Vom alten Spital zum neuen Treffpunkt: Stadt saniert Wohnanlage St. Anna in Gnigl

Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl vor der eingerüsteten Wohnanlage St. Anna. Die Stadt investiert über eine Million Euro in die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes.
Als Teil ihrer Sanierungsoffensive der Gemeindewohnungen saniert die Stadt Salzburg die Wohnanlage in der Grazer Bundesstraße 6 und 8. Im denkmalgeschützten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert sind Wohnungen und das Bewohnerservice für Gnigl untergebracht. Die Stadt investiert über eine Million Euro in die Erneuerung des Daches, der Fassade und der Fenster. Das Wohngebäude mit der Nummer 6 wird an die Zentralheizung des Nachbargebäudes angeschlossen. Im Erdgeschoß werden Wohnräume wiederhergestellt, die seit rund zwanzig Jahren nicht mehr bewohnt werden konnten.
„Die Stadt kümmert sich um ihre Wohnanlagen. Bei St. Anna bekommen die Bewohnerinnen und Bewohner neue Fenster, ein neues Dach und eine moderne Heizung. Es werden Wohnräume saniert, die jahrelang schon nicht mehr bewohnt werden konnten. Gleichzeitig werden Räume im Erdgeschoß saniert, damit hier ein modernes Bewohnerservice Platz findet. Die Generalsanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes erfordert besonderes Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig wird die Stadt ihrer Verantwortung gegenüber den Mieter:innen und als Erhalterin des historischen Erbes gerecht“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl, zuständig für die Kommunalen gswb Liegenschaftsverwaltung (KgL), die im Auftrag der Stadt die städtischen Wohnungen betreut.
Bewohnerservice wird vollwertiger Standort
Das Bewohnerservice, vielen bisher als Außenstelle des BWS in Schallmoos bekannt, wird umgebaut. Ab Anfang 2027 wird es zum vollwertigen Standort, betrieben wie bisher vom Diakoniewerk Salzburg im Auftrag der Stadt. Geplant sind eine Gemeinschaftsküche, Platz für Beratung, Nachbarschaftsrunden und Kurse sowie neue Sitzbänke im Freien.
Ein Haus mit Geschichte
St. Anna zählt zu den ältesten sozialen Adressen der Stadt. Errichtet wurde es 1697 unter Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun als Pfleggerichtshaus, im 19. Jahrhundert wurde es zum Spital erweitert. Von 1884 bis 1917 führten die Barmherzigen Schwestern hier ein Kranken- und Versorgungshaus. Mit Wohnungen und Bewohnerservice unter einem Dach bleibt St. Anna, was es seit Generationen ist: ein Haus für die Menschen.
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