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Natur & Umwelt
Hellbrunnerberg

Hellbrunnerberg

Bild vergrößernHellbrunnerberg; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Hellbrunnerberg; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Der 750 m lange und 150 m breite Hellbrunnerberg liegt in der Mitte des historischen Schlossparkes von Hellbrunn. Der  allseits steil abfallende Felsrücken besteht ähnlich wie der Mönchsberg und der Rainberg im Wesentlichen  aus Konglomeratgestein.  

Schon in vorrömischer Zeit befanden sich auf dem Hellbrunnerberg Wohnstellen, die in die Jungsteinzeit und in die Bronzezeit zurückreichen.

Hohe Bedeutung erhielt der Berg mit einem Fürstensitz in der späten Hallstadtzeit, bis dieser dann um 500 v.Chr. auf den Dürrnberg verlegt wurde. Das planmäßig abgebaute Salz vom Dürrnberg brachte den Fürsten schon damals Reichtum und Ansehen Aus dieser Zeit sind einige  Wohnpo­dien  erhalten

In römischer Zeit wurde am West fuß des Berges eine weitläufige Villa erbaut. 
Ein römischer Marmor-Tisch fuß dieser Villa wurde bereits bei der Erbauung des Schlosses Hellbrunn geborgen. Im Süden der Stadt Salzburg hielt sich eine romanokeltische Restbevölkerung bis in die Zeit der bajuwarischen Landnahme und der Neugründung der Stadt Salzburg unter dem Heiligen Rupert. Daher sind in diesem Raum noch zahlreiche  roma­nische Ortsnamen, etwa Morzg, Gneis und Anif erhalten.

Im Mittelalter wird in diesem Raum erstmals 1421 eine 'Peunt,  pey dem Tirgarten', also ein eingezäuntes Stück Weideland mit einem Jagdgehege erwähnt. Um 1550 bestand hier ein 'Lusthaus', also ein spätgotischer adeliger Sommersitz.

Fürsterzbischof Marcus Sitticus bezog den Berg samt dem alten Jagwildgarten in den neugestalteten Schlosspark Hellbrunn ein.  Hier lebten in der Folge Rot-, Dam- Reh- und Gämswild, sowie eine kleine Steinwildgruppe. Der forstlich traditionell ungenutzte Jagdwildgarten mit seinem reichen Alt und Totholzbestand  bestand in der Folge bis zum Ende des Fürsterzbistums im Jahr 1800. 

Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 24.3.2017, Richilde Haybäck