Coronavirus Update: Strenge Sicherheitsmaßnahmen für Kinderbetreuung

Dienstag, 11.01.2022

Stadt Salzburg legt vor – Land am Zug
Bereits seit dem Start des Kindergartenjahres setzt die Stadt ein Sicherheits-Maßnahmen-Paket um. Damit soll auch die Omikron-Welle gebrochen werden und die Kinder und Mitarbeiter:innen bestmöglich geschützt werden. Seit September gibt es bereits strenge Anti-Covid-Konzepte in den städtischen Einrichtungen. Auch zu Zeiten, wo vielleicht die Zahlen Lockerungen dieser Konzepte möglich gemacht hätten, entschied sich die Stadt, die strengen Vorgaben aufrechtzuhalten. Daher sind sie den Betroffenen bekannt, klar verständlich und einheitlich für Eltern, Kinder und das Personal.

Dieses Paket sieht vor:

  • Händewaschen beim Kommen der Kinder & FFP2 Maskenpflicht für Eltern.
  • Maßnahmen wurden ergriffen, damit keine große Ansammlung beim Bringen und Abholen der Kinder entstehen. Die Einrichtungen lösten diese Vorgaben je nach baulichen Gegebenheiten z.B. mit einem Einbahnsystem oder das Abholen der Kinder ist nur vor der Eingangstüre möglich.
  • Gruppenteilungen - soweit es möglich - dienen in den Einrichtungen dazu, dass bei positiven Fällen der Betrieb weiter funktionieren kann und nicht ganze Gruppen oder sogar Einrichtungen geschlossen werden müssen. Diese Trennung gilt auch für die  Gärten, Parks und/oder Spielplätze.
  • Es gibt keine externen Angebote, wie zusätzliche Sportkurse etc. in den Einrichtungen.
  • Für das Personal gilt - außer bei der direkten Arbeit mit den Kindern - FFP2-Maskenpflicht und der notwendige Mindestabstand.
  • Gesprächen mit den Eltern und den Erziehungsberechtigen finden vorzugsweise online oder im Freien statt.
  • Die Pädagog:innen der städtischen Betreuungseinrichtungen zeigen nach wie vor eine  eine besonders hohe Test-Moral, auch wenn diese geimpft oder geboostert sind.
  • Verdachtsfälle werden rasch in den Einrichtungen isoliert und gescreent. In Zusammenarbeit mit den Eltern und den Gesundheitsbehörden wird bei den Verdachtsfällen eine sinnvolle Vorgehensweise gefunden.
  • Für Feste und Feiern gibt es ein klares Sicherheitskonzept: Auch dabei werden die Gruppen-Trennungen nicht aufgehoben und sie finden ohne externe Personen, wie Eltern oder dem Nikolaus etc. statt.
  • Beim pädagogischen Personal wird nach längerem Kontakt mit betriebsfremden Personen (auch Eltern) der 3G-Nachweis kontrolliert.

Die städtischen Einrichtungen sind bisher mit dem Präventionskonzept recht gut gefahren. Der ressortverantwortliche Vizebürgermeister Bernhard Auinger sieht die Landesgesetzgebung in der Pflicht. und fordert daher, dass es klare einheitliche Regeln für alle Kinderbetreuungseinrichtungen im Bundesland geben soll. „Das Land könnte sich an der Test-Strategie für die Schulen endlich ein Beispiel nehmen!“, so Auinger und weiter: „Dafür braucht es ausreichend Tests, es muss klar geregelt werden, wer wie oft getestet werden soll und ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollen. Mit den paar Lollipoptest, die wir Seiten des Landes kommen, ist niemanden geholfen! Das ist Show-Politik und nicht ernsthaftes Lösen des Problems. Die Verantwortung auf die Trägerorganisationen abzuwälzen ist schwer nachvollziehbar und Pädagog:innen, Eltern und vor allem die Kinder haben sich besseres verdient.“

Höfferer Jochen MA