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„Oid und Nice“ verbindet die Generationen

Neues Projekt: Senior*innen und Volksschüler*innen versuchen sich im Hip Hop
 
Do, 7. März 2019

Gestern Mittwoch, 6. März 19, startete im Seniorenwohnhaus Liefering ein in Österreich einzigartiges Projekt. Bei „Oid und Nice“ versuchen sich dortigen Bewohnerinnen und Bewohner mit Schülerinnen und Schülern der benachbarten Volksschule Liefering 2 im Hip Hop. Diese Subkultur umfasst mehrere Ausdrucksformen: Sie werden gemeinsam rappen, beatboxen, Breakdance ausprobieren, aber auch Gstanzl singen, die Spraydosen zücken und Graffiti-Bilder gestalten.

„Wir gehen hier einen völlig neuen Weg. Kinder und aktive Senior*innen sollen gemeinsam eine völlig neue Welt kennenlernen und mit ihren bisherigen Erfahrungen mischen. Der Spaß und das gemeinsame Erlernen werden im Vordergrund stehen. Gleichzeitig werden alle voneinander lernen“, freut sich Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer über diesen neuen künstlerischen Ansatz.

Salzburger „Crème de la Crème“

Das Projekt unterstützen die städtische Jugendbeauftragte Veronika Horn und Erwin Karner, der Leiter des Seniorenwohnhauses Liefering. Für die Workshops wurde die Salzburger „Crème de la Crème“ verpflichtet: Den Graffitipart wird die Künstlerin Tamara Soma Volgger übernehmen. Gerappt wird mit Michael Muck Töpfer. Die Breakdance-Workshops wird Alexander Wengler (Nobulus) und den Beatbox-Kurs Thomas Rieder leiten. Beim Beatboxen werden Beats, zuweilen auch Scratches – das Kratzen einer LP - Schlagzeug- und andere Rhythmen mit Mund, Nase und Rachen imitiert.

Zum Abschluss Graffiti & Breakdance

Die Teilnehmer*innen werden auch den Eingangsbereich des Seniorenwohnhauses mit einem Graffiti verschönern und für die Abschlussveranstaltung am 12. Juni eine einfache Breakdance-Choreographie einstudieren. Jung und Alt sind eingeladen, neben der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensumfeld etwas Nachhaltiges für Liefering auf den Weg zu bringen. „Wir wollen mit diesem Projekt die Generationen, die in diesem Stadtteil leben, zusammenbringen und damit für ein besseres gegenseitiges Verständnis sorgen“, so Jugendressortchefin Anja Hagenauer. Das Jugendbüro fördert dieses Projekt mit 10.000 Euro. „Wir finden es wichtig, weil durch gemeinsame Kreativität Missverständnissen und etwaigen Konflikten im Stadtteil vorgebeugt wird“, bekräftigt das Projektteam aus dem Seniorenwohnhaus, dem Jugendbüro und den Künstler*innen.

Drei Kennenlern- und 17 Aktiv-Termine

Zu Beginn wird es während drei Terminen eine „Aufwärmphase“ geben, bei der sich die Volksschulkinder und die Seniorinnen und Senioren kennenlernen. Danach folgen acht Rap-, sechs Graffiti- und drei Breakdance-Einheiten. Bei der Abschlussfeier werden alle, die mitgemacht haben, das Gelernte und „Erschaffene“ präsentieren – das heißt Raptexte gemeinsam vortragen, die Graffiti auf Leinwänden auf Staffeleien zeigen und die gemeinsam einstudierte Breakdance-Choreografie zum Besten gegeben. Geplant sind auch Gastauftritte von Gstanzl-Sängerin Renate Maier („Red Bull Gstanzl“) und Breakdancer Alexander Wengler.

„Früher wohnten mehrere Generationen in einem Haus. Das ist heute nur mehr selten so. Ich denke, mit dem Projekt ,Oid and Nice´ können wir durch Kunst und Kreativität im kleinen Rahmen eine Brücke bauen und die Generationen wieder ein Stückchen weit zusammenrücken lassen“, bekräftigt Hagenauer abschließend.



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Spaß beim generationenverbindenden Projekt Spaß beim generationenverbindenden Projekt
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / J. Knoll
Stand: 7.3.2019, Sabine Möseneder