Planungsausschuss: Neues Gestaltungskonzept für Makartplatz beschlossen
Begegnungszone, mehr Aufenthaltsqualität und neue Verkehrsorganisation – auch Flächenwidmung in Liefering behandeltDer Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Salzburg hat sich am Donnerstag, 5. November 2026, mit der künftigen Gestaltung des Makartplatzes beschäftigt. Im Mittelpunkt standen ein neues Gestaltungskonzept, die geplante Einrichtung einer Begegnungszone und die langfristige Neuorganisation des Verkehrs. Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf eine Flächenwidmungsänderung in Liefering.
Makartplatz: Mehr Raum für Aufenthalt und Begegnung
Die laufende Kanalsanierung bietet die Gelegenheit, den historisch bedeutenden Makartplatz auch oberirdisch neu zu gestalten. Ziel ist es, den heute stark vom Verkehr geprägten Platz zu einem besser nutzbaren öffentlichen Raum weiterzuentwickeln. Das Gestaltungskonzept sieht vor, die zentrale Grünfläche zu öffnen und besser zugänglich zu machen. Die bestehende Hecke und die Konglomeratmauer sollen entfernt, der Baumbestand erhalten und durch zusätzliche Bepflanzung ergänzt werden. Neue Wege, Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsbereiche sollen die Nutzung des Platzes verbessern. Die Skulptur „Caldera“ bleibt an ihrem Standort. Auch die Verkehrsflächen sollen durch eine weitgehend niveaugleiche Gestaltung und einheitliche Materialien stärker in den Platz integriert werden. Barrierefreiheit und die Anforderungen des öffentlichen Verkehrs sind dabei zu berücksichtigen.
Begegnungszone in zwei Schritten
In einer ersten Ausbauphase ist eine Begegnungszone zwischen Schwarzstraße und Dreifaltigkeitsgasse vorgesehen. Die Bushaltestelle in der Theatergasse bleibt zunächst bestehen. Laut Verkehrsuntersuchung ist diese Variante ohne wesentliche Beeinträchtigungen des Verkehrsablaufs umsetzbar.
Langfristig könnte die Bushaltestelle auf den Makartplatz verlegt und die Theatergasse zur Fußgängerzone werden. Voraussetzung dafür ist allerdings eine weitere Reduktion des motorisierten Individualverkehrs. Unter den derzeitigen Verkehrsbedingungen wird dieser Endausbau noch nicht empfohlen. Die Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung beurteilt das Konzept grundsätzlich positiv, regt aber unter anderem mehr Grünflächen und eine vertiefte Detailplanung an. Konkrete Kosten liegen noch nicht vor. Diese werden erst im Zuge der Detailplanung ermittelt und anschließend dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Der Amtsbericht wurde gegen ÖVP und FPÖ beschlossen.
Liefering: Flächenwidmung für Lagerhalle
Ein weiterer Amtsbericht betraf die geplante Umwidmung einer rund 3.000 Quadratmeter großen Fläche an der Franz-Sauer-Straße in Liefering. Ein ansässiges Bauunternehmen möchte den bereits bestehenden Lagerplatz um eine Lagerhalle erweitern. Vorgesehen sind eine Widmung als Gewerbegebiet und eine maximale Bauhöhe von zwölf Metern. Der Amtsbericht wurde einstimmig angenommen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.
InfoZ