Radlkarte

Fahrrad mit Smartphone am Lenkrad, im Hintergrund der Schatten eines Radfahrers auf dem Radweg
Fahrrad mit Smartphone und Radlkarte App

Die Highlights der Radlkarte

Die Online-Radlkarte soll die Radfahrenden in der täglichen Routenplanung (Wohnen, Arbeit, Ausbildung, Besorgung, Freizeit) unterstützen und ergänzende Infos wie ZB die Wettervorhersage anbieten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Ausgabe einer möglichst gefahrlos zu befahrenen Strecke, die auf kürzestem Weg (also schnell) von A nach B führt. Die Radlkarte deckt das gesamte Bundesland sowie einige Gemeinde in Bayern ab.
Die Information kann am PC oder mobil über ein Smartphone (App) bezogen werden.

Sicherheitsindikator
Die „empfohlene Radroute“ steht im Mittelpunkt der Salzburger Radlkarte. Im Hintergrund wird ein Sicherheitsindikator berechnet, der verschiedene Gefährdungspotentiale berücksichtigt. Der Vergleich zu anderen Routinganwendungen zeigt, dass die Qualität der Routingvorschläge deutlich besser ausfällt.

Graphenintegrationsplattform GIP
Die Radlkarte beruht auf einem amtlichen Straßen- und Wegenetz („Straßengraph“) mit hoher Aktualität und Verlässlichkeit. Grundlage dafür bildet das österreichweit eingesetzte Datenmodell der GIP. Dabei sind auch alle rechtlichen Aspekte abgebildet, die für das Radrouting von Bedeutung sind.

Regenradar
Das Regenradar zeigt in einer Vorhersage die Regenintensität und Regenverteilung an.
Die Integration einer hochauflösenden Niederschlagsvorhersage ist ein absolutes Highlight der Radlkarte und in dieser Form einzigartig. In einer Forschungskooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZMAG) werden erstmals Niederschlagsdaten mit 1km Rasterauflösung und einer Vorhersage von 2 Stunden dargestellt.

S-Bahn Haltestellenmonitor
Eine zukunftsfähige Mobilität setzt verstärkt auf das Rad und den schienengebundenen ÖV.
Für längere Reisewege bietet sich die Kombination Radverkehr und S-Bahn an. Zur Unterstützung der intermodalen Reiseplanung kann der Abfahrtsmonitor an der Haltestelle aufgerufen werden. Dieser zeigt die aktuellen Abfahrtszeiten der Nahverkehrszüge an.

Kalorienrechner
Das Radfahren wird zu Recht als gesundes Fortbewegungsmittel betrachtet. Die körperliche Anstrengung wirkt der Bewegungsarmut entgegen und steigert Fitness und Wohlbefinden. Der Kalorienrechner ist als Service für besonders gesundheitsbewusste Anwender_innen gedacht.

sprachbasierte Navigation
Für den mobilen Einsatz ist die Radlkarte mit einer App auf Smart-phones verfügbar. Highlight ist die exakte sprachbasierte Navigation, die es Ortsunkundigen ermöglicht, auf einer empfohlenen Route das gewünschte Ziel zu erreichen.

Geplante Funktionserweiterungen

Fahrradverleihsystem
Die Radlkarte ist bereits für die Integration zur Nutzung eines flächendeckenden Fahrradverleihsystems vorbereitet. Ähnlich wie beim Haltestellenmonitor würden die Ausleihstellen und die Anzahl der verfügbaren Räder angezeigt werden.

Schneeräumungsinformation
Das Niederschlagsradar ist der erste Schritt in Richtung umfassender Information zu Witterungsbedingungen und Straßensituation (Stichwort Glatteis).
Spannend wäre es, der zunehmenden Gruppe der WinterradfahrerInnen Infos über Glatteis, Schneedecken und den aktuellen Stand der Schneeräumung zukommen zu lassen.
Dieses Vorhaben ist momentan Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Neue Anwendungen und Zielgruppen im Visier

Freizeit und Tourismus
Die Radlkarte hat das Potential, auch im Freizeit- und Tourismusbereich zu punkten. Die Grundlagen dafür sind zum Teil bereits vorhanden, etwa die Abbildung der touristischen Radwege in der GIP (Themenwege wie Mozartradweg).

Citylogistik
Die Radlkarte könnte auch für den Bereich der Citylogistik interessant werden und die Routenplanung unterstützen. Die Vorteile eines umweltfreundlichen Zustellservices mit Cargo-Bikes liegen vor allem in der Möglichkeit von Tür-zu-Tür-Anlieferungen und der flexiblen Versorgung der Altstadt (FußgängerInnenzone)

Ausblick

Wie bereits ausgeführt kann die Radlkarte nur ein Baustein unter vielen anderen sein, um den Radverkehrsanteil entscheidend zu erhöhen. Ein realistisches und zugleich ambitioniertes Ziel wäre die Anhebung des Radverkehrsanteils von derzeit 20% auf 33% im Jahr 2025 (Modal Split, Verkehrsmittelwahl). Dazu braucht es umfassende Fördermaßnahmen für den Radverkehr bei gleichzeitigen Lenkungsmaßnahmen für den motorisierten Individualverkehr (Parkraumbewirtschaftung, etc.).

Community Building
Das Radfahren ist jetzt schon in weiten Kreisen der Stadtbevölkerung „in“. Diesen Trend sollte man aufgreifen und durch ein umfassendes Programm unterstützen und verstärken. Es gilt eine Salzburger „Fahrrad-Kultur“ zu entwickeln, wie wir sie von Amsterdam oder Kopenhagen her kennen.

Bauliche und straßenrechtliche Maßnahmen
Das Ausbauprogramm mit einer Priorisierung für den Radverkehr sollte konsequent fortgesetzt werden. Dazu zählen durchgehende, attraktiv gestaltete Hauptradrouten vom Umland ins Zentrum genauso wie eine verpflichtende, großzügige Radinfrastruktur bei jeder neu errichteten Wohnanlage, um nur zwei wichtige Maßnahmen anzuführen.

Services
Verschiedene WEB-Services wie die Radlkarte sind ein Bestandteil dieses Servicepaketes. Auch hier spannt sich der Bogen vom benutzerfreundlichen Fahrradverleihsystem bis hin zur Mobilitätskarte, mit der man verschiedene Mobilitätsangebote kombinieren kann.