Kulturausschuss: Zivilrechtliche Genehmigung für Afterparty von Unite Parade diskutiert
Fünf Tagesordnungspunkte behandelte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 30. April 2026, unter der Vorsitzführung von Susanne Dittrich-Allerstorfer (ÖVP). Vor allem die zivilrechtliche Genehmigung für eine Veranstaltung im Zuge der Unite Parade stand in Diskussion.
Am 6. Juni findet in der Stadt Salzburg wieder die Unite Parade - unter neuem Namen "Klangparade" - statt. Dafür möchten die Veranstalterin den Innenhof des Schlosses Mirabell nutzen, um eine Open-Air-Veranstaltung nach den Kundgebungen am Mirabellplatz zu veranstalten. Der Innenhof würde für die Aufbauarbeiten ab 5. Juni bis zu den Abbauarbeiten am 7. Juni für die Veranstalterin zur Verfügung gestellt werden.
Am 6. und 7. Juni wird der Innenhof des Schloss Mirabell von 20 bis 2:30 Uhr bespielt.
Es wurde vor allem die geplante Dauer der Veranstaltung diskutiert. Die Bürgerliste verwies auf die Haltung des Kollegiums, wonach eine Genehmigung an ein Veranstaltungsende um Mitternacht geknüpft sein sollte. In der nun vorliegenden Planung bis 2.30 Uhr sah man daher eine deutliche Abweichung. Kritisch angemerkt wurden außerdem die Ticketpreise von 40 Euro, die für eine Veranstaltung im Bereich der Subkultur hoch angesetzt seien.
Die SPÖ brachte eine mögliche Mittellösung mit einem Veranstaltungsende um 1 Uhr in die Diskussion ein. Die Veranstalterin erklärte dazu, dass eine frühere Sperrstunde aus wirtschaftlicher Sicht problematisch wäre. Vor allem mit Blick auf den Ticketverkauf könnten dadurch Verluste entstehen, die die Durchführung der Veranstaltung insgesamt gefährden würden.
Die KPÖ betonte, dass die Veranstaltung unter den aktuellen Rahmenbedingungen nur so wirtschaftlich tragfähig sei. Sie sprach sich daher dafür aus, die Nutzung des Innenhofs des Schlosses Mirabell für dieses Jahr zu genehmigen. Auch die FPÖ verwies darauf, dass die Trauungen im Schloss Mirabell bis 17 Uhr stattfinden können und man der Veranstalterin bei der Abendnutzung entsprechend entgegenkommen könne.
Die ÖVP signalisierte Zustimmung, sprach sich jedoch gegen eine Nutzung bis 3 Uhr aus. Begründet wurde das mit der möglichen Lärmbelastung für die angrenzenden Bewohner:innen. Als vertretbares Maximum wurde ein Veranstaltungsende um 1 Uhr genannt. Sollte die Unite Parade im kommenden Jahr erneut eine Nutzung des Innenhofs beantragen, werde eine spätere Uhrzeit aus Sicht der ÖVP nicht mehr mitgetragen.
Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen.
Weitere beschlossene Amtsberichte
- Der Caritasverband der Erzdiözese Salzburg erhält für das Fußball Projekt „Kick Together“ eine Projektförderung von 10.000 Euro (gegen FPÖ).
- Damit die Bewegungsangebote für Kinder in den städtischen Kindergärten, Horten und Pflichtschulen des Vereins für Sport, Bewegung und Gesundheit (VSBG) weiterhin ermöglicht werden können, werden 25.000 Euro für das Jahr 2026 zur Verfügung gestellt (einstimmig).
- Die im ersten Quartal 2026 getroffenen Verfügungen des Kulturressort in Höhe von 873.215 Euro wurden gegen die FPÖ zur Kenntnis genommen.
Lapuch Laura BA