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Bauen & Wohnen
Gewerbliche Betriebsanlagen - Verfahren

Photovoltaikanlagen auf Betriebsgebäuden

Die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Betriebsgebäuden, die zunehmend verbrauchsoptimiert sind und eine Eigenverbrauchsquote von mindestens 60 % erreichen, stellen in der Regel - anders als etwa Volleinspeiseanlagen - einen Teil einer gewerblichen Betriebsanlage dar und erfüllen zumeist die Kriterien der Genehmigungspflicht bzw. der Pflicht zur Genehmigung der Änderung einer gewerblichen Betriebsanlage nach den Bestimmungen des gewerblichen Betriebsanlagenrechtes. Maßgeblich ist, ob eine Eignung zur Gefährdung bzw. Beeinträchtigung der in § 74 Abs 2 GewO 1994 genannten Schutzinteressen vorliegt.
  • benötigte Unterlagen

    Antrag

    Beschreibung der grundlegenden Auslegung (Planung) der elektrischen Anlage (Anzahl der Stränge und Wechselrichter)

    Übersichtsschaltplan bis zur Übergabe in das öffentliche Netz mit Darstellung des Zählpunktes und Angabe der wesentlich technischen Daten

    Aufstellungbedingungen der Wechselrichter

    Angaben zur Betriebsweise (Inselbetrieb oder Netzparallelbetrieb)

    Datenblätter der Module und der Wechselrichter

    Information zum Blitzschutz

    Darstellung/Beschreibung der konkreten Maßnahmen zur Einhaltung der ÖVE Richtlinie R11 - 1 (PV-Anlagen - Zusätzliche Sicherheitsanforderungen Teil 1 - Anforderungen zum Schutz von Einsatzkräften)

    Dem Antrag ist eine Erklärung beizulegen, dass die Photovoltaikanlage gemäß der ÖVE/ÖNORM E 8001-4-712 (Photovoltaische Energieerzeugungsanlage - Errichtungs- und Sicherheitsanforderung) errichtet und betrieben und nach Errichtung und vor Inbetriebnahme der Anlage eine Erstprüfung gemäß ÖVE/ÖNORM E 8001-6-61 vorgenommen werden wird

    Statische Bestätigung oder statischer Nachweis über die Aufnahme und Ableitung der zusätzlichen Einwirkungen zufolge der PV-Anlage (zB Eigengewicht, erhöhte Schneelast bzw Windlast) durch die bestehende Tragkonstruktion des Bauwerks

    Sicherung der Arbeitnehmer/innen gegen Absturz bei Wartungs-, Instandhaltungs- bzw. Umbauarbeiten

    Hingewiesen wird auch auf § 8 Bauarbeienkoordinationsgesetz (BaukG), wonach der Bauherr dafür zu sorgen hat, dass eine Unterlage für spätere Arbeiten am Bauwerk erstellt wird. Darin sind Angaben zum Schutz der Arbeitnehmer/innen, wie sichere Zugänge, Anschlagpunkte usw. zu berücksichtigen

    Sollten zur Beurteilung in einem konkreten Anlassfall weitere Angaben, Pläne etc. erforerlich sein, so können diese von der Behörde nachgefordert werden. Auch kann die Durchführung eines Ortsaugenscheines notwendig sein.
  • zu beachten
    Um eine Beschleunigung im Betriebsanlagenverfahren zu erreichen, sollten aus fachlicher Sicht oben angeführte Unterlagen beigebracht werden!

Noch Fragen?

Stand: 25.2.2016, Walter Haag