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Altstadt & Tourismus
Gemälde-Spaziergang

Bedeutender Ort des Kulturschaffens

Bild vergrößernJohann Friedrich Pereth, Johann Ernst Thun; Quelle: Feder auf Papier, Weißhöhungen

Johann Friedrich Pereth, Johann Ernst Thun; Quelle: Feder auf Papier, Weißhöhungen

Die Stadt Salzburg zuerst als Mittelpunkt der bayrischen Landeskirche und später auch als geistliches Fürstentum im römisch-deutschen Reich ließen die Stadt rasch zur einem bedeutenden Ort des Kulturschaffens werden. Der Erzbischof, das Domkapitel und nicht zuletzt die Klöster der Stadt waren dabei wichtige Auftraggeber für die bildende Kunst.

Neben römischen Mosaiken sind heute viele kostbare Gemälde des Mittelalters im Salzburg Museum in der Neuen Residenz zu sehen.
Auch viele Werke aus der Zeit der Hochblüte der Malerei Salzburgs im 17. und dem frühen 18. Jahrhundert sind hier ausgestellt. Regelmäßig werden dort auch Maler des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert. Im angeschlossenen Panorama Museum sind das große Sattlerpanorama und andere Werken von Johann Michael Sattler zu bewundern.

Zahlreiche Gemälde des 16. bis zum 19. Jahrhundert können in der Residenzgalerie in der Alten Residenz betrachtet werden. Im Auftrag von Fürsterzbischof Colloredo baute der Maler Andreas Nesselthaler in Salzburg seinerzeit eine große Gemäldesammlung auf. Um einen Ersatz für die in den napoleonischen Kriegen geraubten Gemälde zu schaffen wurde 1923 in Erinnerung an die historische Sammlung die Residenzgalerie eröffnet.

Nach 1956 konnte jene Sammlung Czernin erworben werden, die zwischen 1800 und 1845 J.R. Czernin, ein naher Verwandter Erzbischofs Colloredo angelegt hatte. Unweit der Residenzgalerie befindet sich in Nebenräumen des Domes das Salzburger Dommuseum mit seinen Sammlungen aus dem einstigen Domschatz.

Eine weitere Sammlung alter Gemälde ist im Salzburger Barockmuseum zu bewundern. Das Museum ist europaweit das einzige, das sich fast ausschließlich dem Entwurf als 'Geburt eines Kunstwerks' widmet. Kern des Museums ist die Privatsammlung Kurt Rossacher mit seinen Ölbildern, Graphiken, Holz- und Tonmodellen.

1983 wurde neben dem heutigen „Haus für Mozart“ das Rupertinum als Museum für moderne Kunst eröffnet. Die Gründungsidee geht auf den Kunsthändler Friederich Welz zurück, der dem Museum einen großen Teil seiner eigenen Sammlung übereignete.
Durch die Freundschaft Oskar Kokoschkas  mit Welz gelangten zahlreiche Werke dieses Expressionisten in das Museum.
Das weithin sichtbar auf dem Mönchsberg gelegene Museum der Moderne Mönchsberg ergänzt seit 2004 das Rupertinum, es präsentiert hier zahlreiche international bedeutende Künstler. Auch die Österreichische Fotogalerie ist hier beheimatet.

Der Salzburger Kunstverein mit dem Künstlerhaus hat sich seit 1844 die Vermittlung und den Verkauf zeitgenössischer bildender Kunst der Länder der Monarchie bzw. der Republik und des benachbarten Auslandes zur Aufgabe gemacht.

Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 28.8.2017, Richilde Haybäck