M7 inklusive Kunst: Drei Jahre gelebte Inklusion und künstlerische Entwicklung in der Stadtgalerie Rathaus

Abteilungsübergreifendes Leitprojekt zum Jahresbeginn
14.01.2026
Das M7 Atelier zeigt die Arbeiten der ersten 3 Jahre in der Stadtgalerie Rathaus in der Säulenhalle.
Die Ausstellung ist von 16. Jänner bis 13. März.

Mit der Ausstellung „M7 inklusive Kunst – Die ersten drei Jahre“ eröffnet die Stadt Salzburg das Kulturjahr 2026 mit einem besonderen, abteilungsübergreifenden Leitprojekt: Die Abteilung für Kultur, Bildung und Wissen (MA 2) und die Abteilung für Soziales (MA 3) verbinden im Monat der Vielfalt gezielt Kunst und Inklusion. Von 16. Jänner bis 13. März 2026 ist die Ausstellung in der Stadtgalerie Rathaus (Säulenhalle) zu sehen – bei freiem Eintritt. 

Bürgermeister Bernhard Auinger zur Ausstellung: „M7 inklusive Kunst zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft in echter Teilhabe steckt. Wenn Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam kreativ arbeiten, entsteht nicht nur Kunst, sondern ein Miteinander, das unsere Stadt bereichert und noch vielfältiger macht. Diese Ausstellung ist ein starkes Zeichen dafür, dass Inklusion ein selbstverständlicher Teil unseres kulturellen Lebens sein kann.“

Die Ausstellung: Kunst als Begegnung und Ausdruck

Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von 13 Künstler:innen aus dem M7 inklusive Kunst. Seit 2023 kommen im Atelier Menschen mit und ohne Behinderungen regelmäßig zum kreativen Arbeiten zusammen. Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig künstlerische Zugänge sein können – und wie Kunst Räume für Begegnung schafft und gesellschaftliche Barrieren abbaut. 

M7 inklusive Kunst: Atelier, Galerie und Teilhabe

Das M7 inklusive Kunst ist ein Angebot der Lebenshilfe Salzburg. Das Atelier befindet sich in der Moosstraße 7. Es ermöglicht Künstler:innen mit Behinderungen, kontinuierlich an ihrer künstlerischen Handschrift zu arbeiten, ihre Werke öffentlich zu präsentieren und am Kunst- und Kulturleben teilzunehmen. Zum Konzept gehören auch inklusive Workshops, die mehrmals im Monat stattfinden und allen Interessierten offenstehen. 

Zwei Künstler sind zudem als Atelierassistenten geringfügig beschäftigt und erhalten dadurch Einblicke in Organisation und Abläufe des Atelierbetriebs. 

„Inklusion bedeutet für mich, Räume zu schaffen, in denen Menschen sichtbar werden, ihre Talente entfalten können und selbstverständlich dazugehören. M7 inklusive Kunst zeigt eindrucksvoll, wie künstlerische Arbeit Selbstbestimmung stärkt und echte Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglicht“, so Stadträtin für Soziales Andrea Brandner. 

Stimmen aus dem Atelier

Die Ausstellung macht nicht nur Werke sichtbar, sondern auch Haltungen und Erfahrungen. Drei ausgewählte Stimmen stehen beispielhaft für das, was im M7 entsteht:

  • „Kunst berührt die Seele“, sagt M7-Künstler Johannes Hollweger.
  • „Ich komme immer am Mittwoch zum Malen und das freut mich! Das schöne ist, dass man beim Malen alles machen kann.“, erzählt M7-Künstlerin Sabine Thaler.
  • „Früher wollte ich immer Architekt werden. Jetzt arbeite ich als Atelierassistent im M7 und verdiene damit Geld.“, berichtet David Steiner, M7-Künstler.

Eröffnung und Besuch

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 15. Jänner 2026, um 18 Uhr eröffnet. Die Stadtgalerie Rathaus versteht sich als zentraler Ort für zeitgenössische Positionen und gesellschaftliche Themen – die Säulenhalle bietet dafür einen besonders niederschwelligen Rahmen mitten in der Stadt.

Lapuch Laura BA