Quelle: Stadtarchiv Salzburg/Panzl-Schmoller

Peyrebère de Guilloutet Interkulturstipendium 2021 vergeben

Das Interkulturstipendium 2021 wurde an das Projekt „The Factory“ von Nina Vasilchenko vergeben.

Die Stadt Salzburg hat 2021 zum vierten Mal ein biennales Stipendium für interkulturelle Projekte in Höhe von € 3.000,-- ausgeschrieben.

Die Finanzierung des Stipendiums erfolgt aus den Mitteln der Stiftung von Jeanne Peyrebère de Guilloutet. Da die Stifterin Zeit ihres Lebens soziale und kulturelle Aktivitäten gefördert und sich für die Verständigung der Völker eingesetzt hat, ist das Ziel dieses Stipendiums die Unterstützung von Arbeiten, Projekten und Konzeptionen, die den Fokus auf Integration, Menschenrechte und soziokulturelle Aktivitäten legen, die in Salzburg und über seine Grenzen hinaus in diesen Zusammenhängen erarbeitet werden.
Damit sind interkulturelle Kunst- und Kulturprojekte aller Sparten sowie spartenübergreifende Projekte gemeint, die sich künstlerisch in qualitativ hochwertiger Weise mit eigenen und anderen kulturellen Denkweisen auseinandersetzen und die Realität einer von Migration geprägten Gesellschaft berücksichtigen.
Angestrebt wird einerseits die Sensibilisierung Kulturschaffender für ein interkulturell gemischtes Publikum durch Umsetzung von Projekten, die die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft berücksichtigen. Andererseits sollen Menschen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe erreicht werden.

Die Jury, bestehend aus Daniela Gmachl (Geschäftsführung ARGEkultur), Mag.a Martina Greil (Intern. Kulturkontakte) und Mag.a Barbara Köstler-Schruf (allgemeine Kulturförderung), hat sich nach intensiver Diskussion aus den sechs Einreichungen für das Projekt „The Factory“ von Nina Vasilchenko entschieden.
Die Künstlerin verfolgt darin die Idee, einen öffentlichen Ermöglichungsraum zu schaffen, der durch interaktives Arbeiten von Künstler*innen und Besucher*innen einen Platz anbietet, an dem Neues und Ungewohntes entstehen kann. 
Als Frau und Künstlerin mit Migrationshintergrund will sie sich gesellschaftlich und interkulturell einbringen. „The Factory“ ist der Begegnungsort zum Probieren und Zusammenkommen, der den Dialog und den Austausch für künstlerisch interessierte Menschen verschiedenster kultureller Hintergründe ermöglicht.