Bau- und Wohnungsausschuss: Infrastrukturerneuerung am Makartplatz beschlossen

Kanalerneuerung und begleitende Straßenarbeiten im Ausschuss beschlossen – weitere Beschlüsse zu Straßensanierungen und Tarifen für Geodaten
16.04.2026

Im öffentlichen Teil der Sitzung des Bau-, Wohnungs-, Liegenschafts- und Betriebsausschusses wurden am Donnerstag, 16.4.2026, unter dem Vorsitz von Sebastian Lankes (SPÖ) drei Tagesordnungspunkte behandelt.

Vor Eintritt in die Tagesordnung präsentierten Baudirektor Alexander Schrank und Felix Bauer, Amtsleiter des Straßen- und Brückenamts, den Ausschussmitgliedern zudem das Sieger:innenprojekt zur Neugestaltung der Innenstadt (Begegnungszone Innenstadt). Dabei konnten bereits erste Fragen aus dem Ausschuss beantwortet und zentrale Aspekte des Projekts näher erläutert werden.

Der Ausschuss befasste sich anschließend unter anderem mit der geplanten Infrastrukturerneuerung rund um den Makartplatz. Die Sanierung und Erneuerung der Kanalinfrastruktur im Bereich Makartplatz, Josef-Friedrich-Hummel-Straße, Schwarzstraße, Dreifaltigkeitsgasse und Paris-Lodron-Straße wurde einstimmig beschlossen. Für den Bereich der MA 6/02 – Kanal- und Gewässeramt wurden Gesamtkosten von 3.782.400 Euro brutto beschlossen, darin enthalten ist die Vergabe der Baumeisterarbeiten in Höhe von knapp 2,75 Mio. Euro brutto. Für den Bereich der MA 6/04 – Straßen- und Brückenamt wurden Gesamtkosten von maximal 600.000 Euro brutto beschlossen, der Auftrag für die Straßenbaumaßnahmen beträgt 398.197,46 Euro brutto.

Geplant sind die Erneuerung bestehender Mischwasserkanäle, die Sanierung eines bestehenden Regenwasserkanals sowie der Neubau weiterer Regenwasserkanäle. Damit soll das städtische Kanalsystem leistungsfähiger werden: Bei stärker belasteten Niederschlagswässern ist eine Ableitung zur Reinigung vorgesehen, geringer belastete Niederschlagswässer sollen getrennt abgeführt werden. Das entlastet Kanalnetz und Kläranlage und soll auch das Risiko von Überlastungen bei Starkregen verringern.

Im Zuge der Arbeiten werden außerdem sanierungsbedürftige Fahrbahnen, Gehsteige und Teile der Straßenentwässerung erneuert. Die Bauzeit für den gesamten Leitungsbau ist von Anfang September 2026 bis Ende Juni 2029 vorgesehen, die Straßeninstandsetzung soll jeweils im Anschluss an die fertiggestellten Bauetappen erfolgen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Stadtsenat.

Weitere Beschlüsse des Ausschusses:

  • Neue Tarife und Gebühren für Geodaten, Gebäudeeinmessungen und Hausnummerntafeln beschlossen: Der Ausschuss stimmte den neuen Tarifen für Gebäudeeinmessungen nach dem Baupolizeigesetz, neuen Gebühren im Bereich der Plankammer sowie neuen Entgelten für Orientierungstafeln/Hausnummerntafeln einstimmig zu. Zudem wurde beschlossen, die bisherige entgeltliche Abgabe von grafischen Daten und Plänen nicht mehr über ein allgemeines Tarifblatt, sondern grundsätzlich nach dem tatsächlichen Bearbeitungsaufwand je Geschäftsfall zu verrechnen. Künftig sollen die festgelegten Tarife und Entgelte außerdem regelmäßig valorisiert werden. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.
  • Generalsanierung von Lastenstraße, Gniglerstraße, Bayerhamerstraße und Weiserhofstraße: Der Ausschuss beschloss, die vier Straßen nach Abschluss der Grabungsarbeiten und Leitungserneuerungen in den Jahren 2027 bis 2028 in drei Bauabschnitten zu sanieren. Vorgesehen sind unter anderem ein baulich getrennter Geh- und Radweg in der Gniglerstraße und der Lastenstraße ­– wobei in der Lastenstraße Parkstreifen entfernt werden – sowie die Prüfung und nach Möglichkeit Umsetzung von Entsiegelungs-, Umgestaltungs- und Schwammstadt-Maßnahmen in der Gniglerstraße und der Bayerhamerstraße. Die Gesamtkosten inklusive Planung und Unvorhergesehenem belaufen sich auf rund 3.590.000 Euro brutto. Der Amtsbericht wurde gegen die FPÖ mehrheitlich angenommen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.

Tobias Neugebauer