Stadtarchiv Salzburg unterzeichnet gemeinsame Deklaration zum Schutz von Kulturgut
Archive, Bibliotheken und Museen vertiefen ihre Zusammenarbeit - Unterzeichnung am 9. Juni im Rahmen der Tage der Archive
(v.l.n.r.: Thomas Mitterecker (Archivleiter Archiv der Erzdiözese Salzburg), Constanze Wimmer (Rektorin Universität Mozarteum Salzburg), Michaela Rückl (Vizerektorin für Lehre und Studierende, Universität Salzburg), Sabine Veits-Falk (Leiterin Stadtarchiv und Statistik, Stadt Salzburg), Martin Hochleitner (Direktor Salzburg Museum)
Die Salzburger Archive, Bibliotheken und Museen setzen ein gemeinsames Zeichen für den Schutz des kulturellen Erbes der Stadt und des Landes Salzburg. Mit der „Salzburger Deklaration der Archive, Bibliotheken und Museen zur Sicherung des Kulturguts in den jeweiligen Institutionen“ bekennen sich zentrale Gedächtniseinrichtungen zu enger Zusammenarbeit, fachlichem Austausch und gegenseitiger Unterstützung im Schadensfall.
„Wenn Archive, Bibliotheken und Museen ihre Kräfte bündeln, sichern sie weit mehr als Bestände – sie bewahren das Gedächtnis unserer Stadt. Die Salzburger Deklaration stärkt dieses gemeinsame Verantwortungsbewusstsein und zeigt, wie wichtig verlässliche Partnerschaften für den Schutz unseres Kulturerbes sind“, so Bürgermeister Bernhard Auinger.
Stadtarchiv-Leiterin Sabine Veits-Falk unterzeichnete die Deklaration am Dienstag, 9. Juni 2026, um 13 Uhr im Archiv der Erzdiözese Salzburg, Kapitelplatz 3. Der Termin fand im Rahmen der Tage der Archive statt, die heuer von 8. bis 12. Juni unter dem Motto „kunst*voll“ stehen.
Leiterin Haus der Stadtgeschichte Sabine Veits-Falk betont: „Die Deklaration ist nicht nur ein gemeinsames Bekenntnis der unterzeichnenden Institutionen, mit großem Verantwortungsbewusstsein und Engagement das kulturelle Erbe der Stadt zu pflegen und zu schützen, sondern es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir uns im Fall einer Katastrophe oder Notlage gegenseitig bei der Bewahrung unserer Kulturgüter unterstützen.“
Gemeinsame Verantwortung für Salzburgs Kulturgut
In Archiven, Bibliotheken und Museen werden Bestände, Sammlungen und Objekte bewahrt, die für die Geschichte und Identität Salzburgs von zentraler Bedeutung sind. Dazu zählen Urkunden, Handschriften, Bücher, Fotos, Kunstwerke, Verwaltungsunterlagen und viele weitere Quellen, die das kulturelle Gedächtnis Salzburgs sichern.
Mit der Deklaration verpflichten sich die unterzeichnenden Institutionen dazu, ihre Zusammenarbeit beim Schutz dieser Kulturgüter weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt stehen Prävention, fachlicher Austausch und gegenseitige Hilfe. Konkret geht es um den Transfer zur Vorbeugung und Vermeidung von Schäden, laufenden Informations- und Erfahrungsaustausch, die Weitergabe von Best-Practice-Modellen, die Optimierung von Vorsorgeregelungen sowie Unterstützung im Anlassfall – jeweils nach Maßgabe der Möglichkeiten der beteiligten Einrichtungen.
„Kulturgut zu bewahren bedeutet, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Die Deklaration stärkt die Zusammenarbeit jener Einrichtungen, die das historische Gedächtnis Salzburgs sichern und zugänglich machen“, betont Stadtarchiv-Leiterin Sabine Veits-Falk.
Breites Bündnis Salzburger Gedächtniseinrichtungen
An der „Salzburger Deklaration“ beteiligen sich die Erzabtei St. Peter, das Archiv der Erzdiözese Salzburg, das Archiv der Universität Mozarteum, das Dommuseum Salzburg, das Salzburg Museum, das Salzburger Landesarchiv, das Stadtarchiv Salzburg sowie das Universitätsarchiv Salzburg.
Der erste Unterzeichnungstermin fand bereits am 22. Mai statt. Mit der Unterzeichnung durch das Stadtarchiv am 9. Juni wird das gemeinsame Bekenntnis im Rahmen der Tage der Archive nochmals sichtbar gemacht.
Tage der Archive: Einblick in Salzburgs Gedächtnis
Die Unterzeichnung ist Teil der diesjährigen Tage der Archive, die von 8. bis 12. Juni 2026 unter dem Motto „kunst*voll“ stattfinden. Die teilnehmenden Archive geben dabei Einblicke in ihre Bestände, Depots und Arbeitsweisen. Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Programm mit Führungen, Workshops, Ausstellungen und Präsentationen. Im Mittelpunkt steht heuer die Frage, wie kunstvoll historische Dokumente, Bücher, Urkunden und Alltagsobjekte gestaltet wurden – und welche Geschichten sie über Salzburg erzählen.
Lapuch Laura BA