Härtefallfonds der Stadt Salzburg

Die Covid-19 Krise hat viele Bürger*innen der Stadt aus den alltäglichen Bahnen geworfen. Viele haben durch die Krise ihren Job verloren, mussten in Kurzarbeit gehen oder hatten anderweitig Einkommensbußen. Zusätzlich zu den ohnehin hohen Mietkosten ist diese Entwicklung für einige Menschen zu einer nicht mehr eigenständig bewältigbaren Herausforderung geworden.

Die Stadt Salzburg stellt mit dem Härtefallfonds finanzielle Mittel bereit um Bürger*innen der Stadt Salzburg unter die Arme zu greifen, wenn diese von einer Delogierung oder Stromabschaltung bedroht sind. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch einmalige und nichtrückzahlbare Leistung in Form der Übernahme von Mietrückständen bzw. Stromkostenrückständen.

Die Abwicklung des Härtefallfonds erfolgt in Kooperation mit der Caritas Salzburg. Die Antragsstellung und dessen Prüfung erfolgt über die Caritas Sozialberatung. Die Auszahlung einer finanziellen Unterstützung geschieht durch die Stadt Salzburg.

Welche Voraussetzungen müssen bei der Übernahme von Mietrückständen gegeben sein?

  • Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Anspruchsberechtigter Personenkreis: Österreicher*innen, EWR- und Schweizer Bürger*innen mit einer Bescheinigung des Daueraufenthalts gem. § 53 NAG, Drittstaatenangehörige mit unbefristetem Aufenthaltstitel sowie Asylberechtigte mit positivem Asylbescheid
  • Es muss ein gerichtliches Räumungsverfahren eingeleitet worden sein
  • Mietrückstand ist im Zeitraum von März 2020 bis März 2022 angefallen
  • Mietrückstand muss in ursächlichem Zusammenhang mit der Covid-19 Krise stehen (z.B. Kurzarbeit, Kündigung; Nachweise sind erforderlich)
  • Die im Haushalt lebenden Personen dürfen zum Zeitpunkt der Antragsstellung keine Sozialunterstützungsbezieher*innen sein
  • Eine Übernahme von Mietrückständen ist nur möglich, wenn dadurch eine soziale Gefährdung beendet werden kann und eine nachhaltige Überwindung der Notlage wahrscheinlich ist.

Welche Voraussetzungen müssen bei der Übernahme von Stromkostenrückständen gegeben sein?

  • Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Anspruchsberechtigter Personenkreis: Österreicher*innen, EWR- und Schweizer Bürger*innen mit einer Bescheinigung des Daueraufenthalts gem. § 53 NAG, Drittstaatenangehörige mit unbefristetem Aufenthaltstitel sowie Asylberechtigte mit positivem Asylbescheid
  • Nachweis über eine drohende Stromabschaltung
  • Stromkostenrückstand ist im Zeitraum von März 2020 bis März 2022 angefallen
  • Stromkostenrückstand muss in ursächlichem Zusammenhang mit der Covid-19 Krise stehen (z.B. Kurzarbeit, Kündigung; Nachweise sind erforderlich)
  • Die im Haushalt lebenden Personen dürfen zum Zeitpunkt der Antragsstellung keine Sozialunterstützungsbezieher*innen sein.
  • Eine Übernahme von Stromkostenrückständen ist nur möglich, wenn dadurch eine soziale Gefährdung beendet werden kann und eine nachhaltige Überwindung der Notlage wahrscheinlich ist.

Wie hoch sind die finanziellen Unterstützungen?

Die Höhe der Übernahme eines Mietrückstandes beträgt die Hälfte des Mietrückstandes, höchstens jedoch 2.000 €.
Die Übernahme von Stromkostenrückständen ist gedeckelt mit 200 € pro Haushalt.

Wo kann ich den Antrag einreichen?

Die Caritas Salzburg ist für die Bearbeitung und Prüfung der Anträge zuständig. Das Antragsformular und die dafür erforderlichen Unterlagen sind zu senden an:

per Mail: sozialberatung@caritas-salzburg.at oder
per Post: Sozialberatung der Caritas Salzburg
Plainstraße 42a
5020 Salzburg

Für telefonische Anfragen ist die Sozialberatung der Caritas Salzburg Mo, Di, Do und Fr von 09:00 bis 13:00 Uhr unter der Telefonnummer 05 1760 1760 erreichbar.