Radverkehrsstrategie 2025+ - Smart City Leuchtturmprojekt

Mobilität für alle

Foto eines Lastenrades vor dem Eingang zum Bahnhof in SchallmoosB
Radverkehrsstrategie - Förderung Lastenräder

Ziel sind 20.000 Autofahrten weniger
Im Smart City Masterplan 2025 sind zwei wichtige Eckpfeiler angeführt, die konkret den Mobilitätsbereich betreffen: eine Investitionsoffensive der Mobilitätsinfrastruktur und die Reduktion der mobilitätsbedingten Schadstoffbelastungen. Der Anteil des Radverkehrs an den Wegen beträgt heute bereits 20 %, damit nimmt die Stadt Salzburg eine Spitzenposition in Österreich ein.
Um den großen Herausforderungen in der Mobilität zu begegnen, hat sich die Stadt Salzburg das Ziel gesetzt, den Alltags-Radverkehr noch deutlich zu steigern. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen erarbeitete die Stadt Salzburg in enger Zusammenarbeit mit dem Department of Geoinformatics - Z_GIS der Universität Salzburg und dem Planungsbüro Rosinak & Partner ZT GmbH eine Radverkehrsstrategie.

Die große Stärke, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner bereits jetzt regelmäßig mit dem Fahrrad fahren und die Wege in der Stadt kurz sind, kommt der Stadt dabei zugute. Die Radverkehrsstrategie zeigt Wege auf, wie Salzburg durch eine systematische und kontinuierliche Radverkehrsförderung zu einer noch lebenswerteren und noch attraktiveren Stadt für BewohnerInnen und BesucherInnen werden kann. Gesund, chic, im Trend, schonend für die Umwelt und nahezu immer mobil – das alles ist Radfahren in Salzburg.

Mit einer Verdopplung des Radbudgets ab 2018 auf zwei Millionen Euro pro Jahr, sowie Personalverstärkung durch externe Dienstleister und einem bis Herbst im Detail auszuarbeitenden Maßnahmen-Katalog soll der Radverkehr „ambitioniert“ gesteigert werden.
Ziel dabei: ein Anteil von 24 Prozent am Gesamtverkehr bis 2025. Oder anders formuliert: täglich 20.000 Autofahrten weniger.

Stadt lebenswerter machen
Der Radverkehr hat das Potenzial, das gesamte Verkehrssystem und die Umwelt zu entlasten. Damit kann die Stadt auch einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Smart City-Ziele leisten und uns noch stärker als besonders lebenswerte Stadt positionieren.

Bau- und Planungsprogramm für die Radverkehrsstrategie 2025+ beschlossen
das erste Maßnahmenpaket zur Umsetzung der Radverkehrsstrategie 2025+ wurde beschlossen und beinhaltet folgende Schwerpunkte für die kommenden Jahre:

  • die Beseitigung von Unfallhäufungsstellen
  • die Verbesserungen der Radweganschlüsse in die Umlandgemeinden
  • eine Radabstell-Offensive
  • die Förderung von Bike & Ride (Radboxen, multimodale Mobilität, überdachte Radständer, S-Bike-Sharing)
  • Radkultur, Information, Kommunikation – mit Veranstaltung des Europäischen Radgipfels 2018 in der Stadt Salzburg sowie Radfrühling

Straßenbauprojekte von Stadt und Land im Salzburger Stadtgebiet werden einer zusätzlichen Radverträglichkeitsprüfung unterzogen (z.B. die Verträglichkeit der neuen Kleinkreisel betreffend Unfallhäufung mit Radfahrer*innen). Damit wird dem Radverkehr bereits im Planungsstadium die notwendige Aufmerksamkeit garantiert.

Handlungsfelder und generelle Maßnahmen

  • 01 Handlungsfeld - Neue Radwege und eine sichere, komfortable Rad-Infrastruktur.
    Ein intuitives, sicheres und komfortables Hauptradwegenetz für alle Nutzergruppen ist die Basis für mehr Radverkehr.
    Generelle Maßnahmen:
    Festlegung des Hauptradwegenetzes,
    Erstellen von Planungsrichtlinien inklusive Qualitätskriterien für das Hauptradwegenetz,
    Entwicklung eines Maßnahmenprogrammes für die Radweginfrastruktur für die Jahre 2018 – 2020,
    Optimierung Winterdienst.
  • 02 Handlungsfeld - Mehr Information, Kommunikation & Kooperationen.
    Radfahren beginnt im Kopf. Für das Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad braucht es kontinuierliche Bewusstseinsbildung und Marketing für das Radfahren.
    Generelle Maßnahmen:
    Fahrrad-Events,
    Laufende
    Kampagnen für das Radfahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten,
    Zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit,
    Kooperation mit der Wirtschaft,
    Kommunikation mit der Rad-Community.
  • 03 Handlungsfeld - Optimierung des Fahrradparkens.
    Die Radabstellanlagen im öffentlichen Raum und bei Bahnhaltestellen sind bereits weit entwickelt. Optimierungspotenzial gibt es im Wohnumfeld, bei Betrieben und in der Altstadt.
    Generelle Maßnahmen:
    Richtlinien für Neubauvorhaben,
    Radabstellanlagen auf Privatgrund,
    Radabstellanlagen im öffentlichen Raum.
  • 04 Handlungsfeld - Radverkehr multimodal denken
    Das Rad lässt sich gut mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren. Besonders für jene, die aus dem Umland in die Stadt kommen.
    Generelle Maßnahmen:
    S-Bike,
    Bike & Ride,
    Park & Ride,
    Synergien Fuß- und Radverkehr
  • 05 Handlungsfeld - Gelebte Radkultur in Politik & Verwaltung
    Die Vorbildwirkung von Politik und Verwaltung ist ein hoher Motivationsfaktor und regt zur Nachahmung an.
    Generelle Maßnahmen:
    Förderung der Fahrradkultur,
    Magistratsinternen Mobilitätsmanagement-Maßnahmen
    Radverträglichkeitsprüfung,
    Thema Gesundheit,
    Städtischer Fuhrpark,
    Events- und Veranstaltungen.
  • 06 Handlungsfeld - Monitoring, Evaluierung und wissenschaftliche Begleitung
    Die Entwicklung des Radverkehrs wird kontinuierlich beobachtet und evaluiert. Auf dieser Basis kann die Radstrategie bei Bedarf nachjustiert werden.
    Generelle Maßnahmen:
    Monitoring und Evaluierung,
    Salzburger Fahrradreport,
    Wissenschaft & Forschung.