Quelle: Herbert Rohrer, Wildbild

Wild wuchert die Kunst

Vogelhaus, Ort des Vegetativen

Im Museumspavillon im Mirabellgarten wuchern die Tabakpflanzen
In einer raumgreifenden Installation wachsen im zentralen Ausstellungsraum auch heimische und exotische Kräuter und Gemüsepflanzen.

David Eisl ist mit  „Cultivation and Care of Imaginary Plants“ zu emtdecken.
Hier treffen Natur und Kunst, Geschaffenes und Gewordenes aufeinander, regen Assoziationen und Mehrdeutigkeiten zum Weiter-Sehen an.

Und wer vor der raumfüllenden Grün-Installation steht, kommt nicht um den Blick in den alten Garten herum, der sich mit dem „Schaufenster“ des Museumspavillon in die strikt barock konturierte Kunst-Natur-Landschaft des Mirabellgartens ergibt.

Der Weg durch Wild Life führt in den stillen dritten Raum der Ausstellung. Und auch hier begegnen sich die Wechselbilder im Auge des Betrachters: Was auf den ersten Blick wie ein Gemälde wirkt, entpuppt sich als minutiöse Collage von herbarisch getrockneten Gräsern, Blättern, Samen, heimlich durchmischt mit gegenwärtig „humanen“ Konstruktionen.
Schon der schnelle Blick in den künstlich erschaffenen Dschungel fasziniert; das langsame Hinschauen offenbart die Spannung zwischen dem akkurat perspektivisch gemalten Untergrund und dem anarchisch daraus hervorkeimenden Leben aus getrocknet-gepressten, nichts desto weniger vitalen Blättern, Hölzern und Gräsern. Die machen, was sie – und der Künstler – wollen.

Unser Tipp: Bis Anfang Juni immer wieder vorbeischauen um den Wandel zu erleben.

Covid-Bestimmungen einhalten: Maske tragen und Abstand halten !

Öffnungszeiten
Mo bis Fr 14–18 Uhr
Sa und So 11–15 Uhr
An Feiertagen geschlossen
Eintritt frei

2015 wurde der Museumspavillon renoviert und dient seither der Stadt wieder als Kunstgalerie.

Künstlerportrait über David Eisl