Salzburg verbinden: Wie sich Stadt, Land und Festspiele auf die Neutorsperre vorbereiten

26.05.2026
Salzburg verbinden:
Die Teilnehmer:innen des Medientermins „Wie sich Salzburg auf die Neutorsperre vorbereitet“ vor dem Neutor. Gemeinsam informierten die Projektpartner:innen über Verkehrsplanung, Kommunikation und Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Baustellenphase im Festspielbezirk.

Fahrplan für eine außergewöhnliche Mobilitätsphase
Ab September 2026 beginnt im Rahmen des Projekts „Festspielbezirk 2030“ eine zentrale Bauphase für die Modernisierung der Salzburger Festspielhäuser. Für die Kavernenherstellung im Mönchsberg wird das Neutor für den motorisierten Verkehr für einen längeren Zeitraum gesperrt. Der Fußgängertunnel bleibt offen, der Radverkehr wird als Schiebestrecke geführt.

Die Maßnahme ist baulich notwendig und Teil eines langfristigen Infrastrukturprojekts von internationaler Bedeutung. Der Salzburger Festspielbezirk ist nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich ein zentraler Standortfaktor für Salzburg. Die Sicherung der Spielfähigkeit und seine langfristige Modernisierung liegt daher im Interesse von Stadt und Land. Gleichzeitig wird offen kommuniziert: Die Sperre des Neutors und die parallel laufenden Baustellen werden spürbare Auswirkungen auf Individualverkehr, öffentlichen Verkehr und den Alltag vieler Menschen haben.

Die Stadt Salzburg steht damit vor einer der größten verkehrlichen und organisatorischen Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte. Ziel von Stadt, Land, Festspiele und allen beteiligten Partner:innen ist es, während dieser außergewöhnlichen Rahmenbedingungen strategische Stabilität für Mobilität, öffentlichen Verkehr, Wirtschaft und Stadtleben sicherzustellen.

Der Festspielfonds hat bereits im Jahr 2024 ein Verkehrsplanungsbüro beauftragt, in Abstimmung mit den zuständigen Ämtern der Stadt und des Landes Salzburg, den Verkehrsbetrieben und anderen Stakeholdern Verkehrsmaßnahmen zu entwickeln, die die Auswirkungen möglichst gleichmäßig auf die Stadt verteilt. Dabei wurden 110 Kilometer Straßennetz und 34 Ampelknotenpunkte berücksichtigt. Die Modelle zeigen klar: Ohne begleitende Maßnahmen wären erhebliche negative Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr zu erwarten. Der öffentliche Verkehr ist in dieser Phase daher nicht Ergänzung, sondern tragende Säule der Gesamtstrategie. 

Durch die Baustelle des Festspielbezirks wird es zwei Phasen der Befahrbarkeit des Neutortunnels geben: 

  • Phase 1: Mitte September 2026 bis voraussichtlich Ende März 2027  

Vollsperre für den motorisierten Verkehr, auch für den öffentlichen Verkehr 

  • Erreichbarkeit der Altstadtgaragen von Maxglaner Seite, Passage für Fußgängerinnen und Schiebestrecke für Radfahrer weiterhin offen und gewährleistet 
  • Phase 2: April 2027 bis August 2030:  Eingeschränkte einstreifige Zufahrt möglich 

Zentrale Begleitmaßnahmen der Phase 1:

Im Mittelpunkt stehen: 

  • verlässlicher öffentlicher Verkehr, 
  • freie Wege für Einsatzkräfte, 
  • Erreichbarkeit der Innenstadt, 
  • Orientierung im Alltag 
  • sowie eine möglichst stabile Mobilitätssituation trotz Großbaustelle. 

Um diese Ziele zu erreichen, muss die baustellenbedingte Sperre mit folgenden zentralen Maßnahmen flankiert werden: 

  • Die Buslinien werden um den Mönchsberg umgeleitet 
  • Zufahrtsbeschränkung Müllner Hügel und Ferdinand-Hanusch-Platz: Öffentlicher Verkehr, Anlieferung und Anrainerverkehr ist möglich. 

Die Altstadt bleibt während sämtlicher Bauphasen grundsätzlich erreichbar. Die Erreichbarkeit für Bewohner:innen, Gäste, Betriebe und Lieferverkehr bleibt sichergestellt. Auch die Altstadtgaragen bleiben erreichbar. Viele der geplanten Begleitmaßnahmen sind zudem ausschließlich während der Vollsperre des Neutors erforderlich, die voraussichtlich bis Ende April 2027 dauert.  

Alle Beteiligten und Verantwortlichen verstehen die Baustellenphase dabei ausdrücklich nicht als reine Verkehrsfrage, sondern als gemeinsame Herausforderung für Mobilität, Erreichbarkeit, Wirtschaft, Tourismus und Stadtleben.

Maßnahmenplanung: Mehrstufig, flexibel, wirksam. 
Alle planen diese Phase nicht statisch, sondern mit einem klaren Steuerungs- und Reaktionssystem. Für zahlreiche Maßnahmen wurden bereits zusätzliche Eskalations- und Anpassungsstufen vorbereitet, falls Entwicklungen weitere Eingriffe erforderlich machen sollten. Entscheidend wird dabei nicht sein, ob es zu einzelnen Belastungen kommt, sondern wie schnell, abgestimmt und nachvollziehbar darauf reagiert wird. Niemand kann eine vollkommen störungsfreie Situation versprechen.

Die Sperre des Neutors wird zu Verkehrsverlagerungen führen – insbesondere auf jene Achsen, auf denen auch der öffentliche Verkehr unterwegs ist. Genau deshalb wurden zahlreiche begleitende Maßnahmen erarbeitet, die das Ziel haben, Busse und Einsatzorganisationen möglichst verlässlich durch die Stadt zu bringen und Verlustzeiten im öffentlichen Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Umsteiger:innen-Ticket „Salzburg verbinden“
Für die Zeit der Neutorsperre ist zusätzlich ein attraktives Umsteiger:innenticket für die kalte Jahreszeit geplant. Ziel ist, insbesondere Pendler:innen und regelmäßigen Nutzer:innen des Individualverkehrs einen möglichst einfachen und niederschwelligen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen. Die konkreten Details und Rahmenbedingungen werden im Sommer 2026 vorgestellt. Die Abstimmungen dazu laufen aktuell gemeinsam mit Salzburger Verkehrsverbund und Salzburg Linien. Das Ticket soll Teil der Gesamtstrategie sein, möglichst vielen Menschen während der intensiven Baustellenphase verlässliche und attraktive Alternativen zum Pkw anzubieten.

Hotline & Ombudsstelle für Fragen und Anliegen
Noch vor Baustart wird die Stadt Salzburg eine zentrale Hotline sowie eine Ombudsstelle einrichten. Ziel ist, den Menschen in der Stadt und im Umland eine direkte, niederschwellige Anlaufstelle für Fragen, Anliegen, Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge rund um die Baustellen- und Verkehrsphase anzubieten. Die Ombudsstelle soll dabei nicht nur informieren, sondern auch Rückmeldungen aufnehmen, Entwicklungen frühzeitig sichtbar machen und dazu beitragen, Maßnahmen bei Bedarf rasch nachzuschärfen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bevölkerung während der gesamten Phase laufend begleitet wird und rasch Unterstützung sowie Orientierung erhält. Die Einrichtung und laufende Begleitung dieser Service- und Ombudsstelle erfolgt dabei gemeinsam mit allen Beteiligten.

Verkehrsplanung unter realistischen Belastungsszenarien
Der verkehrsplanerische Prozess erfolgte mehrstufig und gemeinsam mit zahlreichen beteiligten Stellen und Stakeholdern. Grundlage waren Verkehrserhebungen, makroskopische und mikroskopische Verkehrsmodelle sowie umfangreiche Simulationen konkreter Verkehrsabläufe im Stadtgebiet. Im mikroskopischen Verkehrsmodell wurde nicht nur der Verkehr allgemein betrachtet, sondern das Verhalten einzelner Fahrzeuge, Busse und Verkehrsströme konkret simuliert.

Eine Verkehrsflusssimulation dieser Größenordnung für eine Baustellensituation gab es in Salzburg bisher noch nie. Ziel war, unterschiedliche Interessen bestmöglich zusammenzuführen und tragfähige Lösungen für die Gesamtstadt zu entwickeln.

Die Untersuchungen zeigen gleichzeitig, dass bei unverändertem Mobilitätsverhalten insbesondere im Pkw-Verkehr instabile Verkehrsflüsse und zusätzliche Stauerscheinungen möglich sind. Genau deshalb setzt die Gesamtstrategie stark auf frühzeitige Information, Verkehrslenkung und Alternativen.

SVV und Salzburg Linien werden gemeinsam mit Stadt und Land ab Juni umfassend über Änderungen, Alternativen und neue Wege durch die Stadt informieren. Gerade rund um den Schulstart wird die Situation für viele Familien, Schüler:innen und Pendler:innen eine besondere Herausforderung darstellen. Deshalb wird diesem Zeitraum kommunikativ und organisatorisch besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Gerade in den ersten Wochen wird es entscheidend sein, Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte frühzeitig, verständlich und laufend aktuell über Änderungen und Alternativen zu informieren.

Die Kommunikation erfolgt im Rahmen der Linie „Salzburg verbinden“. Ziel ist, Orientierung zu geben, Auswirkungen verständlich zu erklären und die Stadt trotz intensiver Bauphase funktionsfähig zu halten. Sie wird dabei ausdrücklich nicht als reine Baustelleninformation verstanden, sondern als laufende Orientierung, Serviceleistung und aktive Begleitung einer außergewöhnlichen Mobilitätsphase.

Erfahrung, Anpassungsfähigkeit und gemeinsame Verantwortung
Salzburg hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass große Infrastruktur- und Verkehrseingriffe gemeinsam mit der Bevölkerung bewältigt werden können – etwa bei der Sanierung des Bahnhofsviadukts oder der Sperre und Sanierung der Staatsbrücke.

Die Erfahrungen daraus fließen bewusst in die aktuelle Vorbereitung ein:

  • frühzeitig informieren,
  • nachvollziehbar erklären,
  • laufend nachsteuern,
  • und die Bevölkerung aktiv mitnehmen.

Daher startet ab Juli 2026 die erste große Informationsphase zur bevorstehenden Baustellen- und Verkehrsphase. Parallel zur Sommerregelung „Weniger Stau. Mehr Stadt.“ werden laufend sämtliche Maßnahmen, Änderungen und Alternativen öffentlich kommuniziert. Ziel ist, die Menschen möglichst frühzeitig auf die Veränderungen vorzubereiten und bereits vor dem Baustart Orientierung zu geben.

Öffis bereiten sich vor – Orientierung ab Sommer
Für diese herausfordernde Phase ist ein abgestimmtes Umleitungs- und Mobilitätskonzept für den ÖV vorbereitet, das bis zur voraussichtlichen Öffnung des Neutors für den öffentlichen Verkehr Ende April 2027 gelten soll. 

Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr so verlässlich wie möglich durch die Stadt zu führen, notwendige Umleitungen klar zu organisieren und die Erreichbarkeit der Altstadt weiterhin sicherzustellen. 

Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung sind die angepassten Linien- und Netzpläne im öffentlichen Verkehr. Sowohl die Salzburg Linien als auch der Salzburger Verkehrsverbund (SVV) arbeiten intensiv an den neuen Linienführungen und Fahrplänen für die Zeit der Neutorsperre. Die zentralen Anpassungen – insbesondere im Obusnetz – sind bereits weitgehend abgestimmt. Die Details werden gesondert vorgestellt und schrittweise veröffentlicht. Neue Liniennetzpläne, Fahrzeiten und Orientierungshilfen werden rechtzeitig über Websites, Apps sowie analoge und digitale Informationssysteme abrufbar sein. Ziel ist, den Menschen möglichst früh Planungssicherheit und verständliche Orientierung für ihren Alltag zu geben.

Ab Mitte August starten zusätzlich Dialog- und Informationsveranstaltungen in den Stadtteilen. Diese werden sowohl vor Ort als auch teilweise online angeboten. Ziel ist, direkt, verständlich und alltagsnah über die bevorstehenden Änderungen zu informieren, Fragen zu beantworten und konkrete Rückmeldungen aus der Bevölkerung frühzeitig aufzunehmen.

Um zusätzliche Stauerscheinungen möglichst zu vermeiden, empfehlen die Expert:innen:

  • unnötige Pkw-Fahrten zu vermeiden,
  • notwendige Wege zu bündeln,
  • Fahrgemeinschaften zu bilden,
  • auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen
  • sowie kurze Wege verstärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Die Verkehrsplanung kann Maßnahmen vorbereiten und Verkehrsflüsse optimieren.  Funktionieren wird Salzburg in dieser Phase aber nur, wenn möglichst viele Menschen bereit sind, unnötige Fahrten zu vermeiden, Wege zu bündeln oder zeitweise auf Alternativen umzusteigen.

Zitate

Bürgermeister Bernhard Auinger
„Das Ziel dieser Gesamtstrategie ist die strategische Stabilität für eine funktionierende Stadt während einer außergewöhnlichen Mobilitätsphase. Wir wissen, dass diese Baustelle den Menschen viel abverlangen wird. Genau deshalb informieren wir frühzeitig, arbeiten abgestimmt und werden die Situation laufend beobachten und anpassen. Es wäre unseriös zu behaupten, dass eine Sperre dieser Größenordnung ohne Auswirkungen bleibt. Entscheidend ist, wie gut wir vorbereitet sind – und wie gut wir gemeinsam damit umgehen. Die Stadt Salzburg muss trotz Baustelle funktionieren. Dafür braucht es klare Information, funktionierende Öffis und die Bereitschaft vieler Menschen, ihr Mobilitätsverhalten temporär anzupassen und dass alle an einem Strang ziehen. Stadt, Land, Festspiele, Behörden und natürlich die Bevölkerung.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll
Selbstverständlich unterstützen das Land und der Salzburger Verkehrsverbund die Stadt in der herausfordernden intensiven Baustellenphase. In dieser Zeit wird der öffentliche Verkehr eine Schlüsselrolle übernehmen. Wir möchten den Menschen durch ein besonders attraktives Umsteigerticket, eine Ausweitung des Expressbus-Angebots und infrastrukturelle Maßnahmen, um den Regionalverkehr möglichst störungsfrei fahren lassen zu können, das bestmögliche Angebot zur Verfügung stellen.“

Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl
Auch wenn man dem Festspiel-Erweiterungsprojekt kritisch gegenübersteht, muss man ab September in der Stadt von A nach B kommen. Entscheidend ist, dass die Obusse und Busse schnell ans Ziel kommen. Jede Strecke, die man mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, hilft, durch dieses halbe Jahr Ausnahmezeit zu kommen.“

Stadträtin Anna Schiester
„Der Herbst 2026 wird für Salzburg verkehrlich eine außergewöhnlich fordernde Phase, die viele Menschen im Alltag spüren werden.  Aber ich kann versichern: Wir sind gut vorbereitet. Es gibt einen abgestimmten Plan – zwischen Stadt, Land, Festspielen, SVV und Salzburg Linien. Die tragende Säule dieser Gesamtstrategie ist der öffentliche Verkehr: Busse und Einsatzorganisationen müssen möglichst verlässlich durchkommen. Mein Appell ist: Diese Phase kann gemeinsam bewältigt werden. Wer im Herbst seine Routinen ändern kann – mit Öffis, Rad, zu Fuß oder anderen Fahrzeiten – hilft ganz konkret mit, dass Salzburg gut durch diese Monate kommt. Jede Autofahrt weniger macht einen Unterschied.“ 

Vizebürgermeister Florian Kreibich
„Wir werden diese herausfordernde Phase nicht nur verwalten, sondern begleiten: Die Behörde wird die erarbeiteten Maßnahmen der Verkehrsexperten entsprechend verordnen und bei notwendigen Anpassungen so schnell und flexibel wie möglich agieren – immer mit dem Ziel, Salzburg auch während dieser außergewöhnlichen Bauphase verlässlich erreichbar und lebenswert zu halten.

Thomas Schwaiger / Polizei
Große Veränderungen im Verkehrssystem funktionieren nur, wenn Information, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung zusammenspielen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass Einsatzwege frei bleiben und die Stadt auch in schwierigen Phasen sicher und erreichbar bleibt.“

Lukas Crepaz / Bauherr:innen-Vertreter Festspielbezirk 2030 
Die Modernisierung des Festspielbezirks ist eine Investition in die kulturelle Zukunft Salzburgs. Uns ist bewusst, was eine Großbaustelle dieser Dimension für die Stadt bedeutet. Deshalb haben wir eine Verkehrsplanung beauftragt, die in ihrem Umfang für ein Bauprojekt einzigartig ist. Unser Dank gilt den Verkehrsplanern, allen Beteiligten in Stadt und Land Salzburg sowie allen Verkehrspartnern für die gemeinsame intensive Arbeit an dieser Lösung für den gesamten Stadtverkehr. Vor allem aber danken wir den Salzburgerinnen und Salzburgern sowie unseren Gästen für ihr Verständnis und bitten alle um aktives Mitwirken – damit das kulturelle Herz Salzburgs auch in Zukunft kräftig weiterschlägt.“ 

Heidi Strobl / TSG Salzburg
„Trotz der Neutorsperre bleibt Salzburg gut erreichbar. Entscheidend ist, unsere Gäste frühzeitig, verständlich und umfassend über alternative Anreisemöglichkeiten zu informieren. Wer vorbereitet anreist, kommt entspannter durch die Stadt und kann den Aufenthalt ohne Stau genießen. Genau darauf zielt unsere gemeinsame Informationsstrategie ab.“

Faktenblatt
Festspielbezirk 2030 / Neutorsperre
Salzburg verbindet: Vorbereitung auf eine außergewöhnliche Mobilitätsphase

Ausgangslage

  • Ab September 2026 beginnt eine zentrale Bauphase im Projekt „Festspielbezirk 2030“
  • Für den Kavernenbau im Mönchsberg wird das Neutor für den motorisierten Verkehr gesperrt
  • Die Baustellenphase wird spürbare Auswirkungen auf Verkehr, öffentlichen Verkehr und Alltag haben
  • Ziel aller Beteiligten: strategische Stabilität für Mobilität, Wirtschaft und Stadtleben

Ziele der Gesamtstrategie

  • Funktionsfähigkeit der Stadt sichern
  • öffentlichen Verkehr stabil halten
  • freie Wege für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge gewährleisten
  • Erreichbarkeit von Altstadt, Wirtschaft und Zielverkehr sicherstellen
  • Belastungen frühzeitig erkennen und laufend nachsteuern
  • Bevölkerung frühzeitig informieren und Orientierung geben

Verkehrsplanung & Simulation

  • rund 110 Kilometer simuliertes Straßennetz
  • 34 analysierte Ampelknotenpunkte
  • 45 berücksichtigte Buslinien
  • umfangreiche Verkehrs- und Mikrosimulationen
  • Planung auf Basis realistischer Belastungsszenarien („Worst-Case“)
  • laufendes Monitoring und flexible Anpassungen vorgesehen

Öffentlicher Verkehr als zentrale Säule

  • Öffis sind tragende Säule der Gesamtstrategie
  • neue Linien- und Netzpläne werden ab Sommer veröffentlicht
  • Salzburg Linien haben zentrale Anpassungen bereits vorbereitet
  • laufende Abstimmungen mit dem SVV
  • Fokus auf verständliche Orientierung, Umstiege und Reisezeiten
  • besondere Maßnahmen rund um den Schulstart im September

Kommunikation & Service

Plattform „Salzburg verbinden“

Geplant sind:

  • zentrale Informationsplattform
  • FAQ-System
  • Karten & Alternativrouten
  • Echtzeit-Informationen
  • Hotline & Ombudsstelle
  • laufende Updates
  • Verlinkungen zu SVV, Salzburg Linien und weiteren Partner:innen

Informationsphase ab Sommer 2026

  • Start der ersten großen Informationsphase ab Juli 2026
  • Veröffentlichung neuer Linien- und Netzpläne
  • Echtzeit- und Servicekommunikation
  • Dialog- und Informationsveranstaltungen ab Mitte August
  • Veranstaltungen vor Ort und online
  • Schwerpunkt auf Alltag, Orientierung und direkte Information

Mobilitätsalternativen

  • Ausbau und Sichtbarkeit von Alternativen zum Pkw
  • Start von S-Bike
  • Lastenrad-Angebote der Bewohnerservicestellen
  • attraktives Umsteiger:innen-Ticket „Salzburg verbinden“ geplant
  • Fokus auf niederschwelligen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr

Gemeinsame Verantwortung

  • Die Baustellenphase kann nur gemeinsam bewältigt werden
  • laufende Evaluierung und Nachsteuerung aller Maßnahmen
  • möglichst viele Menschen sollen frühzeitig Alternativen nutzen
  • Salzburg bleibt erreichbar und funktionsfähig

Erfahrungen aus früheren Großprojekten

Die Stadt Salzburg konnte bereits frühere große Infrastruktur- und Verkehrsprojekte gemeinsam mit der Bevölkerung bewältigen, darunter:

  • Sanierung des Bahnhofsviadukts
  • Sperre und Sanierung der Staatsbrücke

Die Erfahrungen daraus fließen bewusst in die aktuelle Vorbereitung ein:

  • frühzeitig informieren
  • nachvollziehbar erklären
  • flexibel reagieren
  • Bevölkerung aktiv mitnehmen

Service für Medien
Ab Juli 2026 stehen Medien laufend Hintergrundinformationen, Visualisierungen und vertiefende Fachgespräche zur Verfügung. Dabei werden auch jene Expert:innen eingebunden, die für Verkehrsmodelle, Mikrosimulationen und Verkehrsflussanalysen verantwortlich zeichnen. Ziel ist eine transparente, faktenbasierte und nachvollziehbare Kommunikation der Auswirkungen, Maßnahmen und Anpassungen während der Baustellenphase.

Höfferer Jochen MA