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Wirtschaft & Umwelt
 
Steuern & Abgaben
Abgabenprüfung

Aufgabe, Ziel, Befugnisse

Aufgabe
Aufgabe der Abgabenprüfung ist es, im Sinne des § 114 BAO) darauf zu achten, daß alle Abgabepflichtigen nach den Abgabenvorschriften erfasst und gleichmäßig behandelt werden (Steuergerechtigkeit), sowie darüber zu wachen, daß Abgabeneinnahmen nicht zu Unrecht verkürzt werden. Sie haben alles, was für die Bemessung der Abgaben wichtig ist, sorgfältig zu erheben und die Nachrichten darüber zu sammeln, fortlaufend zu ergänzen und auszutauschen.
Die Abgabenbehörde hat die abgabepflichtigen Fälle zu erforschen und von Amts wegen die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse zu ermitteln, die für die Abgabepflicht und die Erhebung der Abgaben wesentlich sind.
Den Parteien ist Gelegenheit zur Geltendmachung ihrer Rechte und rechtlichen Interessen zu geben. Die Abgabenbehörde hat Angaben der Abgabepflichtigen und amtsbekannte Umstände auch zugungsten der Abgabepflichtigen zu prüfen und zu würdigen.
Solange die Abgabenbehörde nicht entschieden hat, hat sie auch die nach Ablauf einer Frist vorgebrachten Angaben über tatsächliche oder rechtliche Verhältnisse zu prüfen und würdigen.
 

Ziel
Ziel der Abgabenprüfung ist es, durch ein flächendeckendes Kontrollsystem sowie Maßnahmen im Einzelfall die Richtigkeit der Besteuerungsgrundlagen zu bewirken.
Im Organisationssystem des Magistrates Salzburg ist der Abgabenprüfungsstelle des Stadtsteueramtes die Kontrolle der Besteuerungsgrundlagen im Außendienst übertragen. Zum Einsatz im Außendienst bedarf es neben der persönlichen Eignung einer besonderen fachlichen und psychologischen Schulung.
 

Befugnisse der Abgabenbehörde

  • Auskunftspflicht
    Gemäß § 143 BAO ist die Abgabenbehörde berechigt, zur Erfüllung der im
    § 114 BAO bezeichneten Aufgaben Auskunft über alle für die Erhebung von Abgaben maßgeblichen Tatsachen zu verlangen.
    Die Auskunftspflicht trifft jedermann, auch wenn es sich nicht um seine persönliche Abgabepflicht handelt.
    Die Auskunft ist wahrheitsgemäß nach bestem Wissen und Gewissen zu erteilen. Die Verpflichtung zur Auskunftserteilung schließt die Verbindlichkeit in sich, die Einsichtnahme in Urkunden und andere schriftliche Unterlagen, die für die Feststellung von Abgabenansprüchen von Bedeutung sind, zu gestatten.
     
  • Hilfeleistung bei Amtshandlungen
    Die Abgabepflichtigen haben gem. § 141 BAO den Organen der Abgabenbehörde die Vornahme der zur Durchführung der Abgabenvorschriften notwendigen Amtshandlungen zu ermöglichen. Sie haben zu dulden, daß Organe der Abgabenbehörde zu diesem Zweck ihre Grundstücke, Geschäfts- und Betriebsräume innerhalb der üblichen Geschäfts- oder Arbeitszeit betreten.
    Sie haben diesen Organen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und einen zur Durchführung der Amtshandlung geeigneten Raum sowie die notwendigen Hilfsmittel unentgeltlich beizustellen.
    Diese Verpflichtungen treffen auch Personen, denen nach den Abgabenvorschriften als Haftungspflichtigen die Entrichtung oder Einbehaltung von Abgaben obliegt sowie Personen, die zur Zahlung gegen Verrechnung mit der Abgabenbehörde verpflichtet sind.

Noch Fragen?

Stand: 16.5.2014, Richilde Haybäck