Steigende Anmeldezahlen: Stadt baut Kindergarten Liefering I aus

Raum für zwei zusätzliche Gruppen – Neubau soll heuer fertig werden
29.01.2026
Insgesamt 240 Schraubfundamente werden in den Boden gesetzt.
V.l.n.r.: Andreas Groß (MA 6/01 - Instandhaltung, Generalsanierung), Erwin Repolusk (Neuco GmbH), Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl und Mikhail Aufreiter (VOLMERA Baumanagement GmbH, Örtliche Bauaufsicht)

In der Stauffeneggstraße in Liefering baut die Stadt Salzburg einen Kindergarten aus. Denn die Anmeldezahlen steigen, vor allem bei den Unter-Drei-Jährigen. Durch einen Zubau entsteht Platz für zwei zusätzliche alterserweiterte Gruppen. „Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ist groß. Deshalb braucht es mehr Platz für zusätzliche Gruppen. Für den Ausbau des Kindergartens Liefering I investieren wir 3,5 Millionen in den Neubau. Das Ziel ist, ihn heuer noch fertigzustellen“, sagt der für Bauagenden zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl: „Liefering ist ein dicht bewohnter Stadtteil. Hier leben viele Familien, für die es auch ein Kinderbetreuungsangebot braucht. Das ist eine langfristige Investition in die Infrastruktur dieser Stadt und die Zukunft unserer Kinder.“ 

Schraubfundamente: schnell, sauber und mit wenig Eingriff in den Boden
Bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle hat sich Dankl am Mittwoch, 28.1.2026, ein Bild von einer neuen Bauweise gemacht. Beim Zubau kommt erstmals ein Schraubfundament zum Einsatz. Dabei werden tragende Elemente in den Boden geschraubt, anstatt ein klassisches Betonfundament mit umfangreichem Aushub herzustellen. Das hat mehrere Vorteile:

  • kürzere Bauzeit, weil die Fundamente rasch gesetzt werden können
  • weniger Erdarbeiten und Transporte, dadurch weniger Belastung für die Nachbarschaft und die Baustellenlogistik
  • ressourcenschonender Ansatz, weil für die Fundamente selbst kein herkömmlicher Betonfundamentkörper nötig ist
  • rückbaubar und wiederverwendbar: Schraubfundamente können – je nach Bedarf – wieder herausgedreht und an anderer Stelle erneut eingesetzt werden

Aktuell werden die insgesamt 240 Schraubfundamente auf der Baustelle gesetzt. Abhängig von der geplanten Belastung der einzelnen Teile werden diese teils mehrere Meter tief in den Boden geschraubt. Dafür sind derzeit etwa 5 bis 10 Personen – samt Spezialgerät – vor Ort im Einsatz.

Nachhaltig geplant: Holzbau und recyclingfähige Baustoffe
Dienststellenleiterin Angelika Wirthenstätter (Instandhaltung und Generalsanierung) liefert Details zu den Baustoffen: „Die Erweiterung ist als Holzbau geplant und wird nach außen auch entsprechend erkennbar sein. Zentrale Themen sind die Verwendung nachwachsender Baustoffe, ein möglichst sortenreiner Materialeinsatz im Sinne der Kreislaufwirtschaft sowie der Fokus auf Recyclingfähigkeit. Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt ist die klimafreundliche CO₂-Bindung durch den Baustoff Holz.

Mehr Platz, übersichtlicher Zugang
Der Bauplan sieht eine ebenerdige Erweiterung des bestehenden Gebäudes in Richtung Südwesten vor. Eingriffe in das bestehende Gebäude sollen gering bleiben. Künftig soll der gesamte Kindergarten Platz für bis zu 82 Kinder und 13 Pädagog:innen bieten. Auch der Zugang wird besser organisiert. „Der Kindergarten muss gut erreichbar sein. Der Haupteingang an der Stauffeneggstraße wird neu geordnet. Es kommen überdachte Abstellplätze für 15 Kinderwägen und acht Fahrradabstellplätze. Auch ein barrierefreier Zugang kommt“, sagt Dankl. Die Bäume am Grundstück werden soweit wie möglich erhalten. Bei Bedarf sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.

Zeitplan
Der Baubeginn erfolgte am 1. Dezember 2025. Der Baufortschritt verläuft laut aktueller Planung im Zeitplan, die Fertigstellung ist bis Ende 2026 vorgesehen.

Tobias Neugebauer