Salzburg lädt internationale Nachwuchswissenschaftler:innen ein – Scientists-in-Residence-Programm geht in die nächste Runde

Zehn Forschende aus sieben Ländern sind 2026 zu Gast / Bewerbungen für 2027 ab sofort möglich
16.04.2026
Cilia Rücker, SIR im März 2026, hat im Techno Z Urstein über ihr Kölner Forschungsprojekt gesprochen.
Eröffnung Pioniergarage in Urstein

Salzburg ist nicht nur Kulturstadt, sondern auch ein lebendiger Ort der Wissenschaft. Das unterstreicht die Stadt Salzburg mit dem Scientist-in-Residence-Programm (SIR), das seit 2006 internationale Nachwuchswissenschaftler:innen für Forschungsaufenthalte in die Mozartstadt einlädt. Der aktuelle Call für das erste Halbjahr 2027 läuft bis 31. Mai 2026. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Förderung einzelner Forschungsprojekte, sondern vor allem die Chance, jungen Forscher:innen Zugang zu Salzburger Wissenseinrichtungen, neuen Perspektiven und internationalen Netzwerken zu eröffnen.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Das Scientists-in-Residence-Programm bringt internationale Nachwuchswissenschaftler:innen nach Salzburg und eröffnet zugleich neue Perspektiven für unsere Wissenseinrichtungen vor Ort. Der Austausch über Disziplinen und Ländergrenzen hinweg schafft wertvolle Impulse für Forschung, Zusammenarbeit und Wissensvermittlung – damit stärken wir die Wissensstadt Salzburg.“

Brücken bauen zwischen lokaler Expertise und internationalem Wissen

Das SIR-Programm ist mehr als ein klassisches Stipendium. Es schafft einen echten Austausch: Die Stipendiat:innen bringen ihre internationale Expertise in Salzburger Einrichtungen ein und erhalten gleichzeitig Zugang zu einzigartigen Ressourcen – von Originalmanuskripten und Fachbibliotheken bis hin zu spezialisierten Laboren und dem Wissen lokaler Fachleute. Aus diesen Begegnungen entstehen gemeinsame Forschungsprojekte, Publikationen und öffentliche Veranstaltungen, die das wissenschaftliche und kulturelle Leben der Stadt bereichern.
Salzburg bietet dafür beste Voraussetzungen: Fünf Hochschulen und Universitäten mit rund 25.000 Studierenden machen die Stadt zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort. Die hohe Dichte an Wissenseinrichtungen – kombiniert mit einem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot – schafft ideale Bedingungen für konzentriertes Forschen und kreatives Arbeiten.

„Gerade in frühen wissenschaftlichen Karrieren sind solche Programme von besonderer Bedeutung. Sie ermöglichen es, internationale Kontakte zu knüpfen, eigene Fragestellungen weiterzuentwickeln und Forschung im Austausch mit anderen sichtbar zu machen. Das SIR-Programm setzt genau hier an: Es bringt junge Wissenschaftler:innen mit Salzburger Einrichtungen zusammen und schafft Verbindungen, aus denen neue Projekte, Publikationen und öffentliche Formate entstehen können“, so Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner. 

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt der Blick auf das Jahr 2026: Derzeit sind zehn Wissenschaftler:innen aus Südafrika, Deutschland, Spanien, den USA, den Niederlanden, Japan und dem Vereinigten Königreich in Salzburg zu Gast. Sie arbeiten in Kooperation mit Fachbereichen der Universität Salzburg in den Bereichen Geschichte, Altertumswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Mathematik, AIHI, Öffentliches Recht sowie am ICT&S-Center. Diese Bandbreite macht sichtbar, wie vielfältig die Wissensstadt Salzburg aufgestellt ist – und wie fruchtbar der Austausch zwischen internationalen Forscher:innen und lokalen Einrichtungen sein kann.

Jetzt bewerben: Call für 2027 ist geöffnet

Für das Jahr 2027 schreibt die Stadt Salzburg erneut bis zu zehn Stipendien aus. Der erste Einreichtermin (Call I) für einen Aufenthalt im ersten Halbjahr 2027 läuft noch bis 31. Mai 2026. Bis 31. Oktober 2026 (Call II) ist die Bewerbung für einen Aufenthalt im 2. Halbjahr 2027 möglich. Das Stipendium richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen aller Disziplinen, die an einer Einrichtung außerhalb Österreichs tätig sind und nicht älter als 45 Jahre sind. Der einmonatige Aufenthalt wird mit 1.000 Euro dotiert, ein Reisekostenzuschuss von 200 bzw. 500 Euro kommt hinzu. Zusätzlich steht den Stipendiat:innen kostenlos eine voll eingerichtete Wohnung in Salzburg zur Verfügung.

Lapuch Laura BA