Grünlandfonds wird reaktiviert: Salzburg übernimmt Verantwortung für seine Landschaft
Umsetzung der Grünlanddeklaration durch gezielte Investitionen in Pflege, Naturschutz und Biodiversität
Die Stadt Salzburg reaktiviert den Grünlandfonds und stärkt damit ein zentrales Instrument zur Umsetzung der Grünlanddeklaration. Ziel ist es, den Schutz der Salzburger Landschaft nicht nur festzuschreiben, sondern aktiv weiterzuentwickeln und zu fördern. Dazu stehen jährlich 100.000 Euro bereit.
„Die Grünlanddeklaration ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Rahmen für unsere Stadtentwicklung – mit klaren Regeln und Instrumenten wie dem Grünlandfonds. Sie wurde über die Jahre weiterentwickelt, ins Stadtrecht aufgenommen, ins REK integriert und enthält ein klares Regelwerk – inklusive des Grünlandfonds. Dieses Instrument wurde in den letzten Jahren nicht in dem Ausmaß genutzt, das notwendig gewesen wäre. Genau das holen wir jetzt nach. Wir reaktivieren den Fonds und setzen damit einen wichtigen Teil der Deklaration konsequent um.“, betont Planungsstadträtin Anna Schiester
Der Grünlandfonds dient der Sicherstellung der aktiven Grünlandpflege sowie der Erhaltung und Entwicklung des Grünlandes. Er geht direkt auf die Deklaration „Geschütztes Grünland“ zurück, mit der die Stadt bereits 1985 klare Leitlinien für den Umgang mit ihren Freiräumen festgelegt hat. Gleichzeitig wurde schon damals die Landwirtschaft als zentrale Partnerin für Pflege und Erhalt anerkannt.
Mit der Weiterentwicklung der Deklaration wurde der Fonds bewusst als Instrument geschaffen, um Maßnahmen in den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz, landwirtschaftliche Nutzung und Erholung zusammenzuführen und umzusetzen.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen umgesetzte Projekte wie die Surfwelle am Almkanal oder die Gemeinschaftsgärten in Liefering. Sie stehen exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die ökologische Qualität und Nutzung für die Bevölkerung verbindet.
Künftig wird der Grünlandfonds wieder gezielt dort eingesetzt, wo bestehende Förderinstrumente nicht ausreichen. Im Fokus stehen:
- Natur und Landschaft: Renaturierung, Naturschutzprojekte, Förderung der Biodiversität sowie Sicherung ökologisch wertvoller Flächen
- Mensch und Landschaft: bessere Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Grünräumen durch Wege, Aufenthaltsorte und Gewässerzugänge
So sollen konkret in nächster Zeit
- eine abschnittsweise Ergänzung des Geschützten Landschaftsteils „Kopfweiden am Almkanal“,
- eine Erweiterung der notwendigen Fischaufstiegshilfe bei Fisslthalerwehr um Naherholungs-Bereiche und
- ein Naturlehrpfad am Kapuzinerberg, als Ergänzung zum geplanten Quartiersdialog im Welterbe im Bereich der Steingasse,
umgesetzt werden.
Der Grünlandfonds wird in der Magistratsabteilung 5 in Absprache mit dem Ressort koordiniert.
Über die Verwendung und Vergabe der Mittel entscheidet künftig ein Gremium bestehend aus Naturschutz, Stadtplanung und Finanzen/Grundstücke in regelmäßigen Sitzungen.
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