Vom Radwege-Bauleiter zum neuen Fahrradkoordinator

Markus Huber ist ab April die zentrale Ansprechperson für die Themen Radfahren und Zufußgehen in der Stadt Salzburg – und bringt dafür jahrzehntelange Erfahrung direkt von der Straße mit.
31.03.2026
Langjähriger Einsatz für aktive Mobilität
Markus Huber (links) und Bgm.-Stv. Kay-Michael Dankl beim Lokalaugenschein im Februar in der Scherenbrandtnerhofstraße nach den Verbesserungsarbeiten der Fahrradstraße. Die Maßnahme steht beispielhaft für den langjährigen Fokus der Stadt Salzburg auf aktive Mobilität sowie auf sichere und attraktive Verbindungen für Radfahrer:innen und zu Fuß Gehende.

Nach 30 Jahren im Magistrat und meiner Arbeit in mehreren Dienststellen weiß ich, warum manche Dinge möglich sind, andere bisher nicht umgesetzt wurden und wir neue Wege gehen können. Ich freue mich, als Koordinator für aktive Mobilität für Fuß- und Radverkehr vieles in der Stadt möglich zu machen“, sagt Huber.

In seiner neuen Funktion als Koordinator für aktive Mobilität in der Bauabteilung übernimmt Markus Huber eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Fuß- und Radverkehrs in Salzburg. Er folgt Samuel Felbermair nach, der in die Koordination des öffentlichen Verkehrs wechselt. Ein Schwerpunkt der Arbeit als Fahrradkoordinator liegt in der Abstimmung zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren – innerhalb der Stadtverwaltung ebenso wie mit Bürgerinnen und Bürgern, Bund, Land, Nachbargemeinden und Interessenvertretungen wie der Radlobby oder Behindertenorganisationen.

Huber hat als Bauleiter im Straßen- und Brückenamt viele Projekte begleitet und umgesetzt. Dazu zählen zuletzt neue Radwege am Hohen Weg, an der Schallmooser Hauptstraße und an der Franz-Josef-Straße. Als Koordinator für aktive Mobilität für Fuß- und Radverkehr wird er seitens der Stadt am Bike-Sharing-Projekt „S-Bike“ mitarbeiten, Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr koordinieren und die Umsetzung der Radstrategie vorantreiben. 

Ich freue mich sehr, mit Markus Huber einen leidenschaftlichen Radfahrer und erfahrenen Mitarbeiter für die Stelle zu gewinnen. Er hat schon früher viele Aufgaben des Fahrradkoordinators interimistisch übernommen, als die Stelle vor einigen Jahren abgeschafft wurde. Als Radbauleiter kennt er die Stellen, die im Radwegenetz verbessert gehören“, sagt der für den Radwegebau zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.

Die für Verkehrs- und Radwegplanung zuständige Stadträtin Anna Schiester sagt:
Mit Markus Huber übernimmt jemand diese Aufgabe, der unsere Stadt von der Baustelle, aus dem Alltag und aus vielen anderen Perspektiven kennt. Genau das brauchen wir jetzt, um unsere Ziele beim Radverkehr zu erreichen. Aktive Mobilität heißt für uns: zu Fuß gehen und Radfahren sicher und selbstverständlich machen. Als Koordinator bringt er die richtigen Leute zusammen und sorgt dafür, dass aus guten Ideen konkrete Verbesserungen für die Salzburger:innen werden.

Wechsel in der Koordination
Huber folgt in dieser Funktion auf Samuel Felbermair, der in das Amt für Stadtplanung und Verkehr wechselt. „Dort ist eine Stelle im Bereich Öffentlicher Verkehr freigeworden, bei der ich meine Fachkenntnisse als Verkehrsplaner und Berufserfahrung aus vier Jahren Tätigkeit beim Salzburger Verkehrsverbund optimal für die Belange der Stadt Salzburg einbringen kann. Deswegen der Wechsel, mit einem lachenden und einem weinenden Auge als passionierter Radfahrer – weiterhin wird mir die Verbindung von öffentlichem Verkehr und aktiver Mobilität ein großes Anliegen sein und die geknüpften Kontakte in verschiedenen Abteilungen von großem Vorteil. Ich möchte mich bei den Kolleg:innen in der Baudirektion für die herzliche Aufnahme bedanken“, so Felbermair.

Persönliche Motivation
Auch privat lebt Markus Huber das, wofür er beruflich steht: Er ist am liebsten zu Fuß, mit dem Fahrrad und als Pendler mit der Bahn unterwegs. Vor rund zehn Jahren hat er etwa 50 Kilogramm abgenommen – ein Antrieb, Bewegung dauerhaft in seinen Alltag zu integrieren. „Aktive Mobilität bedeutet für mich Lebensqualität und Gesundheit. Meine täglichen Wege lege ich bewusst zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück“, sagt Huber.

Der Werdegang: 30 Jahre Magistrat
Im Jahr 1996 begann Markus Huber – ursprünglich gelernter Bürokaufmann – im Magistrat bei der MA 6 als Kraftfahrer in der Straßenreinigung zu arbeiten. Mit Kehrmaschinen, Wasserwagen und einem kleinen Schneepflug war er zunächst vor allem in der Altstadt auf Gehsteigen und Radwegen im Einsatz.
Nach einem Jahr wechselte er in die Straßenbauregie, wo er sechs Jahre lang unter anderem für Asphaltierungen, Pflasterungen, Winterdienst und Entwässerung zuständig war. 2002 absolvierte er die Facharbeiteraufstiegsprüfung zum Straßenerhaltungsfachmann und wurde anschließend Straßenmeister für das Kataster. In dieser Funktion war er für Brückenprüfungen, Mitwirkung bei der Planung, Organisation und Umsetzung von Reinigung und Winterdienst, die Erfassung und Verwaltung von Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen in digitalen Systemen (GIS) zuständig und wirkte am Vorprojekt von „Salzburg Direkt“ mit.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit holte Huber 2008 die Abendmatura nach und absolvierte mehrere Dienstrechtsprüfungen. Es folgte ein Wechsel in die Rechtsvertretung der Kinder- und Jugendhilfe, wo er bis 2020 als Sachbearbeiter tätig war. Dort befasste er sich unter anderem mit der Feststellung von Vaterschaften sowie Unterhaltsangelegenheiten. Ergänzend absolvierte er Kommunikations- und Deeskalationstrainings und war am Projekt „Klare Worte“ beteiligt.

2020 kehrte Huber in die MA 6 zurück und übernahm die Funktion des Projekt- und Bauleiters für die Radwege der Stadt Salzburg. Die Ausbildung zum Bauleiter an der BAU-Akademie schloss er vor drei Jahren erfolgreich ab.

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