Salzburg, Chiemgau und Berchtesgadener Land schließen das Großprojekt „SMASH“ erfolgreich ab

Euregio-Arbeitgeber-Check-Box unterstützt Unternehmen bei der Fachkräftesicherung
30.09.2026
Erfolgreiches Projektteam
Hinten v.li.: Anja Friedrich-Hussong (BGLW); Ulrike Klingenschmid (Innovation Salzburg GmbH); Georg Sulzberger (Stadt Salzburg Wirtschaftsservice); Birgit Seeholzer (Chiemgau GmbH); Leonhard Prechtl (BGLW); Romana Schwab (Innovation Salzburg GmbH) Vorne knieend: Franziska Danner (ehem., Chiemgau GmbH), Maria Grudin (BGLW), Veronika Ziesacher (BGLW), Anna Sigl (ehem., Chiemgau GmbH)

Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit ist das mit einer knappen Million Euro geförderte Interreg-Projekt SMASH (Smart Attraction System for Human Potential) abgeschlossen. Drei Regionen, 53 betreute Unternehmen und 216 Netzwerkpartner waren daran beteiligt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber stärken und damit langfristig bessere Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Fachkräfte schaffen können. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Euregio-Arbeitgeber-Check-Box. Sie bündelt Erkenntnisse und Erfahrungen aus der gemeinsamen Projektarbeit und übersetzt sie in ein anwendbares Instrument für die betriebliche Praxis. Insgesamt umfasst der im Projekt entstandene Maßnahmenkatalog 602 Maßnahmen und zeigt damit eine große Bandbreite an möglichen Ansatzpunkten für Unternehmen. Dabei können schon kleine Ansätze Wirkung entfalten: Mitarbeitende geben ihr Wissen in Lern-Tandems weiter, Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Hochschulen neue Ideen oder setzen Gesundheitsimpulse um, die auch ohne großes Budget funktionieren.
„Mit der Euregio-Arbeitgeber-Check-Box liegt zum Abschluss von SMASH ein praxisnahes Ergebnis vor, das die gemeinsame Arbeit der Partner sichtbar macht. Aus unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven ist ein Instrument entstanden, das Arbeitgeber bei der Weiterentwicklung ihrer Attraktivität unterstützt“, sagt die Geschäftsführerin der Chiemgau GmbH, Dr. Birgit Seeholzer. Die in Traunstein ansässige Chiemgau GmbH hatte die Leitung des mit insgesamt 944.387,50 Euro geförderten Projekts inne. „SMASH zeigt, was entstehen kann, wenn Regionen, Unternehmen und Partner ihre Erfahrungen und Perspektiven zusammenbringen. Nun endet das Projekt – die Impulse und das daraus entstandene Werkzeug aber bleiben“, fasst Seeholzer zum Abschluss zusammen.

Konkrete Ansatzpunkte für die betriebliche Praxis
Der Arbeitgeber-Check setzt dort an, wo Unternehmen ihre eigene Situation genauer betrachten und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten identifizieren möchten. Dabei geht es nicht um eine allgemeingültige Lösung, erklärt Mag. Walter Haas, Geschäftsführer der Innovation Salzburg GmbH: „Der Arbeitgeber-Check unterstützt dabei, vorhandene Stärken zu erkennen, Entwicklungsbedarfe zu benennen und daraus konkrete nächste Schritte für eine attraktive Arbeitsumgebung abzuleiten.“
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Einbindung der Menschen, die in einem Unternehmen arbeiten oder als potenzielle Fachkräfte angesprochen werden sollen. Arbeitgeberattraktivität entstehe vor allem dort, wo die Perspektive der Beschäftigten ernst genommen werde, sagt Dr. Anja Friedrich-Hussong, Geschäftsführerin des Berchtesgadener Land Wirtschaftsservices, und ergänzt: „Aus den Gesprächen mit den Betrieben wurde für uns deutlich: Es geht nicht nur um einzelne Angebote, sondern darum, Mitarbeitende im Alltag zu entlasten, ihre Stärken und Talente sinnvoll einzusetzen, Entwicklung zu ermöglichen und ihre Ideen zur Verbesserung des Betriebs einzubeziehen. Genau dieser Blick auf Führung, Entwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit und eine wertschätzende Arbeitskultur ist für uns ein zentraler Gewinn aus SMASH.“

Projektergebnis mit Perspektive über SMASH hinaus
Mit dem Abschluss von SMASH liegt ein gemeinsames Projektergebnis vor, das die Erfahrungen und Erkenntnisse aus drei Regionen zusammenführt. Die Euregio-Arbeitgeber-Check-Box bündelt diese Ergebnisse und macht sie für Unternehmen auch über die Projektlaufzeit hinaus nutzbar. Damit bleibt aus der gemeinsamen Arbeit ein Instrument bestehen, das künftig in der betrieblichen Praxis eingesetzt und weiterentwickelt werden kann. „Der Projektabschluss markiert zugleich den Beginn der praktischen Nutzung. Die Euregio-Arbeitgeber-Check-Box bietet eine Grundlage, auf der Betriebe ihre nächsten Schritte planen und Erfahrungen austauschen können. So könne aus dem Projektergebnis langfristig ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region werden. SMASH hat gezeigt, wie viel durch die Zusammenarbeit über Regions- und Landesgrenzen hinweg entstehen kann. Von den konkreten Ergebnissen können unsere Unternehmen langfristig profitieren“, betont Bürgermeister Bernhard Auinger.

SMASH in Zahlen

  • 53 betreute regionale Unternehmen
  • 216 Netzwerkpartner
  • 602 Maßnahmen im Maßnahmenkatalog
  • 3 Regionen im Projekt

Am Projekt beteiligt waren die Chiemgau GmbH, der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice, Innovation Salzburg, die Standortagentur für Salzburg. Das Projekt SMASH (Smart Attraction System for Human Potential) wurde durch die Europäische Union im Rahmen des Programms INTERREG VI-A Deutschland/Bayern – Österreich 2021-2027 finanziert.

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