Städtische Betriebe und Abfallservice – Bilanz 2025 und Vorhaben 2026

09.03.2026
Bilanz und Ausblick
v.l.n.r.: Jürgen Wulff-Gegenbaur (Amtsleiter Abfallservice), Roland Oberhauser (Amtsleiter Städtische Betriebe), Florian Kreibich (Bürgermeister-Stellvertreter), Stefanie Kritzer (Abteilungsvorständin Betriebe), Laura Boldizsar (Nachhaltigkeitsmanagement Abt. 7, Klimabewusste Stadt)

Städtische Betriebe und Abfallservice – Bilanz 2025 und Vorhaben 2026

Ob Müllentsorgung, Eisarena oder Freibäder: Das Abfallservice und die Städtischen Betriebe sichern zentrale Leistungen, auf die Salzburg tagtäglich angewiesen ist. Sie halten die Stadt am Laufen und tragen dazu bei, dass sich Bewohner:innen hier wohl und gut versorgt fühlen. Gleichzeitig arbeitet die Abteilung 7 konsequent daran, diese Services ressourcenschonend weiterzuentwickeln – heute und für kommende Generationen.

„Unsere städtischen Betriebe und das Abfallservice sorgen jeden Tag dafür, dass Salzburg im Alltag funktioniert und Angebote für die Bevölkerung bereitstehen – von der Müllabfuhr bis zu unseren Bädern und Sportanlagen. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Leistungen konsequent weiter: mit mehr Kreislaufwirtschaft, klimafreundlicher Infrastruktur und modernen Services für die Salzburgerinnen und Salzburger“, so Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich.

Abteilung 7 / Betriebe - stärkt Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Der Gemeinderat hat im Herbst 2025 den Klimafahrplan 2040 beschlossen: Bis 2040 will die Stadt Salzburg klimaneutral sein. Die Abteilung 7 ist dabei eine zentrale Partner:in in der Umsetzung – denn gerade in den Bereichen Betriebe, Infrastruktur und Services liegen große Hebel für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Seit Dezember 2025 ist Laura Boldizsar, ausgebildete Umwelt- und Bioressourcenmanagerin, als Nachhaltigkeitsmanagerin der Abteilung 7 tätig und stärkt das Projekt „Klimabewusste Stadt“. Im ersten Jahr liegt der Fokus auf der notwendigen Grundlagenarbeit: Daten erheben, Prozesse verbessern und klare Standards schaffen. Für 2026 sind drei Schwerpunkte geplant. Es wird eine Treibhausgasbilanz für die Abteilung 7 erstellt, um Emissionen transparent zu machen und Prioritäten für wirksame Reduktionen zu setzen. Weiters wird ein neues Kreislaufwirtschaftskonzept erarbeitet, das Wiederverwendung, Reparatur und hochwertige Verwertung in Zusammenarbeit mit den Abfallberatern stärker verankert. Zudem rückt die nachhaltige Beschaffung in den Mittelpunkt: Kriterien für Klimaschutz, Langlebigkeit und Ressourcenschonung sollen künftig in Ausschreibungen und Einkaufsentscheidungen konsequent mitgedacht werden.

„Die Betriebe der Stadt Salzburg haben auch im Jahr 2025 wieder einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger geleistet – mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern in unseren Freizeitbetrieben sowie verlässlichen Dienstleistungen für eine saubere Stadt. Gleichzeitig haben wir begonnen, einen besonderen Fokus auf unser Nachhaltigkeitsmanagement zu legen. Nachhaltigkeit ist für uns eine wichtige Komponente und wird für die Zukunft unserer lebenswerten Stadt immer wichtiger“, betont Stefanie Kritzer, Abteilungsvorständin Abt. 7.

Abfallbilanz 2025: leichte Entlastung
Die Stadt-Salzburger:innen produzierten im Jahr 2025 insgesamt 78.137 Tonnen Abfall. Das ist ein Minus von 2,4 Prozent oder 1.915 Tonnen im Vergleich zu 2024. Pro Kopf (ohne Nebenwohnsitze und Übernachtungen) gerechnet sind das 493 Kilogramm, davon trennten die Salzburger:innen 50 Prozent und ermöglichten dadurch die weitere Nutzung dieser Stoffe. Die Trennmoral blieb damit im Vergleich zu 2024 unverändert, hier besteht weiterhin Potenzial.

„Die Abfallmenge in der Stadt Salzburg bewegt sich seit mehreren Jahren relativ stabil zwischen etwa 76.000 und 81.000 Tonnen und ist bei Betrachtung über mehrere Jahre tendenziell leicht rückläufig. Nach einem hohen Jahr 2024 sind die Mengen 2025 wieder gesunken. Damit liegt die Stadt wieder im mehrjährigen Durchschnitt. Die Abfallmengen unterliegen zahlreichen externen Einflussfaktoren, insbesondere der wirtschaftlichen Entwicklung, der Bautätigkeit, der Witterung – etwa bei Gartenabfällen – sowie gesetzlichen Änderungen“, informiert Jürgen Wulff-Gegenbaur, Leiter des Städtischen Abfallservice.

Die städtische Abfuhrflotte – insgesamt 45 Fahrzeuge – legte bei der Sammlung von Rest-, Bio-, Leichtverpackungsmüll sowie Sperrmüll im vergangenen Jahr 444.141 km (2024: 455.200 km) zurück, das sind rund elf Erdumrundungen.

Die Restabfallmengen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent gesunken. 32.109 Tonnen (2024: 33.010 Tonnen) landeten in den schwarzen Tonnen für Restmüll. Pro Kopf produzierte jede:r Salzburger:in somit 202 Kilogramm Restmüll. Ebenso gesunken ist die Bioabfall-Menge: 2025 wurden 13.198 Tonnen erfasst, das entspricht 83,3 Kilogramm pro Einwohner:in (2024: 13.563 Tonnen). Hinzu kommen sperrige Gartenabfälle mit 1.178 Tonnen (ein Minus von 90 Tonnen) und 138 Tonnen (2024: 100 Tonnen) Laub und Mähgut für die Kompostieranlage der Salzburger Abfallbeseitigung.

Pfandsystem zeigt erste Effekte
Die Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen erfolgt in der Stadt Salzburg über gelbe Tonnen beziehungsweise gelbe Säcke. Mit 1. Jänner 2025 wurde österreichweit ein flächendeckendes Einwegpfand auf Kunststoffflaschen und Metalldosen eingeführt. Im ersten Halbjahr blieben die Auswirkungen auf die Sammlung vergleichsweise gering, da noch Flaschen ohne Pfand im Handel waren und verkauft wurden. Während im Jahr 2024 insgesamt 2.007 Tonnen gesammelt wurden, lag die Sammelmenge im Jahr 2025 bei 1.921 Tonnen und damit nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die erfasste Menge ist um 4,3 Prozent gesunken. Pro Einwohner:in und Jahr bedeutet das für das Jahr 2025 12,1 Kilogramm (2024: 12,7 kg) getrennt erfasste Leicht- und Metallverpackungen). Ein leichtes Minus von 3,6 Prozent verzeichnete auch die Altglassammlung – 3.691 Tonnen oder 23,3 kg pro Einwohner:in (2024: 3.829 Tonnen oder 24,2 kg pro Einwohner:in).

Altpapier und Karton
Für die Sammlung von Altpapier und Karton stehen sowohl Abfallbehälter auf öffentlichem Grund als auch auf Privatgrund zur Verfügung. Die Salzburger:innen sammelten 2025 8.337 Tonnen (52,7 kg pro Einwohner:in) und somit um 371 Tonnen weniger als im Jahr zuvor (2024: 8.708 Tonnen oder 55,1 kg pro Einwohner:in). Mit dem am Recyclinghof erfassten Papier und Karton ist die Sammelmenge insgesamt mit 10.061 Tonnen gegenüber dem Vorjahr (10.328 Tonnen) um 267 Tonnen gesunken. Während der Online-Handel boomt und somit Karton weiterhin in großen Mengen gesammelt wird, sinkt der Anteil an Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen kontinuierlich.

Alttextilien: europaweit unter Druck
Die Sammlung von Alttextilien gerät zunehmend unter Druck. Ursache ist die angespannte Lage am internationalen Markt: Wiederverwertungsquoten sinken, Entsorgungskosten steigen und das Konsumverhalten verändert sich strukturell. Der anhaltende Fast-Fashion-Trend führt zudem zu geringerer Materialqualität und kürzeren Nutzungsdauern – damit wird ein größerer Anteil der gesammelten Textilien schwerer verwertbar. Europaweit ziehen sich daher immer mehr Sammler aus der Sammlung zurück oder reduzieren bestehende Systeme. In der Stadt Salzburg wird die Alttextilien-Sammlung im Auftrag der Stadt weiterhin von gemeinnützigen Einrichtungen durchgeführt. Die Sammelmenge ist 2025 mit 862 Tonnen (5,4 kg pro Einwohner:in) im Vergleich zu 2024 (852 Tonnen) leicht gestiegen.

Problemstoffe – Lithium Batterie
Die Sammlung von Problemstoffen ist beim Recyclinghof und bei der mobilen Sammelstelle vor dem Schloss Mirabell möglich. Die Salzburger:innen nutzten das Angebot und sammelten 2025 insgesamt 78 Tonnen (2024: 92 Tonnen). 2024 wurden insgesamt 2.354 Kilogramm Lithium-Batterien gesammelt. 2025 stieg die Menge auf 3.227 Kilogramm – das sind 873 Kilogramm mehr als im Vorjahr. „Dass wir mehr Lithiumbatterien sammeln, hängt vor allem mit dem starken Zuwachs an Akkugeräten im Alltag zusammen. Vom Werkzeug bis zum E-Bike steckt heute fast überall ein Lithium-Akku“, so Jürgen Wulff-Gegenbaur. Lithium-Akkus dürfen auf keinen Fall im Restmüll entsorgt werden. Bereits kleine Beschädigungen können zu Kurzschlüssen führen und Brände auslösen – etwa in Müllfahrzeugen, Sammelanlagen oder Recyclingbetrieben. Aus Sicherheitsgründen müssen Lithiumbatterien daher immer getrennt gesammelt und bei den vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden.

Recyclinghof Maxglan – 10.765 Tonnen Sammelgut
Der Recyclinghof Maxglan wird nach Umbau und Erweiterung (2023) bestens angenommen. Ob alte Couch oder Computer, die Salzburger:innen wissen, wo sie ihre ausgedienten Dinge abgeben können. 2025 brachten 166.608 Kund:innen rund 10.765 Tonnen Sammelgut nach Maxglan. Damit ist die abgegebene Menge gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gesunken.

Elf Mitarbeiter übernehmen von Montag bis Samstag rund 50 verschiedene Arten von Abfall und sorgen dafür, dass dieser sortiert und professionell entsorgt wird.

Kategorien in Vergleich 
Kartonagen und Papier: 2025: 1.053 (2024: 900) 
Altholz: 2025: 2.952 (2024: 3.051)
Bauschutt: 2025: 1.358 (2024: 1.386)
Eisenschrott, Blech: 2025: 610 (2024: 537)


Pro Jahr besteht pro Liegenschaft Anspruch auf eine Sperrmüll-Abholung. Die Mengengrenze liegt bei 6 m³ je Liegenschaft. Für größere Wohnanlagen werden dafür eigene Termine vergeben. Vor Ort werden die sperrigen Abfälle in drei Fraktionen getrennt. Insgesamt wurden 1.009 Tonnen erfasst (2024: 933 Tonnen). Davon wurden 345 Tonnen Altholz und 200 Tonnen Altmetall getrennt erfasst und verwertet (2024: 332 Tonnen Altholz und 176 Tonnen Altmetall). Die Mengen an Altholz und Sperrmüll sind weiterhin gestiegen.

Mülltrennen und Müllvermeiden kinderleicht
Mit einer eigenen Informationsoffensive bringt das Abfallservice seit Anfang 2024 Abfalltrennung und Abfallvermeidung direkt in den Alltag von Kindern und Jugendlichen – praxisnah, verständlich und mit viel Gelegenheit zum Mitmachen. Das Interesse bleibt hoch: Von 1. Jänner bis 31. Dezember 2025 wurden insgesamt 115 Schulungen durchgeführt. Insgesamt nahmen 2.560 Personen teil. Davon waren 2.225 Kinder und Jugendliche sowie 335 Erwachsene – darunter Lehrkräfte, Begleitpersonen und Teilnehmer:innen aus der Erwachsenenbildung.

Das Angebot erreichte viele Bildungseinrichtungen in der Stadt: Sechs Kindergartengruppen und 56 Volksschulklassen waren dabei. In 35 Mittelschulklassen und polytechnischen Schulklassen wurde ebenso trainiert, wie Müll richtig getrennt und möglichst vermieden wird. Auch acht Klassen höherer Schulen nutzten das Programm. Ergänzend fanden Schulungen in sechs Erwachsenenbildungseinrichtungen statt. Weitere vier Termine wurden für sonstige Einrichtungen wie Horte oder Sonderschulen angeboten. So zeigt sich: Abfallwissen kommt an – und wird in Salzburg Schritt für Schritt zur Selbstverständlichkeit.

Digitale Services stark genutzt
Ob Abfuhrtermine, die passende Tonne oder die Anmeldung zur Sperrabfall-Abholung: Das Digitale Abfallservice liefert für viele Anliegen rasch Antworten – und wird von Salzburger:innen gerne genutzt. Über den Online-Abfallkalender lassen sich die Abfuhrtermine für Restabfall, Bioabfall, Leicht- und Metallverpackungen sowie Altpapier bequem digital abrufen und als PDF, CSV oder Kalenderexport herunterladen. Mit dem „Müll 1x1“ können Nutzer:innen unterschiedliche Tonnengrößen und Abholintervalle durchspielen und berechnen, wie sich durch besseres Trennen Kosten sparen. Die Online-Trennhilfe wurde zudem aktualisiert und an die Rahmenbedingungen des neuen Pfandsystems angepasst: Mit wenigen Klicks führt sie zur richtigen Entsorgung, unterstützt durch Bilder und kompakte Hintergrundinfos.

Städtische Betriebe
Bäder 2025: Wetterbedingter Rückgang, insgesamt dennoch solide Nutzung

Mitte April öffnete das AYA-Freibad und lockte dank frühsommerlicher Temperaturen besonders viele Gäste an. Im Juni setzte sich der Besucher:innenansturm fort. Im Juli und in großen Teilen des Augusts sorgten Regen und wechselhaftes Wetter jedoch für einen deutlichen Einbruch, der sich unmittelbar in den Besucher:innenzahlen widerspiegelte. In Summe verzeichneten die städtischen Bäder 177.541 Besucher:innen. Damit liegt das Ergebnis um 30.224 Gäste bzw. rund 14 Prozent unter 2024 (207.765). Ausschlaggebend waren die anhaltenden Regenperioden im Hochsommer.

„Die Saison hat gezeigt: Wenn das Wetter passt, sind die Freibäder unverzichtbare Freizeiteinrichtungen mitten in der Stadt. Trotz der widrigen Bedingungen sind wir mit dem Ergebnis zufrieden und sehen, wie sehr die Salzburgerinnen und Salzburgerinnen und Salzburger ihre Bäder schätzen“, so Roland Oberhauser, Leiter der Städtischen Betriebe.

Freibadsaison 2026: Starttermine, Vorverkauf und Bonusaktion
Die Freibadsaison 2026 startet am 17. April 2026 mit der Öffnung des AYA-Freibads. Am 8. Mai 2026 folgen das Freibad Leopoldskron („Lepi“) und das Freibad Volksgarten („Volksi“). Geplantes Saisonende ist der 20. September 2026. Das AYA-Freibad bleibt darüber hinaus geöffnet, solange die Wetterlage einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht.

Der Vorverkauf für Saisonkarten beginnt am 17. April im AYA-Freibad Bad zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Ab 4. Mai sind Saisonkarten zusätzlich im Volksi und im Lepi erhältlich – dort jeweils täglich von 10 bis 18 Uhr.

Erstmals gibt es heuer eine Bonusaktion: Pro Verkaufsstelle erhalten die ersten 33 Käufer:innen einer Saisonkarte einen Gutschein für einen kostenlosen Eintritt in die Wasserspiele Hellbrunn.

Neu im Lepi: 72 Meter Rutschenspaß mit Lichteffekten und Zeitmessung
Mit Saisonstart wartet im Lepi ein neues Highlight auf alle Badegäste: Die 72 Meter lange Rutsche kombiniert Action und Design. Das obere Drittel bleibt offen, die unteren zwei Drittel werden als Röhrenrutsche ausgeführt – mit Tageslichteffekten, die für besondere Stimmung während der Fahrt sorgen. Für den Extra-Kick sorgt eine Zeitmessung – inklusive Anzeigetafel am Ende der Rutsche. Wer will, kann seine Rutschzeit stoppen und direkt vergleichen.

AYA Hallenbad: weiterhin hohe Auslastung
Das AYA Hallenbad bleibt gut ausgelastet, besonders das Sportbad durch Schul- und Vereinssport. 2025 kamen 92.275 Besucher:innen (2024: 95.009). Der leichte Rückgang hängt auch damit zusammen, dass mit der Wiedereröffnung des Paracelsusbads wieder zusätzliche Kapazitäten in der Stadt zur Verfügung stehen.

Eiszauber im Volksgarten: anhaltend beliebt
Neben der Eisarena bietet der Eiszauber im Volksgarten seit der Eissaison 2020/2021 eine zusätzliche Möglichkeit zum Eislaufen. Der rund 400 Meter lange Rundkurs bleibt auch in seiner sechsten Saison ein Publikumsmagnet: In der Eissaison 2025 nutzten 76.681 Eisläufer:innen das Angebot (2024: 72.678).

Sport- und Freizeitanlagen stark genutzt
Die Sporthalle Alpenstraße und das Sportzentrum Nord sind wichtige Standorte für Schul- und Vereinssport. In der Sporthalle Alpenstraße wurden 2025 insgesamt 53.630 Nutzer:innen gezählt (2024: 54.805). Im Sportzentrum Nord zeigen vor allem die Außenanlagen eine sehr positive Entwicklung: Seit der Neugestaltung stiegen die Nutzungen auf 35.356 (2024: 27.637). Besonders gefragt sind die Beachvolleyball- und Beachsoccerflächen, der Kunstrasenplatz sowie die Stocksportbahnen. Die Halle im Sportzentrum Nord nutzten 24.669 Aktive und Zuseher:innen (2024: 25.315).

 

Infrastrukturprojekte in Vorbereitung

Neues Hallenbad Leopoldskron
Die Machbarkeitsstudie für ein Hallenbad am Standort des Freibads Leopoldskron wird voraussichtlich Ende April 2026 vorliegen. Danach wird ein Grundsatzamtsbericht in die politischen Gremien eingebracht, der die Ergebnisse zusammenfasst und die weitere Vorgangsweise zur Beschlussfassung vorschlägt.

Neue Eistrainingshalle
Aktuell werden gemeinsam mit dem Projektmanagement die Ausschreibungsgrundlagen erarbeitet. Der Architekturwettbewerb soll im vierten Quartal starten. Ziel ist, den Wettbewerb sowie die behördlichen Bewilligungen inklusive Umweltverträglichkeitsprüfung bis Ende 2027 abzuschließen. Ebenfalls Ende 2027 ist der Start der Umsetzungsphase mit Ausführungsplanung vorgesehen. Der Baustart ist für Ende 2028 geplant.

Probehaus Gnigl: sehr gute Auslastung
Das Probehaus Gnigl wird sehr gut angenommen. Die Räume werden vorrangig von Theater-, Tanz- und Performance-Schaffenden genutzt, um Bühnenproduktionen zu erarbeiten. Wenn Kapazitäten frei sind, stehen die Räume auch für Workshops, Kurse sowie Aus- und Fortbildungen im Theater- und Tanzbereich zur Verfügung.

Bestattung Salzburg: vertrauensvolle Begleiterin in schweren Zeiten
Die Bestattung Salzburg begleitet Kund:innen in belastenden Situationen als zuverlässige Partnerin. Die Leistungen orientieren sich an den individuellen Wünschen – von feierlichen Aufbahrungen und Verabschiedungen mit Musik und Blumenschmuck bis zu stillen, privaten Abschieden im engsten Kreis. Im Mittelpunkt stehen stets Respekt, Würde und eine sorgfältige Gestaltung des letzten Abschieds.

Seit 2026verfügt die Bestattung Salzburg über einen neuen, modernen Verabschiedungsraum – den Raum der Erinnerung. Dieser bietet Angehörigen einen würdevollen und ruhigen Ort, um persönlich Abschied von ihren Verstorbenen zu nehmen. Der Raum wurde bewusst als geschützter Rückzugsort gestaltet, an dem Hinterbliebene innehalten und sich jene Zeit nehmen können, die sie für ihre Trauer brauchen. Damit erweitert die Bestattung Salzburg ihr Angebot um eine zeitgemäße und einfühlsame Möglichkeit der individuellen Verabschiedung.

 

Kurzfassung: Städtische Betriebe und Abfallservice:  Bilanz 2025 und Vorhaben 2026

Die Abteilung 7 der Stadt Salzburg bündelt zentrale Dienstleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge – vom Abfallservice über die städtischen Bäder und Sportanlagen bis zur Eisarena und weiteren wichtigen Infrastrukturen.

Ob Müllentsorgung, Freibäder oder Sportanlagen: Die Leistungen der Abteilung 7 sind zentrale Bestandteile der städtischen Infrastruktur. Gleichzeitig werden diese Services laufend weiterentwickelt – mit stärkerem Fokus auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und moderne Angebote.

„Unsere städtischen Betriebe und das Abfallservice sorgen jeden Tag dafür, dass Salzburg im Alltag funktioniert und Angebote für die Bevölkerung bereitstehen – von der Müllabfuhr bis zu unseren Bädern und Sportanlagen. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Leistungen konsequent weiter: mit mehr Kreislaufwirtschaft, klimafreundlicher Infrastruktur und modernen Services für die Salzburgerinnen und Salzburger“, so Bürgermeister-Stellvertreter Kreibich.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus
Der Salzburger Gemeinderat hat im Herbst 2025 den Klimafahrplan 2040 beschlossen. Ziel ist eine klimaneutrale Stadt bis 2040.Die Abteilung 7 spielt dabei eine wichtige Rolle, weil gerade in den Bereichen Betriebe, Infrastruktur und Abfallwirtschaft große Hebel für Klimaschutz liegen.

Seit Dezember 2025 ist Laura Boldizsar Nachhaltigkeitsmanagerin der Abteilung 7 und verstärkt das Projekt „Klimabewusste Stadt“. Der Schwerpunkt im ersten Jahr liegt auf der Grundlagenarbeit: Daten erfassen, Prozesse analysieren und Standards entwickeln.

Für 2026 sind drei zentrale Schritte geplant:

  • Erstellung einer Treibhausgasbilanz für die Abteilung 7
  • Entwicklung eines Kreislaufwirtschaftskonzepts
  • stärkere Verankerung nachhaltiger Beschaffung

 

Abfallbilanz 2025: leichte Entlastung
Die Salzburger:innen produzierten 2025 insgesamt 78.137 Tonnen Abfall. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber 2024.Pro Kopf sind das 493 Kilogramm Abfall pro Jahr. Rund 50 Prozent davon werden getrennt gesammelt und können weiterverwertet werden.Die Gesamtmenge bewegt sich seit mehreren Jahren relativ stabil zwischen 76.000 und 81.000 Tonnen jährlich.Auch die Restabfallmenge ist gesunken. 2025 wurden 32.109 Tonnen Restmüll gesammelt – rund 202 Kilogramm pro Einwohner:in.
Die Bioabfallmenge ging ebenfalls leicht zurück und lag bei 13.198 Tonnen.

Pfandsystem zeigt erste Effekte
Seit 1. Jänner 2025 gilt österreichweit ein Einwegpfand auf Kunststoffflaschen und Metalldosen.Die Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen ging leicht zurück: 2025 wurden 1.921 Tonnen gesammelt (2024: 2.007 Tonnen).

Auch bei Altglas (-3,6 %) sowie Altpapier und Karton (-267 Tonnen insgesamt) zeigen sich leichte Rückgänge.

Alttextilien: europaweit unter Druck
Die Sammlung von Alttextilien steht zunehmend unter Druck. Ursachen sind unter anderem die angespannte Marktsituation im Recyclingbereich sowie der anhaltende Fast-Fashion-Trend, der zu geringerer Materialqualität führt.

In Salzburg bleibt die Sammlung dennoch stabil: 862 Tonnen Alttextilien wurden 2025 gesammelt.

Lithium-Batterien: deutlich mehr Sammelmenge
Ein starkes Wachstum zeigt sich bei Lithiumbatterien. 2025 wurden 3.227 Kilogramm gesammelt – 873 Kilogramm mehr als im Jahr davor.

Grund dafür ist der starke Anstieg von Akkugeräten im Alltag, etwa bei Werkzeugen, E-Bikes oder Haushaltsgeräten. Aus Sicherheitsgründen dürfen Lithiumbatterien keinesfalls im Restmüll entsorgt werden, da beschädigte Akkus Brände auslösen können.

Recyclinghof Maxglan weiterhin stark genutzt
Der Recyclinghof Maxglan wird nach dem Umbau 2023 weiterhin stark frequentiert.2025 nutzten 166.608 Kund:innen den Standort und brachten rund 10.765 Tonnen Sammelgut. Die Mitarbeiter nehmen rund 50 verschiedene Abfallarten entgegen und sorgen für eine fachgerechte Sortierung und Verwertung.

Auch die Sperrmüllabholung wird intensiv genutzt: 2025 wurden 1.009 Tonnen Sperrmüll gesammelt.

Abfallwissen für Kinder und Jugendliche
Mit einer Informationsoffensive bringt das Abfallservice seit 2024 das Thema Mülltrennung direkt in Schulen und Bildungseinrichtungen.2025 fanden 115 Schulungen statt, an denen 2.560 Personen teilnahmen – darunter 2.225 Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, Abfallvermeidung und richtiges Trennen frühzeitig im Alltag zu verankern.

Digitale Services stark genutzt
Auch die digitalen Angebote des Abfallservice werden intensiv genutzt.

Dazu zählen unter anderem:

  • der Online-Abfallkalender
  • das „Müll 1x1“ zur Berechnung der passenden Tonnengröße
  • die Online-Trennhilfe zur richtigen Entsorgung

Die Angebote wurden zuletzt auch an das neue Pfandsystem angepasst.

 

Städtische Freibäder: wetterbedingt weniger Gäste
Die Freibadsaison 2025 war stark vom Wetter geprägt. Während April und Juni viele Besucher:innen brachten, sorgten Regenperioden im Juli und August für einen deutlichen Rückgang.
Insgesamt verzeichneten die städtischen Bäder 177.541 Besucher:innen, rund 14 Prozent weniger als 2024.

Freibadsaison 2026 startet im April

  • 17. April: AYA-Freibad
  • 8. Mai: Freibad Leopoldskron („Lepi“) und Freibad Volksgarten („Volksi“)

Neu im Lepi ist eine 72 Meter lange Rutsche mit Lichteffekten und Zeitmessung.

AYA Hallenbad:
Das AYA Hallenbad bleibt gut ausgelastet, besonders das Sportbad durch Schul- und Vereinssport. 2025 kamen 92.275 Besucher:innen.

Sport- und Freizeitanlagen stark genutzt
Auch andere Einrichtungen der Städtischen Betriebe bleiben stark gefragt.

  • Sporthalle Alpenstraße: 53.630 Nutzer:innen
  • Sportzentrum Nord: Seit der Neugestaltung deutlicher Zuwachs bei Außenanlagen auf 35.356 Nutzungen
  • Eiszauber Volksgarten: 76.681 Besucher:innen

 

Infrastrukturprojekte in Vorbereitung

  • Neues Hallenbad Leopoldskron:

Die Machbarkeitsstudie für ein Hallenbad am Standort des Freibads Leopoldskron wird voraussichtlich Ende April 2026 vorliegen. Danach wird ein Grundsatzamtsbericht in die politischen Gremien eingebracht, der die Ergebnisse zusammenfasst und die weitere Vorgangsweise zur Beschlussfassung vorschlägt.

  • Neue Eistrainingshalle:

Aktuell werden gemeinsam mit dem Projektmanagement die Ausschreibungsgrundlagen erarbeitet. Der Architekturwettbewerb soll im vierten Quartal starten. Ziel ist, den Wettbewerb sowie die behördlichen Bewilligungen inklusive Umweltverträglichkeitsprüfung bis Ende 2027 abzuschließen. Ebenfalls Ende 2027 ist der Start der Umsetzungsphase mit Ausführungsplanung vorgesehen. Der Baustart ist für Ende 2028 geplant.

 

Kulturelle Infrastruktur und Bestattung
Auch das Probehaus Gnigl bleibt stark ausgelastet und wird intensiv von Theater- und Tanzschaffenden genutzt.

Die Bestattung Salzburg hat zudem einen neuen Verabschiedungsraum eröffnet – den „Raum der Erinnerung“. Er bietet Angehörigen einen ruhigen und würdevollen Ort für den persönlichen Abschied.

 

Eva Kuchner-Philipp