Hintergrundbild
Kommunalgebäude
Projektdetails

Der Hintergrund

Bild vergrößernBewegungsgesteuerte Lichtpunkte am Beispiel Rudolfskai; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bewegungsgesteuerte Lichtpunkte am Beispiel Rudolfskai; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Die Kommunale Beleuchtung der Stadt Salzburg umfasst derzeit etwa 20.000 Lichtpunkte. Der Bogen spannt sich von der Straßenbeleuchtung auf Haupt- und Nebenstraßen, über die Beleuchtung von Unterführungen und Tunneln, bis zur Anstrahlung wichtiger Gebäude, Brunnen und Denkmäler. Sicherheit für die BenutzerInnen der öffentlichen Verkehrsflächen und Orientierung im dunklen kommunalen Umfeld ist die eine, die lebendige Darstellung der unverwechselbaren, einzigartigen nächtlichen Kulisse der Stadt Salzburg die andere Seite.
Damit die Sicherheitsbeleuchtung auf den Straßen der Stadt 365 Nächte im Jahr zuverlässig funktioniert, bedarf es intensiver Wartung und ständiger Erneuerung.
Die diesbezüglichen Revisionsprogramme laufen seit vier Jahrzehnten und inkludieren seit etwa 25 Jahren massive Energieeffizienzmaßnahmen. So sind zum Beispiel alle Leuchten über den Hauptverkehrsadern und Verkehrsknoten auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und – bis auf jene über Schutzwegen und gefährlichen Kreuzungen – mit Absenkschaltungen zur
Lichtreduzierung in den verkehrsarmen Nachtstunden ausgestattet. Die durchschnittliche Leistung je Lichtpunkt konnte während dieser Zeit um ca. 30% gesenkt werden. Die ineffizientesten Leuchten im Netz wurden jeweils im Lauf der Jahre auf die bestverfügbare Technologie ausgetauscht. Limitiert wurde die Menge der bisher jährlich modernisierten Lichtpunkte lediglich durch die jeweils verfügbaren Finanzmittel. Durch die Auseinandersetzung mit den Klimazielen, den Bemühungen zur Energieeffizienzsteigerung, durch die Technologiesprünge (LED) und die Bemühungen zur Verminderung der Lichtverschmutzung ist die kommunale Beleuchtung in den Mittelpunkt vieler Diskussionen geraten.
Wie nachstehend genauer ausgeführt, kommt es – neben dem allseits bekannten Glühlampenverbot – durch die Energieeffizienzrichtlinien der EU auch zum Auslaufen ineffizienter Komponenten von
Außenbeleuchtungsanlagen. So wird die immer noch weit verbreitete Quecksilberdampf-
Hochdrucklampe ab 2015 ebenso vom Markt verschwinden wie 2017 wenig effiziente konventionelle
Vorschaltgeräte. Das bedingt in den nächsten Jahren eine wesentliche zeitliche Verdichtung des Erneuerungsbedarfes (derzeit werden noch ca. 2500 Leuchten mit diesen Lampen betrieben – etwa 3.300 konnten in den letzten Jahren bereits getauscht werden).
Altersbedingte Austauschtermine von Leuchten und Tragwerken müssen daher gezielt vorgezogen und mit den Terminen der Verbote abgeglichen werden, um die Energieeffizienzrichtlinien erfüllen und die Anlagen weiter betreiben zu können. Gleichzeitig erfährt die Straßenbeleuchtung durch die rasante technische Weiterentwicklung der LED als Leuchtmittel starke Impulse in Richtung Effizienzsteigerung. Damit steht ein Betriebsmittel zur Verfügung, welches derzeit bei gleicher Lichtqualität (je nach Ausgangslage) bereits zwischen 20 und 80% Energie einsparen kann.

Stand: 21.8.2017, Franz Huemer