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Stadtwerk-Baustelle: Große Pappeln drohen umzustürzen

Acht Bäume an der Roseggerstraße müssen umgeschnitten werden
 
Do, 16. März 2017

„Mir blutet das Herz“, sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch, „doch durch eine Verkettung unglücklicher Umstände müssen die acht großen Pappeln an der Roseggerstraße beim Stadtwerk aus Sicherheitsgründen entfernt werden.“

Der Bauherr Prisma, der auf dem Areal hier weitere Gebäude errichtet, habe sämtliche bei der Bauverhandlung vorgeschriebene Auflagen zum Erhalt der Bäume penibel eingehalten, so Padutsch. Sie wurden – ganz dem Stand der Technik entsprechend – durch einen Holzvorbau („Wurzelvorhang“) geschützt, mit frischer Erde versorgt und mit Spanngurten fixiert. Rund 150.000 € wurden für ihren Erhalt von Prisma bereits investiert.

Dann kam der Starkregen und weichte den Boden auf: Ein Baum wurde schief und musste Ende letzter Woche umgeschnitten werden. Dabei stieß man auf alte Versorgungsrohre, die hier entlang der Straße in einem Sandbett seit über 30 Jahren im Untergrund verborgen liegen. „Das hat auch die Salzburg AG nach eigener Aussage nicht mehr gewusst“, sagt der städtische Baumschutz-Fachmann Wolfgang Maidorfer. „Alles ist durch diese Umstände instabil geworden und auf dem sehr schottrigen Untergrund in Rutschen gekommen. Sogar der Gehsteig wurde schon von der angrenzenden Straße abgerissen. Die Baufirma hat daraufhin aus Sicherheitsgründen die Arbeiten eingestellt.“

Maidorfer erklärt: „Vonseiten Prisma wurde überhaupt kein Fehler gemacht. Das hätte alles super gepasst. Letztlich gaben die vergessenen Rohre den Ausschlag, dass die Baumreihe nun eine Gefahr darstellt und nicht länger erhalten werden kann.“ Und Johann Padutsch ergänzt: „Jedenfalls kommen in diesem Bereich des Areals acht neue, große Laubbäume als Ersatzpflanzung!“


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Drohen umzustürzen: Drohen umzustürzen:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg
Machen Untergrund instabil: Machen Untergrund instabil:
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Schon fünf Zentimeter abgerissen: Schon fünf Zentimeter abgerissen:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg
Stand: 16.3.2017, Karl Schupfer