Städtische Betriebe und Abfallservice – Bilanz 2024 und Vorhaben 2025

27.02.2025
_res1223.jpg
v.li.: Jürgen Wulff-Gegenbaur (Leitung Abfallservice), Vizebürgermeister Florian Kreibich, Stefanie Kritzer (Abteilungsvorständin Betriebe), Roland Oberhauser (Leitung Städtische Betriebe)

Ob Eisarena, Freibäder oder die Müllabfuhr – die Angebote und Leistungen der Städtischen Betriebe und des Abfallservices sind unverzichtbar, damit das Leben in der Stadt funktioniert und die Menschen sich hier wohl und gut versorgt fühlen.

„Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der städtischen Betriebe und des Abfallservice gehen mit einem enormen Engagement an die Aufgaben heran. Flexibilität und Kreativität sind dabei als herausragende Eigenschaften zu nennen“, hat Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich eingangs viel Lob parat.

Abfallbilanz 2024: Abfallberg gestiegen – rund 520 Kilogramm pro Kopf
Insgesamt produzierten die Stadt-Salzburger:innen im Jahr 2024 80.020 Tonnen Abfall. Das entspricht rund 520 Kilogramm pro Einwohner:in und stellt eine Steigerung von 5,2 Prozent zu 2023 dar. Die Sammelmengen aller Abfallarten sind gestiegen – und liegen nun wieder auf Vor-Corona-Niveau.

Bemerkenswert ist der Anstieg bei Restabfall, obwohl durch die Umstellung der Leichtverpackungssammlung im Jänner 2023 Plastik- und Metallverpackungsabfall nicht mehr in der schwarzen Tonne gesammelt werden, stieg die Sammelmenge des Restabfalls um 2,4 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete auch die Leichtverpackungs-Bilanz einen deutlichen Anstieg mit über 14 Prozent. Damit wurde das 2022 prognostizierte Aufkommen (2.000 Tonnen im Jahr nach Umstellung des Sammelsystems) erstmalig erreicht.
Erfreulich ist auch der Anstieg des gesammelten Bioabfalls um 4,2 Prozent – insgesamt 13.563 Tonnen. Dennoch landen weiterhin zu viele wertvolle Lebensmittel im Restmüll. Rund 30 Prozent des Restabfalls bestehen aus Bioabfall und Lebensmitteln - ein klares Zeichen für Lebensmittelverschwendung. Die Sammelmengen von Altpapier und Karton blieben konstant bei 8.710 Tonnen. Während der Online-Handel weiterhin boomt, sinkt der Anteil an Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen kontinuierlich. Die Mengen an Altholz, Sperrmüll und Alttextilien sind auch im letzten Jahr konstant gestiegen.

„Die Abfallbilanz 2024 zeigt, dass die Corona-Pandemie endgültig überwunden ist. Gerade im Bereich des Restabfallaufkommens ist das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Ein Grund dafür ist der wieder boomende Tourismus in der Landeshauptstadt“, so Jürgen Wulff-Gegenbaur, Amtsleiter des Abfallservice.  

Recyclinghof Maxglan – 20 Prozent mehr Kund:innen
Nach Umbau und Erweiterung des Recyclinghofes Maxglan – die Eröffnung fand im Februar 2023 statt – wird die Einrichtung des Abfallservices verstärkt von den Salzburger:innen genutzt. Mit 156.608 Kund:innen im Jahr 2024 stieg die Besucherzahl im Vergleich zu 2022 um 20 Prozent. Elf Mitarbeiter übernehmen von Montag bis Samstag rund 50 verschiedene Arten von Abfall und sorgen dafür, dass dieser sortiert und professionell entsorgt wird. 2024 brachten die Salzburger:innen rund 11.190 Tonnen Abfall (2023: 10.610 Tonnen) nach Maxglan.

Mülltrennen und Müllvermeiden kinderleicht
Anfang 2024 startete das Abfallservice eine Informations-Offensive für Kinder und Jugendliche. Und das Angebot des Abfallservice kam gut an: 145 Schulungen wurden durchgeführt. Rund 3.000 Kinder, Jugendliche und Lehrer:innen lernten das „Müll 1x1“. Dabei werden die Themen anschaulich, kindgerecht und praxisnah vermittelt. Ein Teil der Schulungen fand im neuen Schulungsraum mit anschließender Besichtigung des Recyclinghofes und der Müllautos statt.
Daneben werden in den Räumlichkeiten Vorträge für Erwachsene zu speziellen Interessensgebieten abgehalten und ergänzend Führungen für den Recyclinghof angeboten.

Abfallberatung personell verstärkt - Schwerpunkt Wohnhausanlagen
Das Interesse der Salzburger:innen an Abfall ist groß: Rund 5.000 Beratungen am Telefon oder per Mail, 800 Beratungen bei der mobilen Problemstoff-Sammelstelle auf der Schranne und rund 200 Standortfragen bearbeiteten die drei Abfallberater im Vorjahr. Mit 1. Januar 2025 wurde eine weitere Abfallberater-Planstelle geschaffen. Künftig stehen somit vier Abfallberater:innen für Auskünfte bereit.
Ein Schwerpunkt 2025 wird der Hausmüll in Wohnhausanlagen sein. Hausverwaltungen und Hausbetreuungen sollen verstärkt über Abfalltrennung und -entsorgung informiert werden. Geplant sind entsprechende Vorträge, Workshops und neue Informationsmaterialen.

Online-Angebote immer wichtiger
Wann wird der Restmüll entleert? Welche Tonne passt zu meinem Trennverhalten? Wie melde ich einen Sperrabfall-Abholungstermin an oder meine Biomülltonne ab? Für all diese Fragen bietet das Digitale Abfallservice Antworten und Lösungen. Und die Salzburger:innen machen davon Gebrauch.
Beim Online-Abfallkalender können die Abfuhrtermine von Restabfall, Bioabfall, Leicht- und Metallverpackungen und Altpapier digital abgerufen und als PDF, CSV oder Kalenderexport heruntergeladen werden. 
Neu hinzugekommen ist die Downloadmöglichkeit eines Abfalltrennmerkblattes für den Haushalt sowie eine Verlinkung auf die umfangreichen Informationsangebote des Abfallservice.
Mit dem „Müll 1x1“ entdeckt man, wie sich Tonnengrößen und Abholintervalle verändern und zusammen mit besserem Trennverhalten Geld sparen lässt. Es lassen sich verschiedene Szenarien durchspielen und ausrechnen, wie viel zu sparen wäre.

Online Trennhilfe - Mülltrennung leicht gemacht!
Diese wurde aktualisiert und an die neuen Rahmenbedingungen des EW-Pfandsystems angepasst. So führt die online-Trennhilfe mit wenigen Klicks zum Ziel bzw. zur richtigen Tonne. Übersichtlich vermitteln Bilder die richtige Sortierung und zusätzlich erhält man interessante Informationen rund um die Abfallwirtschaft.
Mit diesen Maßnahmen setzt die Stadt Salzburg weiterhin auf eine moderne, nachhaltige Abfallwirtschaft und baut ihr Serviceangebot für die Bürger:innen kontinuierlich aus. 

Vormerken: Der Recyclinghof Maxglan öffnet am Sa, 26. April, von 9 bis 14 Uhr seine Pforten. Beim „Tag der offenen Tür“ dreht sich alles um das Thema Abfall, Recyclinghof, Müllautos.

„Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Abfallservice sind hochmotiviert,“ freut sich Vizebürgermeister Kreibich. „Sie haben in den vergangenen Jahren unter schwierigen Bedingungen herausragende Arbeit geleistet und dabei noch etliche Projekte vorangetrieben bzw. umgesetzt.“

Stadt Salzburg übernahm das Krematorium am Kommunalfriedhof
Seit 12. Oktober 2024 ist das Krematorium am Kommunalfriedhof offiziell in der Hand der Stadt Salzburg. Grund für die Übernahme war das Auslaufen des Bau- und Betriebsführungsvertrags mit dem Wiener Verein, der seit fast 100 Jahren bestand. Der Wiener Verein errichtete das Krematorium 1930 auf einem Grundstück der Stadt Salzburg. Während der operative Betrieb bereits von der Stadt durchgeführt wurde, liegt nun auch die Geschäftsführung vollständig bei der Stadt Salzburg (MA 7 Betriebe). Mit dieser Maßnahme stellt die Stadt Salzburg sicher, dass eine zentrale Einrichtung der Daseinsvorsorge langfristig in kommunaler Hand bleibt.
„Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel. Im Jahr 2024 waren auf den Friedhöfen in Salzburg mehr als 80 Prozent der Bestattungen eine Urnenbestattung. Vor diesem Hintergrund ist es besonders erfreulich, dass die Stadt Salzburg nun das Krematorium selbst im Sinne der Bevölkerung führen und weiterentwickeln kann“, betont Stefanie Kritzer, Abteilungsvorständin Betriebe.

„Die Übernahme des Krematoriums war eine große Herausforderung für die Stadt“, sagt Vizebürgermeister Kreibich. „Mein Dank gilt meinen motivierten Mitarbeitern, die diese zusätzliche Aufgabe mit Bravour leisten“.

 

Positive Bilanz für die Freibadesaison 2024
Die drei städtischen Freibäder und der Badesee Liefering sind wichtige Freizeiteinrichtungen für Salzburger:innen und Gäste. In der Outoor-Badesaison 2024, die von 19. April bis 1. Oktober dauerte, besuchten 207.765 Badebegeisterte (2023: 201.481) das „Lepi“, „Volksi“ und das AYA-Freibad. Nach dem frühen Saisonstart – das AYA-Freibad eröffnete Mitte April – spielte das Wetter in den besucherstärksten Monaten Mai und Juni nicht mit. Dank der heißen und trockenen letzten Wochen konnte der „Rückstand“ bei den Besucherzahlen jedoch aufgeholt werden. Auch 2025 wird die Freibadesaison wieder bis in den Herbst verlängert. Mit rund 100.000 geschätzten Badegästen bietet auch der Badesee Liefering wichtige sommerliche Abkühlung – vor allem für die Bewohner:innen des Nordens der Stadt sowie für Jugendliche.
„Das AYA-Freibad startet, wetterabhängig, wieder als erstes Freibad in die Outdoor-Badesaison 2025. Das „Volksi“ und das „Lepi“ haben vom 9. Mai bis einschließlich 14. September geöffnet. Und wie im letzten Jahr beendet das AYA-Freibad die Freibäder-Saison im Herbst – je nach Wetterlage,“ informiert Roland Oberhauser, Leiter der Städtischen Betriebe.

Eiszauber im „Volksi“ weiterhin beliebt
Seit der „Eissaison“ 2019/2020 können die Eislauf-Fans in der Stadt Salzburg neben der Eisarena auch den Eiszauber im Volksgarten nutzten. Auch in seiner fünften Saison erfreut sich der 330 Meter lange Rundkurs großer Beliebtheit. In der Eissaison 2024 nutzten 72.678 Eisläufer:innen das Angebot (Saison 2023: 74.670).
Terminerinnerung: Am Faschingsdienstag, 4. März, ist die Eisarena im Volksgarten Treffpunkt für „närrische“ Eislauf-Fans. Von 10 bis 16.15 Uhr gibt es Gratis-Eintritt für Maskierte sowie Faschingskrapfen und Tee - solange der Vorrat reicht!

Sporthallen stark frequentiert
Die Sporthalle Alpenstraße und das Sportzentrum Nord sind bedeutende Einrichtungen für den Schul- und Vereinssport in der Stadt Salzburg. Im Vorjahr nutzten insgesamt 54.805 Schüler:innen, Sportler:innen und Zuseher:innen die Sporthalle an der Alpenstraße (2023: 54.133).
Seit der Neugestaltung verzeichnen die modernen Außenanlagen des Sportzentrums Nord einen stetigen Besucher:innenzuwachs: 32.393 (2023: 22.045) Sportler:innen und ihre Zuseher:innen nutzten die Beachvolleyball- und Beachsoccerfläche, den Kunstrasenplatz sowie die Stocksportbahnen. Die Halle des Sportzentrum Nord wurde im Vorjahr von 24.280 Aktiven und Zuseher:innen genutzt (2023: 27.565).

„Die Bevölkerung nimmt unsere Angebote sehr gut an. Darum ist es mir sehr wichtig, in diese Betriebe weiter zu investieren und sie am neuesten Stand zu halten“ so Vizebürgermeister Kreibich.

 

Die Bestattung Salzburg – vertrauensvolle Begleiterin in schweren Zeiten
Die Bestattung Salzburg steht ihren Kund:innen in schweren Momenten als zuverlässige Partnerin zur Seite. Die angebotenen Dienstleistungen sind genauso einzigartig wie die Wünsche der Menschen, die sie in Anspruch nehmen. Ob es sich um eine feierliche Aufbahrung und Verabschiedung mit prachtvollem Blumenschmuck und Musik oder eine zurückhaltende, private Verabschiedung im engen Familien- und Freundeskreis handelt – das Team der Bestattung Salzburg sorgt stets für eine respektvolle und würdevolle Gestaltung des letzten Abschieds. In diesem Jahr wird die Modernisierung des Fuhrparks fortgesetzt: Nach der Anschaffung eines neuen Leichenwagens im vergangenen Jahr wird heuer ein weiteres Fahrzeug hinzukommen, um den Service noch weiter zu optimieren.

„Die stetige Modernisierung der städtischen Betriebe und der Bestattung Salzburg ist mir ein besonderes Anliegen. Mit den Investitionen in die städtischen Betriebe wollen wir das Angebot für die Salzburgerinnen und Salzburger noch attraktiver machen“ so Vizebürgermeister Kreibich.

Eva Kuchner-Philipp