Liniennetzreform: Amtsbericht zur neuen Linie 8 und Linie 17 wird demnächst vorgelegt

(Symbolbild)
Neue Mitte Lehen bleibt gut angebunden: Mit den Linien 11 und 17 soll ein abgestimmtes Angebot entstehen, die Verbindung in die Altstadt wird schneller, und die neue Linie 8 bringt konkrete Verbesserungen für bisher nicht gut erschlossene Gebiete in Lehen, Liefering-Süd und Maxglan
Die große Liniennetzreform für Salzburg ist bereits beschlossen. Mit einem Amtsbericht, der demnächst vorgelegt wird, wird ein weiterer Baustein konkretisiert: die künftige Führung der Linie 8, die neue Führung der Linie 17 und die Abstimmung mit den Linien 1 und 11. Die Umsetzung ist mit 1. Mai 2027 vorgesehen. Damit kommt die Stadt dem Auftrag des Gemeinderats nach, die direkte Anbindung der Neuen Mitte Lehen an das Stadtzentrum zu sichern und gleichzeitig die Siedlungen in der General-Keyes-Straße sowie in der Guggenmoosstraße (Rauchmühle und Schule Annahof) sinnvoll in das öffentliche Verkehrsnetz zu integrieren.
Neue Mitte Lehen: dichteres Angebot und direkte Verbindung in die Altstadt
Der Amtsbericht sieht vor, die Linie 17 „Salzburgarena – Ursulinen“ zwischen Fasaneriestraße und Strubergasse über die Neue Mitte Lehen, die Esshaverstraße und Stadtwerk Lehen zu führen. Damit bleibt die direkte Verbindung zwischen Neue Mitte Lehen und Stadtzentrum erhalten. Gegenüber der bisherigen Linie 8 verkürzt sich die Fahrzeit von der Neuen Mitte Lehen zum Ferdinand-Hanusch-Platz von 14 auf 12 Minuten.
Im Abschnitt Salzburgarena – Esshaverstraße werden die Linien 11 und 17 künftig versetzt geführt. Beide Linien fahren jeweils im 15-Minuten-Takt; gemeinsam ergibt sich dort ein 7,5-Minuten-Takt. Der Erfolg der Linie 11 spricht dabei für sich: Als Teil des City-Rings hat sie sich sehr gut etabliert. Die Fahrgastzahlen sind von 456.678 im Jahr 2024 auf 866.806 im Jahr 2025 gestiegen – ein Plus von 89,8 Prozent.
Die Linie 17 soll im Zuge der Reform auf einen 15-Minuten-Volltakt zwischen Salzburgarena und Johannes-Filzer-Straße verdichtet werden. Der Abschnitt Johannes-Filzer-Straße – Ursulinen soll im 30-Minuten-Takt bedient werden.
Linie 8: bessere Erschließung in Maxglan und neue Querverbindung
Die neue Linie 8 verfolgt zwei Ziele: Sie erschließt bisher unzureichend angebundene Siedlungsgebiete und schafft eine neue Querverbindung zwischen Liefering und Maxglan als westliche Tangentialachse. Im Abschnitt Hans-Schmid-Platz bis Hauptbahnhof übernimmt sie die Linienführung der aktuellen Linie 1 und bietet damit eine Direktverbindung zwischen Maxglan, Riedenburg, Altstadt und Hauptbahnhof.
Davon profitieren mehrere Wohn- und Schulstandorte: die General-Keyes-Straße, die Guggenmoosstraße, das Quartier Rauchmühle und die Annahofschule. Im 180-Meter-Einzugsgebiet liegen rund 525 Einwohner:innen in der General-Keyes-Straße, rund 320 in der Guggenmoosstraße, rund 210 im Quartier Rauchmühle sowie rund 540 Schüler:innen der Annahofschule.
Die Verbesserungen zeigen sich auch bei den Reisezeiten: Von der General-Keyes-Straße zum Hans-Schmid-Platz verkürzt sich die Verbindung von 17 auf 5 Minuten, von der General-Keyes-Straße zur Schwedenstraße (Geschäfte in der Maxglaner Hauptstraße) von 21 auf 9 Minuten. Von Guggenmoosstraße/Annahof zum Ferdinand-Hanusch-Platz sind künftig 15 statt 17 Minuten vorgesehen. In allen drei Fällen entstehen direkte Verbindungen mit deutlich kürzeren Fußwegen zur Haltestelle.
Zusätzliche Haltestelle GSWB: bessere Erschließung im Zentrum Lehen
Zusätzlich ist eine neue Haltestelle GSWB entlang der Ignaz-Harrer-Straße im Bereich zwischen Glan und General-Arnold-Straße/Gailenbachweg geplant. Die neue Haltestelle erschließt einen dicht bewohnten Bereich in Lehen: Im Umkreis von 180 Metern wohnen mehr als 900 Menschen. Für sie wird der Weg zum Bus deutlich kürzer. Die Haltestelle soll künftig von der neuen Linie 1 im 7,5-Minuten-Takt bedient werden.
Beratung in den Gremien
Der Amtsbericht wird demnächst vorgelegt und soll noch vor dem Sommer in den zuständigen Gremien beraten werden. Im Mittelpunkt stehen die neue Führung der Linie 17, die Taktverdichtung auf der Linie 17, die bessere Abstimmung mit der Linie 11, die neue Linie 8 sowie die zusätzliche Haltestelle GSWB.
„Wir legen diesen Baustein jetzt vor, damit die Beratung auf Basis der Fakten geführt werden kann. Die Veränderungen im Netz sind erklärbar, und bringen Verbesserungen mit sich: Die Neue Mitte Lehen bleibt gut angebunden, die Verbindung in die Altstadt wird schneller, das Angebot wird dichter, und mit der neuen Linie 8 werden mehrere Wohn- und Schulstandorte deutlich besser erschlossen“, so Verkehrsstadträtin Anna Schiester.
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