Creative Breakfast Club: Neue Impulse für Salzburgs Kreativszene

Vier Workshops boten praxisnahe Einblicke in Fördermöglichkeiten, Unternehmensgründung und die Zusammenarbeit zwischen Kunst, Kultur und Unternehmen.
04.11.2026
Der Creative Breakfast Club brachte neue Einblicke in zentrale Themen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Wie können kreative Ideen erfolgreich umgesetzt werden? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Gründer:innen? Und worauf kommt es an, wenn Künstler:innen und Kreativschaffende mit Unternehmen zusammenarbeiten? Diese Fragen standen am Freitag, 30. Oktober 2026, beim ersten „Creative Breakfast Club“ im Mittelpunkt. Im Rahmen des Creative City Lab_Salzburg lud die Stadt:Salzburg ins ICT&S-Center in der Sigmund-Haffner-Gasse ein. Der Vormittag bot jungen Gründer:innen, Künstler:innen, Kreativunternehmer:innen und Hochschulabsolvent:innen die Gelegenheit, wertvolles Praxiswissen zu sammeln und neue Kontakte zu knüpfen.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Kreativität braucht Freiraum, aber auch gute Netzwerke und konkrete Unterstützung. Der Creative Breakfast Club bringt Menschen zusammen, vermittelt wertvolles Praxiswissen und eröffnet neue Perspektiven für Kooperationen. So stärken wir die Kreativwirtschaft als wichtigen Impulsgeber für die Zukunft des Standorts Salzburg.“

Vier Workshops – viele neue Perspektiven

In vier unterschiedlichen Workshops erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in zentrale Themen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Format orientierte sich am Prinzip eines World Cafés: Nach einer kurzen Vorstellung aller Angebote konnten die Teilnehmer zwei Workshops auswählen. Neben dem fachlichen Austausch blieb auch ausreichend Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Unterstützung Kreativschaffende auf dem Weg in die Selbstständigkeit erhalten können. Romana Schwab von Innovation Salzburg gab einen Überblick über Förder- und Unterstützungsangebote auf Stadt-, Landes- und Bundesebene. Dabei wurden unter anderem Programme der FFG, des Austria Wirtschaftsservice und der Kreativwirtschaft Austria vorgestellt.

Wie die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wirtschaft gelingen kann, beleuchtete Choreograf und Regisseur Hubert Lepka vom Künstlernetzwerk Lawine Torrèn. Anhand seiner langjährigen Erfahrung zeigte er auf, wie Künstler professionell mit Unternehmen kooperieren und dabei ihre künstlerische Eigenständigkeit bewahren können.

Im Workshop von Unternehmensberaterin und Business Coach Teresa Lang stand die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kreativdienstleister und Unternehmen im Mittelpunkt. Von klaren Briefings über strukturierte Projektabläufe bis hin zur Kommunikation vermittelte sie praktische Ansätze für gelingende Kooperationen.

Internationale Perspektiven eröffnete der Workshop mit Mia Meus vom EIT Culture & Creativity. Vorgestellt wurden europäische Förderprogramme, Innovationsinitiativen und Netzwerke, die Kreativschaffende und Unternehmen bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte unterstützen.

„Künstler:innen und Kulturtätige sind zu allererst ihrer Kunst verpflichtet. Das Wissen um Fördermöglichkeiten und wirtschaftliche Anforderungen zahlt ein in die Realisierung der künstlerischen Ideen. Das Aufzuzeigen, Wissen zu vermitteln, Anknüpfungspunkte zwischen dem künstlerischen Ich, wirtschaftlichen Realisierungschancen und Kooperationen mit Unternehmen abseits von Sponsoring aufzuzeigen, ist das Ziel des Creative Breakfast Club“, so Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner.

Kreativität und Wirtschaft stärker verbinden

Nach dem Creative City Lab Matching in der Vorwoche, bei dem Vertreter aus Wirtschaft und Kreativszene erstmals in einem Speed-Dating-Format aufeinandertrafen, stand beim Creative Breakfast Club vor allem der praxisnahe Wissenstransfer im Vordergrund. Beide Veranstaltungen verfolgen ein gemeinsames Ziel: unterschiedliche Branchen und Menschen miteinander zu vernetzen, neue Perspektiven zu eröffnen und die Zusammenarbeit zwischen Kunst, Kultur und Unternehmen zu stärken.

Das Creative City Lab_Salzburg ist Teil der Kulturstrategie UNSA Salzburg. Mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten möchte die Stadt Salzburg neue Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft schaffen und die Kreativwirtschaft als wichtigen Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Standorts Salzburg stärken.

Lapuch Laura BA