Rechnungsabschluss 2025: Stadt Salzburg steht auf soliden Beinen und investiert mit Augenmaß

Bgm. Bernhard Auinger: Halten stabilen Kurs und fahren weiter auf Sicht
23.04.2026
Stellten Rechnungsabschluss vor:
v.l.: Finanzdirektor Alexander Molnar und Bürgermeister Bernhard Auinger

Der Rechnungsabschluss 2025 fällt deutlich besser aus als im Voranschlag vorgesehen. Der Saldo (Einnahmen/Ausgaben) der voranschlagswirksamen Gebarung verbessert sich auf minus 23 Millionen Euro. Gleichzeitig bleibt das operative Ergebnis mit plus 57 Millionen Euro klar positiv. Damit kann die Stadt Salzburg ihre laufenden Aufgaben weiterhin aus eigener Kraft finanzieren und wichtige Zukunftsinvestitionen absichern.

Dazu sagt Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ): „Wir halten unseren Kurs, fahren weiter auf Sicht und kommen ohne neue Schulden aus. Der finanzielle Spielraum wird durch die anstehenden Groß-Investitionen aber enger. Die Zeit der Überschüsse ist vorbei. Und auch die liquiden Mittel reichen nicht endlos. Daher sind wir rechtzeitig auf die Bremse gestiegen, um Infrastruktur, Bildung, Mobilität und soziale Angebote für die Menschen zu sichern.“

Der städtische Finanzdirektor Alexander Molnar betont: „Besonders wichtig ist das Ergebnis der operativen Gebarung. Erfreulicherweise steht hier im Rechnungsabschluss 2025 ein Plus von 57 Millionen Euro. Das zeigt, dass die laufenden Auszahlungen unter anderem für Personal, Energie, soziale Leistungen sowie Kinderbetreuung und Schulerhaltung weiterhin aus den laufenden Einzahlungen gedeckt werden konnten. Dieser positive Saldo 1 ist entscheidend, damit die Stadt auch künftig Spielraum für Investitionen behält.“

Stabile Steuerung in schwierigem Umfeld

Die Stadt Salzburg hat 2025 dort investiert, wo es notwendig war. Und dort gespart, wo es möglich und vertretbar war. Diese klare Priorisierung hat geholfen, auf Kostenentwicklungen rechtzeitig zu reagieren und den finanziellen Spielraum zu sichern. Die Stadt bleibt damit auch in einem anspruchsvollen Umfeld handlungsfähig.

Verlässlicher Partner im Förderwesen

Durch eine strikte Budgetrahmenvorgabe, die alle Förderbereiche – Kultur, Soziales, Sport und Bildung – umfasste, konnten Kürzungen verhindert werden. Anpassungen gab es nahezu ausschließlich bei den mittelfristigen Fördervereinbarungen, die vertraglich fixiert sind. Die budgetäre Situation wurde den Einrichtungen im Vorfeld transparent erläutert, da eine offene und ehrliche Kommunikation hier besonders wichtig ist. So konnte die Stadt Salzburg auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen ein verlässlicher und stabiler Partner im Förderwesen bleiben.

Höhere Einzahlungen und geringere Auszahlungen

Zu dieser Verbesserung haben vor allem höhere Einzahlungen beigetragen. Im Vergleich zum Voranschlag verzeichnete die Stadt um 11 Millionen Euro höhere Ertragsanteile, um 11 Millionen Euro mehr Dividende der Salzburg AG, um 9 Millionen Euro mehr Transfers des Landes Salzburg sowie rund 3 Millionen Euro mehr aus Zinserträgen. Gleichzeitig fielen wichtige Auszahlungen niedriger aus, unter anderem um 14 Millionen Euro bei der SIG.

Investitionen mit Augenmaß

Im Projekthaushalt waren für 2025 Auszahlungen von 125 Millionen Euro vorgesehen. Tatsächlich wurden 111 Millionen Euro ausbezahlt. Das zeigt, dass die Stadt weiter investiert hat, aber mit Augenmaß und klarer Prioritätensetzung. Dieser Kurs hilft, wichtige Vorhaben abzusichern und gleichzeitig die finanzielle Stabilität zu wahren.

Ausreichende Liquidität

Die liquiden Mittel lagen Ende 2025 bei 148 Millionen Euro. Die Finanzschulden beliefen sich gleichzeitig auf 12 Millionen Euro und lagen damit unter dem Vorjahreswert. Für 2025 waren die vorhandenen Mittel also noch ausreichend. Ziel bleibt, eine Neuverschuldung so lange wie möglich hinauszuzögern.

Zeit der Überschüsse ist vorbei

Gleichzeitig zeigt der Blick auf die vergangenen Jahre, dass sich die finanzielle Lage verändert hat. Nach positiven Abschlüssen in den Jahren davor schloss 2024 mit minus 6 Millionen Euro, 2025 liegt der Saldo der voranschlagswirksamen Gebarung nun bei minus 23 Millionen Euro. Die Stadt ist weiterhin stabil aufgestellt, die Spielräume werden aber enger. Umso wichtiger bleibt ein verantwortungsvoller Kurs bei Ausgaben und Investitionen.

Ausblick auf 2026

Der Voranschlag 2026 weist derzeit einen Abgang von rund 85 Millionen Euro aus. Um das operative Ergebnis positiv zu halten, versucht die Stadt auch Einnahmen zu steigern, wie zum Beispiel mit der Erhöhung der Parkgebühren. Durch diese werden voraussichtlich rund 750.000 Euro Mehreinzahlungen für das Jahr 2026 lukriert. Im Projekthaushalt 2026 sind Auszahlungen von 111 Millionen Euro vorgesehen. Gleichzeitig sind zahlreiche wichtige Vorhaben geplant, darunter Mittel für die Festspiele (10 Mio.), für die VS Nonntal (7,5 Mio.) und VS Lehen (7 Mio.), für Museen (4,9 Mio.), für Grundstücksankäufe (3 Mio.), für Softwareerneuerungen in Personal und Finanzen (2,5 Mio.), für Fahrzeuge von Feuerwehr (0,9 Mio.) und Abfallwirtschaftsservice (0,9 Mio.) sowie für die Sanierung des Kongresshauses (1,5 Mio.). Offen bleibt, wie sich Ertragsanteile und Energiepreise im Laufe des Jahres entwickeln. Der Rechnungsabschluss 2025 ist daher auch eine wichtige Grundlage für die weitere Budgetsteuerung im Jahr 2026.

Karl Schupfer