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Eschensterben

Bild vergrößernErkrankte Eschen an der Bürglsteinstrasse; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg/Ehrenbrandner

Erkrankte Eschen an der Bürglsteinstrasse; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg/Ehrenbrandner

Das europaweite Eschensterben tritt auch vermehrt in der Stadt Salzburg auf.

Alle rund 21.000 verschiedene Einzelbäume auf Stadtgrund werden einmal im Jahr auf ihre Gesundheit und Standfestigkeit geprüft. Wird bei der Prüfung ein Krankheitsbefall und Gefährdung festgestellt, wird der Baum gefällt und es erfolgt eine Ersatzpflanzung.

Das Problem beim Eschensterben besteht dahingehend, dass die Bäume auch bei gesundem Aussehen plötzlich kippen können, da vor allem der Wurzelbereich geschädigt wird.
Das Eschensterben ist ein europaweites Problem. Einmal infiziert, ist der Baum nicht mehr zu retten und muss entfernt werden.

Eschentriebsterben - Hintergrund
Das Eschentriebsterben ist eine Infektionskrankheit, die von einem Schlauchpilz aus Ost – Asien nach Europa eingeschleppt worden ist. Deutscher Name dieses Schlauchpilzes ist Falsches Weißes Stengelbecherchens. Die Ausbreitung des Pilzes erfolgt aktiv mit Ascosporen.
Krankheitserscheinungen: Absterben von Trieben, Zweigen und Ästen, Rindennekrosen (abgegrenzte abgestorbene Bereiche der Rinde), braun-graue Holzverfärbungen, Welken, Absterben und vorzeitiges Abfallen von Blättern.
Vor allem Rindennekrosen am Stammfuß und Wurzelhals bilden eine Grundlage für Hallimasch-Arten als Folgeschädlinge. Holzzerstörende Pilze beschleunigen das Absterben der Eschen vor allem auf feuchten Standorten und in jüngeren Beständen.
Wenn sich Wurzelhalsnekrosen über den gesamten Stammumfang ausgebreitet haben, stirbt der Baum ab.

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Stand: 27.7.2017, Richilde Haybäck