Treibhausgas-Bilanz 2024 der Stadt Salzburg: Emissionen sinken – Klimafahrplan 2040 zeigt den Weg zur klimaneutralen Stadt

Wer Rad fährt oder zu Fuß geht, spart Treibhausgase, entlastet den Verkehr und tut gleichzeitig der eigenen Gesundheit etwas Gutes.
Die Stadt Salzburg hat kürzlich ihre aktuelle Energiebilanz veröffentlicht. Sie zeigt die Entwicklung von Energieverbrauch, Energieeffizienz und dem Anteil erneuerbarer Energien im Stadtgebiet. Auf dieser Grundlage hat das Team der Klimabewussten Stadt die Treibhausgasbilanz 2024 (THG-Bilanz) erstellt.
Deutlicher Rückgang der Emissionen
Die THG-Bilanz macht sichtbar, wie viele klimaschädliche Emissionen in Salzburg entstehen und wie sie sich im Vergleich zu den Vorjahren entwickeln. Betrachtet werden insbesondere die Bereiche Wärme, Strom und Mobilität.
Die Ergebnisse zeigen eine positive Entwicklung: Die gesamten Treibhausgasemissionen der Stadt Salzburg sind von 416 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2023 auf 378 Kilotonnen CO₂-Äquivalente im Jahr 2024 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von rund neun Prozent. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre fort.
Die größten Emissionsanteile entfallen weiterhin auf die Bereiche Wärme und Mobilität. Hier liegen auch die wichtigsten Hebel für weitere Reduktionen. Fortschritte wurden durch mehr Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energien und Maßnahmen für klimafreundliche Mobilität erzielt. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass insbesondere im Verkehr und bei der Wärmeversorgung von Gebäuden weitere Anstrengungen notwendig sind.
„Neun Prozent weniger Treibhausgase in einem Jahr sind eine gute Nachricht. Aber sie sind noch lang kein Grund zur Entwarnung: Gerade dieser extrem heiße Sommer zeigt, dass Klimapolitik längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr ist, sondern es bereits im Hier und Jetzt enorme Auswirkungen gibt. Mit dem beschlossenen Klimafahrplan 2040 geben wir politisch den Weg vor. Umsetzen können wir ihn nur gemeinsam – mit vielen Partner:innen, mit den Betrieben, der Verwaltung und der Bevölkerung. Denn am Ende geht es um eine Stadt, die auch in Zukunft lebenswert ist“, betont Stadträtin Anna Schiester.
Stadtverwaltung übernimmt Vorbildrolle
Auch die Stadtverwaltung selbst wurde in der THG-Bilanz betrachtet. Dazu zählen unter anderem städtische Gebäude, kommunale Infrastruktur und der Fuhrpark. Die Emissionen der Stadtverwaltung konnten von 8,4 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2023 auf 7,7 Kilotonnen CO₂-Äquivalente im Jahr 2024 reduziert werden. Die Entwicklung zeigt, dass auch die Stadtverwaltung ihre eigene Verantwortung wahrnimmt. Durch energetische Sanierungen, den Umstieg auf erneuerbare Energieträger, Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und die schrittweise Umstellung des kommunalen Fuhrparks übernimmt sie eine wichtige Vorbildrolle.
Städtische Betriebe sparten fünf Prozent ein
Die städtischen Betriebe – darunter insbesondere der Abfallservice mit eigenem Fuhrpark – tragen mit rund 25 Prozent wesentlich zu den städtischen Emissionen bei. Von den gesamten Emissionen der Stadt in Höhe von 7,7 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten entfallen fast zwei Kilotonnen CO₂-Äquivalente auf diesen Bereich. Gegenüber dem Jahr 2023 konnte im Bereich der städtischen Betriebe eine Reduktion von fünf Prozent erreicht werden.
„Die städtischen Betriebe zeigen, dass Klimaschutz und eine moderne Daseinsvorsorge Hand in Hand gehen. Mit der Reduktion unserer Emissionen um fünf Prozent gehen wir in unserem Bereich mit gutem Beispiel voran. Gleichzeitig wissen wir, dass es in der Stadt noch Potenzial zu Einsparungen gibt. Mit der geplanten Kreislaufwirtschaftsstrategie wollen wir unsere Vorreiterrolle weiter ausbauen und zusätzliche Emissionsminderungen erreichen“, betont Bürgermeister-Stellvertreter Kreibich.
Konsequenter Weg Richtung Klimaneutralität
Die THG-Bilanz 2024 zeigt: Salzburg ist auf dem richtigen Weg. Mit dem Klimafahrplan 2040 liegt ein konkreter Handlungsrahmen vor, um die Emissionsreduktion planbar und nachvollziehbar fortzusetzen. Für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 sind jedoch weiterhin konsequente Maßnahmen, breite Zusammenarbeit und langfristige Investitionen notwendig.
Klimafahrplan 2040 als strategischer Rahmen
Wie die Emissionen bis 2040 weiter gesenkt werden sollen, zeigt der Klimafahrplan 2040. Er beschreibt den Weg Salzburgs zur klimaneutralen Stadt und definiert den dafür notwendigen Reduktionspfad.
Die bisherigen Emissionsrückgänge sind ein wichtiger Schritt, reichen für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 jedoch noch nicht aus. Dafür braucht es weiterhin konsequente Maßnahmen, klare Prioritäten und eine langfristige Steuerung.
Klimaschutz und Lebensqualität gemeinsam denken
Klimaschutz soll in Salzburg nicht nur Emissionen reduzieren, sondern auch die Lebensqualität erhöhen. Weniger Verkehrslärm, bessere Luftqualität, mehr Grünräume und attraktivere öffentliche Räume zählen zu den wesentlichen Vorteilen. Gleichzeitig sollen der öffentliche Verkehr sowie der Fuß- und Radverkehr weiter gestärkt werden.
Auch der Mobilitätsplan 2040 verfolgt dieses Ziel. Er soll dazu beitragen, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs langfristig zu reduzieren und klimafreundliche Mobilitätsformen weiter auszubauen.
Anpassung an den Klimawandel
Neben dem Klimaschutz gewinnt auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Klimawandelanpassungsstudie zeigt, wie sich Hitze, Starkregen und veränderte klimatische Bedingungen auf Salzburg auswirken können. Diese Erkenntnisse sollen künftig verstärkt in Planungs- und Infrastrukturentscheidungen einfließen.
InfoZ