Präsentation im Stadtsenat: Corona-Zahlen stabilisieren sich

Haybäck: Erfreuliche Entwicklung – Trend leicht sinkend – 573 aktiv Infizierte
Montag, 12.04.2021

Der vielfach befürchtete Ausschlag der Corona-Zahlen nach Ostern ist in der Stadt ausgeblieben. Wie Michael Haybäck, Leiter der Bezirksverwaltungsbehörde, bei einer Präsentation am Montag, 12. April 2021, im Stadtsenat erläuterte, stabilisieren sich die Zahlen gerade: „Eine sehr erfreuliche Entwicklung, mit Tendenz nach unten.“

Aktuell sind 573 in der Stadt Salzburg wohnhafte Personen aktiv infiziert (dazu kommen einige aus anderen Bezirken im Landeskrankenhaus). Die Nachverfolgungsquote des städtischen Contact-Tracings liegt mittlerweile bei 90 Prozent – und damit „deutlich über dem Bundesschnitt“, so Haybäck. Zu verdanken sei dies der guten personellen Ausstattung sowie der digitalen Vernetzung mit den Bezirkshauptmannschaften. Im gesamten März hatte es 1.787 positive Covid 19-Fälle gegeben. Bei 1.615 von diesen konnte vom Contact-Tracing die Infektionsquelle ermittelt werden. Weitere 142 lagen stationär im Krankenhaus. Nur bei 30 Fällen konnte die Quelle nicht eruiert werden.

Seit Beginn der Epidemie verzeichnete die Behörde der Stadt insgesamt 10.386 infizierte, 9.598 genesene und 124 verstorbene Personen (Stand 12.4.2021). Am Höchststand der ersten Welle waren 126 Personen gleichzeitig infiziert. Bei der zweiten Welle waren es 1.430 an einem Tag. Nun, in der dritten Welle, wurden bis dato 821 Personen als Höchststand an einem Tag verzeichnet. Rund 150.000 Telefonate wurden bislang vom städtischen Contact-Tracing mit Unterstützung des Bundesheeres im Assistenzeinsatz bei der Nachverfolgung aller Fälle geführt.

Haybäck: „Natürlich haben die Impfungen und die vielen Testungen sowie die guten Präventionskonzepte in den Seniorenwohnhäusern, den Schulen und Kindergärten der Stadt mit dazu beigetragen, dass sich die Lage beruhigt.“ Überdies hat das Ordnungsamt rund 6.500 Kontrollen von abgesonderten Personen durchgeführt. Bürgermeister Harald Preuner bedankte sich ausdrücklich „bei allen, die professionell mit Sach- und Hausverstand hier zusammengearbeitet haben.“

Entschädigungsverfahren

Zu den Entschädigungsverfahren nach dem Epidemiegesetz stellte das Stadtoberhaupt klar, dass diese nur einen kurzen Zeitraum am Beginn der Pandemie betreffen. Laut Behörde geht es um 4.728 Anträge. Davon sind 3.200 von unselbständig Erwerbstätigen und rund 150 von Beherbergungsbetrieben (keine Privatzimmervermieter).

Bei den Hotels sei „bereits mehr als die Hälfte der Anträge zur Auszahlung gelangt“, sagte Haybäck. Ein großer weiterer Teil stehe kurz davor. Er rechne damit, dass bis vorm Sommer alles ausbezahlt sei. Die dafür nötigen Erlässe des Bundes lägen erst seit Oktober vor. Im November und Dezember seien Grundsatzverfahren durchgeführt worden. Mittlerweile stehe auch ein Sachverständigenpool an Steuerberatern vermittelt vom Land zur Verfügung.

Karl Schupfer