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Bauen & Wohnen
Gewerbliche Betriebsanlagen - Verfahren

Verpflichtung zur Eigenüberprüfung gemäß § 82b GewO 1994

Inhaber einer genehmigten Betriebsanlagen sind verpflichtet, eigenverantwortlich zu prüfen, ob die Betriebsanlage mit den Genehmigungsbescheiden und den darin erteilten Auflagen, sowie allen anderen gewerbebehördlichen Vorschriften (Feuerungsanlagen-Verordnung – FAV, Verordnung  über brennbare Flüssigkeiten – VbF, etc.) übereinstimmt.
Sofern im Genehmigungsbescheid oder in den genannten Vorschriften nicht anderes bestimmt ist, betragen die Fristen für die wiederkehrende Prüfung sechs Jahre für unter §359b GewO 1994 fallende Anlagen und fünf Jahre für sonstige genehmigte Anlagen.

Über jede wiederkehrende Prüfung ist eine Prüfbescheinigung mit angeschlossenem Prüfbericht (Umfang und Inhalt der Prüfung) zu erstellen und diese in der Betriebsanlage zur jederzeitigen Einsicht aufzubewahren bzw.  über Aufforderung der Behörde zu übermitteln. Werden Mängel oder Abweichungen  von der Genehmigung festgestellt, hat die Prüfbescheinigung  entsprechende Vorschläge samt angemessenen Fristen für die Behebung/Beseitigung der Mängel und Abweichungen zu enthalten, und ist diese unverzüglich ohne Aufforderung der Behörde zu übermitteln.
Die Prüfung ist von akkreditierten Stellen im Rahmen des fachlichen Umfanges ihrer Akkreditierung, staatlich autorisierten Anstalten, befugten Ziviltechnikern oder Gewerbetreibenden, oder einem geeigneten und fachkundigen Betriebsinhaber oder Betriebsangehörigen durchzuführen.

Vom Betriebsinhaber angezeigte Mängel oder Abweichungen samt Vorschläge zur Behebung bzw. Beseitigung dieser, bilden keine Verwaltungsübertretung im Sinne des § 366 Abs. 1  Z. 3 oder § 367 Z. 25 GewO 1994, sofern die Voraussetzungen für eine Maßnahme gemäß § 360 Abs. 4 GewO 1994 (Gefahrenabwehr) nicht vorliegen und die Behebung oder die Beseitigung innerhalb der angemessenen Frist der Behörde nachgewiesen wird.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie unter diesem Link

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Stand: 30.5.2016, Walter Haag