Welterbetag 2026: Salzburg öffnet Türen zur eigenen Geschichte

Rund 200 Besucher:innen nutzten den Welterbetag 2026, um im neu eröffneten Ritzerwirt (ehem. Zipfer-Bierhaus) ein Stück Salzburger Geschichte hautnah zu erleben. Musikalisch stand der Tag ganz im Zeichen des gelebten Weltkulturerbes.
Zahlreiche Besucher:innen (rund 200) nutzten am Samstag, 18. April 2026, die Gelegenheit, beim Welterbetag einen besonderen Einblick in das historische Zipfer-Bierhaus – heute „Ritzerwirt“ – zu erhalten. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür wurde ein lebendiges Stück Salzburger Weltkulturerbe erlebbar gemacht.
Die feierliche Eröffnung wurde mit klassischer Musik gestaltet und gab dem Tag einen stimmungsvollen Rahmen. Bei den anschließenden Führungen konnten Besucher:innen die Geschichte des Hauses am Universitätsplatz / in der Sigmund-Haffner-Gasse entdecken.
Welterbe-Beauftragter der Stadt Salzburg, Andreas Schmidbaur: „Salzburgs Stärke liegt in seiner einzigartigen Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Der Welterbetag macht sichtbar, wie wertvoll dieses Erbe für die Identität unserer Stadt ist.“
Der neu eröffnete Ritzerwirt steht exemplarisch für das Salzburger Welterbe: Als eine der wenigen erhaltenen traditionellen gastronomischen Lokalitäten zeigt er eindrucksvoll die Verbindung von Baukultur, Handwerk und gelebter Tradition. Besonders die aufwendig restaurierten, handgeschnitzten Möbel im expressionistischen Zackenstil erzählen von der Bierkultur und den österreichischen Bundesländern. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden zudem bislang unbekannte Malereien entdeckt – darunter Darstellungen von Hopfen und Malz.
Auch die Musikgeschichte ist eng mit dem Haus verbunden: Hier lebten der letzte Salzburger Hofkapellmeister sowie Mozarts Schwester Nannerl, während sich Mozarts Geburtshaus nur wenige Schritte entfernt befindet. Im Zentrum des Welterbetags stand eine klare Botschaft: Welterbe zu schützen bedeutet, Geschichte zu erhalten und damit die Identität der Stadt Salzburg zu bewahren. Auch am nahegelegenen Grünmarkt wurde diese Bedeutung sichtbar unterstrichen.
„Das Welterbe ist kein statisches Denkmal, sondern Teil unseres täglichen Lebens. Es zu schützen heißt, unsere Geschichte aktiv weiterzutragen. Der Welterbetag 2026 zeigte damit einmal mehr, wie lebendig das UNESCO-Welterbe in Salzburg ist – und wie wichtig es bleibt, dieses besondere Erbe auch für kommende Generationen zu bewahren.“, so Dagmar Redl-Bunia Dagmar.
Höfferer Jochen MA