Stadt Salzburg setzt auf KI: Neue Phone- und Chat-Bots kommen
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt bei den Wahlen 2024 wird die Stadt Salzburg heuer stark weiterentwickelte KI-Phone- und Chat-Bots für grundlegende Auskünfte per Telefon und Internet einsetzen. Das beschloss der Stadtsenat in seiner Sitzung am Montag, 9. März 2026, einstimmig.
Mit künstlicher Intelligenz sollen Pass- und Meldeauskünfte sowie Terminvereinbarungen rund um die Uhr ermöglicht werden. Auch das Wohnservice zeigt großes Interesse, seine Angebote und Informationen derart verfügbar zu machen. Und setzt besonders auf die Mehrsprachigkeit der eingesetzten Tools. Diese ist auch Trumpf im Bereich Fremdenrecht. Dort sollen die Bediensteten, die mit einer Vielzahl von Nationalitäten konfrontiert sind, durch künstliche Intelligenz mit entsprechenden Sprachkompetenzen entlastet werden. Weil auch dieser Themenbereich durchaus komplex ist, können hier wie da die Servicequalität erhöht und die Potentiale der KI voll zur Geltung gebracht werden. Auch die Krankenfürsorgeanstalt (KFA) will die Technik nutzten. Die Startkosten dafür betragen insgesamt um die 100.000 Euro.
Basis der KI-getriebenen Phone- und Chatbots bildet ein KI-Framework. Es umfasst modulare Schnittstellen (APIs) zur Integration in die Telefon-Infrastruktur der Stadtverwaltung, ein skalierbares Backend und eine KI-basierte Verarbeitungsschicht für Sprachverständnis, Dialogsteuerung und Antwortregelung. Datenschutz und Sicherheit sind gewährleistet. Künftig könnte das Framework als Grundlage für eine souveräne KI-Nutzung eingesetzt werden. Wenn es sich bewährt, soll die KI-Plattform direkt im Rechenzentrum der Stadt Salzburg implementiert werden.
Alt-Feuerwehrfahrzeuge verschenkt
Ein ausgemustertes Großtanklöschfahrzeug der Salzburger Berufsfeuerwehr (reparaturbedürftig; Erstzulassung 1993; Restwert 18.705 Euro) wird dem Landesfeuerwehrverband für den Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr Bischofshofen überlassen. Es dient zur Überbrückung bis ein neues angeschafft werden kann.
Ein 4x4-Löschfahrzeug mit Beladung (nicht mehr Stand der Technik; Erstzulassung 1992; Schrottwert 1.200 Euro) wird der Gemeinde Bugojno in Bosnien-Herzegowina zum Ausbau des dortigen Feuerwehrwesens geschenkt (beides einstimmig).
Karl Schupfer