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Tierseuchen - Bekämpfung

Was ist die 'Vogelgrippe'?

'Vogelgrippe' ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Viruserkrankung der Vögel, die in der Veterinärmedizin und in der Tierseuchengesetzgebung Geflügelpest oder 'Aviäre Influenza' genannt wird.   Der Begriff 'Vogelgrippe', allerdings nur im populärwissenschaftlichen Gebrauch, wird nur für jene Unterform dieser Erkrankung verwendet, die durch den Virus-Subtyp Influenza A/H5N1 verursacht wird.

Die Geflügelpest ist vor allem bei Hühnern und Puten äußerst ansteckend, führt aber auch bei Wassergeflügel zu schweren Verlusten. Daher muss das Übergreifen auf Hausgeflügelbestände jedenfalls verhindert werden. Bei erkranktem Geflügel kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Futter- und Wasseraufnahme und zu einem starken Abfall der Legeleistung. Bewegungsstörungen, Lähmungen, Atembeschwerden und Durchfall sind typisch.

Diese Tierseuche ist schon über ein Jahrhundert bekannt und tritt häufig und weltweit auf. Die letzten größeren Ausbrüche von Geflügelpest bei Hausgeflügel in Europa waren im Jahre 2003 in den Niederlanden, Belgien und im Norden Deutschlands zu verzeichnen. Im Jahr 2000 waren Betriebe im Norden Italiens massiv betroffen.

Menschen können sich nur schwer durch Vogel – Influenza Viren anstecken. Direkter und enger Kontakt mit erkranktem Geflügel, welches zudem massenhaft Virus ausscheiden muss, sowie hohe  Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, also Klimabedingungen, die in den betroffenen asiatischen Ländern herrschen, gelten als Voraussetzungen für die Übertragung von Tier auf den Menschen.

Bisher wurde eine Übertragung von Geflügelpest auf den Menschen über Lebensmittel noch nie beobachtet. Eine Infektion über Hühnerfleisch oder Eier wird derzeit für sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. Fleisch oder Eier von infiziertem Geflügel können auf Grund der veterinärbehördlichen Sperrmaßnahmen nicht in die Nahrungskette gelangen. Außerdem würden die Viren durch ihre extreme Hitzeempfindlichkeit beim Kochen zuverlässig abgetötet werden.

Totes Wassergeflügel darf man nicht angreifen. Der Fund ist unverzüglich bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde bzw. dem zuständigen Amtstierarzt mit genauem Fundort zu melden.  bitte den an.

Katzen stellen hinsichtlich der Vogelgrippe keine Gefahr für den Menschen dar. Seitdem das H5N1-Virus im Jahr 1997 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gab es trotz intensivster Überwachung keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sich Katzen in der freien Natur mit dem Erreger infiziert hätten. Katzen können zwar unter Laborbedingungen mit hohen Virusmengen infiziert werden, eine Übertragung auf den Menschen ist aber auch dann nicht möglich. Nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft sind Singvögel nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt.

Weiter ausführliche Informationen über die Geflügelpest: www.bmgf.gv.at
www.ages.at 

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  • Amt für öffentliche Ordnung
    Adresse: Schwarzstraße 44, 5024 Salzburg
    E-Mail: ordnungsamt@stadt-salzburg.at
    • Ing. Mag. Christian Schwarz
      Hotline: Geflügelpest - "Vogelgrippe"
      Sachbearbeiter Veterinärrecht
      Tel: +43 (0)662 8072-3417
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
Stand: 7.8.2017, Richilde Haybäck