Standortentwicklung: Goethesiedlung in Itzling
NEU im Herbst 2026: Quartiershub Itzling
- Ab Herbst 2026 entsteht im Stadtteil Itzling eine physische Anlaufstelle – der Quartiershub. Er verbindet Stadtverwaltung, Bewohner:innen, Forschung und Wirtschaft und schafft damit erstmals eine koordinierte Schnittstelle für die komplexe Transformation des Stadtteils. Gemeinsam mit dem Projektpartner iSPACE plus GmbH werden neue Ansätze in den Bereichen leistbare Energie, sichere und einfache Mobilität, zukunftsorientierte Gebäude und Stadtplanung entwickelt und direkt vor Ort erprobt.
- Mit dem „Quartiershub Itzling" erhält die Stadt eine Förderung von rund 1,69 Millionen Euro durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Technologien und Innovationen für die Klimaneutrale Stadt" und wurde österreichweit als eines von nur drei Projekten ausgewählt.
Weiterentwicklung der Goethesiedlung

Die Weiterentwicklung der Goethesiedlung it ein zukunftsweisendes Stadtentwicklungsprojekt. Ziel ist es, die Wohnqualität nachhaltig zu verbessern, neuen leistbaren Wohnraum zu schaffen und die Infrastruktur an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Bewohner:innen anzupassen. Im Mittelpunkt stehen die Themen leistbares Wohnen, Freiraumgestaltung, Mobilität und Klimaschutz.
Mehr Wohnraum
- Bis zu 250 geförderte Mietwohnungen auf dem heutigen Großparkplatz, langfristig bis zu 50 weitere Wohnungen.
- Vielfältiger Wohnungsmix mit betreutem Wohnen für ältere Menschen und Kleinwohnungen für Studierende.
Mehr Grün- und Freiräume
- Erhalt bestehender Grünflächen und Bäume, Nachpflanzungen bei notwendigen Fällungen.
- Renaturierung des Alterbachs zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Ökologie und Hochwasserschutz.
- Neue öffentliche Freiräume für die Bewohner:innen und den Stadtteil.
Nachhaltige Mobilität
- Alternative Stellplatzlösungen durch Hoch- oder Tiefgaragen.
- Verbesserte Rad- und Fußwege sowie eine optimierte O-Bus-Anbindung.
- Förderung von Sharing-Angeboten und weiteren nachhaltigen Mobilitätslösungen.
Nachhaltige Quartiersentwicklung
- Langfristige Entwicklung der Goethesiedlung zu einem klimafitten Pilotquartier.
- Energieeffiziente Gebäude, Photovoltaik und mehr Begrünung zur Klimaanpassung.
- Perspektivisch neue soziale Einrichtungen und Begegnungsräume für verschiedene Altersgruppen.
FAQ – Standortentwicklung Goethesiedlung
- Was bedeutet „Standortentwicklung“?
Die in die Jahre gekommene Goethesiedlung soll sich so weiterentwickeln, dass sie auch die nächsten 50 Jahre eine hohe Wohnqualität bietet. Um so zukunftsfit werden zu können, sollen verschiedene Themen der Stadtplanung für die Siedlung untersucht und Verbesserungsmöglichkeiten auch umgesetzt werden: Darunter fallen Themen der Freiraumgestaltung, der Angebote für die Bewohner:innen hinsichtlich barrierefreies und auch betreutes Wohnen, Mobilitätsangebote und Fragen der Energieversorgung und -effizienz. Wie keine andere Siedlung in der Stadt Salzburg hat die Goethesiedlung einen fast 3 Hektar großen, versiegelten Parkplatz. Dieses wertvolle Bauland soll aufgrund der Wichtigkeit des Bodensparens und dem Bedarf an leistbaren Mietwohnungen in der Stadt für weitere Wohnungen genutzt werden. Klar dabei ist, dass sich diese neuen Wohnungen gut in die bestehende Siedlung einfügen müssen.
- Was geschieht mit den Parkplätzen?
Die notwendigen Parkplätze für die bestehende Siedlung am nördlichen Großparkplatz werden neu angeordnet. Ob in einer Hoch- oder einer Tiefgarage, hängt von einem städtebaulichen und architektonischen Konzept ab, welches derzeit noch nicht vorliegt. Für all jene, die einen Parkplatz benötigen, wird auch in Zukunft ein Parkplatz verfügbar sein.
- Wie viele Wohnungen werden dazu gebaut?
Derzeit befindet sich das Projekt noch in Vorbereitung und eine konkrete Zahl, wie viele Wohnungen schlussendlich errichtet werden, liegt noch nicht vor. Mit Blick auf die Flächengröße des Parkplatzes, die umgebende Bebauungsstruktur und anderen Grundlagen, wie Anforderungen an die Wohnungsgrößen, die Erschließung und Parkierung wird ein Richtwert von rund 200 Wohnungen angenommen. Die tatsächliche Anzahl kann höher oder niedriger ausfallen, je nach dem noch zu erstellenden städtebaulichen und architektonischen Konzept.
- Wie hoch werden diese Wohngebäude werden?
Die Frage der Anzahl, und Höhe der Gebäude wird durch ein städtebauliches und architektonisches Konzept zu beantworten sein. Die Vorgabe ist, dass sich die neuen Gebäude gut in die Umgebung einfügen sollen.
- Was passiert mit den Bäumen in der Goethesiedlung?
Eine besondere Qualität in der Goethesiedlung sind die großzügigen Freiräume mit ihren großen Bäumen zwischen den bestehenden Gebäuden und im Bereich der Spielplätze. Diese Bäume sind mit der Siedlung mitgewachsen und haben einen besonderen Wert für die Aufenthaltsqualität, die Tiere und das Mikroklima in der Siedlung und bleiben jedenfalls erhalten. Auf den Freiflächen innerhalb der Siedlung bleiben die Bäume unverändert stehen!
Im Bereich des großen Parkplatzes im Norden der Siedlung stehen rund 330 Bäume zwischen den einzelnen Parktaschen. Auch diese Bäume haben teilweise einen stattlichen Stammumfang und Höhe, und ihr Gesundheitszustand wurde im Rahmen eines Fachauftrags erhoben. Viele dieser Bäume sind aufgrund der Lage zwischen den asphaltierten Parkplätzen (beeinträchtigter Wurzelraum) und dem regelmäßigen Zurückschneiden im Wachstum beeinträchtigt und in einem Gesundheitszustand, der die längerfristige Erhaltenswürdigkeit in Frage stellt. Es wird die Aufgabe eines Freiraumkonzeptes sein, die geplanten neuen Gebäude so anzuordnen, dass diese sich gut einfügen, und genügend nicht-asphaltierte Flächen mit Platz für Bäume entstehen. Dabei ist darauf zu achten, dass für die Bäume gute Wachstumsbedingungen vorherrschen, das heißt genügend Abstand zu Gebäuden und eine Berücksichtigung des Wurzelraums. Gesunde Bäume sollen hier nach Möglichkeit erhalten bleiben. Für jene Bäume, die entnommen werden müssen, ist mindestens die gleiche Zahl an Ersatzbäumen zu pflanzen.