie wird die Beteiligung organisiert?

Die Teilnehmer*innen der gestrigen Ist-Stand-Präsentation sind eingeladen, ihre Vorschläge für Maßnahmen und Projekte einzubringen. Am 19. September und 11. Oktober werden in der TriBühne Lehen Maßnahmen für die Umsetzung der Ziele des Etappenplans erarbeitet und nach Prioritäten gereiht. Diese Ziele und dazugehörige Maßnahmenkatalog wird der Behindertenbeirat abschließend prüfen. Die Magistratsabteilungen und Dienststellen werden den Etappenplan in deren Arbeits- und Budgetplanungen und in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Salzburg einarbeiten.

Stadt Salzburg setzt schon seit Jahren Barrierefreiheit um

Die Stadt Salzburg ist schon seit vielen Jahren bemüht, Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit in sämtlichen Bereichen zu setzen. Dafür hat sie 2012 die Europäische Kommission mit dem internationalen „Access City Award“ für barrierefreie Städte ausgezeichnet. „Die Stelle der Behindertenbeauftragten, die Einbindung von betroffenen Personen in Form des Beirats für Menschen mit Behinderung, Sensibilisierungsprojekte und eine gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen tragen wesentlich dazu bei, weiterhin an einer lebenswerten Stadt für alle zu arbeiten“, so die Behindertenbeauftragte der Stadt Salzburg, Sabine Neusüß.


www.stadt-salzburg.at
Ersten Zwischenbericht präsentiert Ersten Zwischenbericht präsentiert
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg /Eva Krallinger-Gruber
Ersten Zwischenbericht präsentiert Ersten Zwischenbericht präsentiert
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg /Eva Krallinger-Gruber
Stand: 28.6.2017, Sabine Möseneder