Kommunalfriedhof
Gräbersuche
Städtischer Friedhof

Dank seiner prächtigen und natürlichen Lage ist der Friedhof einzigartig und gewährt einen faszinierenden Ausblick auf die Festung Hohen Salzburgs.
Der Kommunalfriedhof ist mit rund 25 ha Fläche und rund 22.000 Grabstellen, anonymen Urnenfeld, Kriegsgräberanlagen, muslimischer Teil und Soldatenfriedhof der Niederländer der größte Friedhof im Land Salzburg mit jährlich rund 1.300 Bestattungen. Davon sind bereits zwei Drittel Feuerbestattungen. Er bietet neben traditionellen Erd- und Urnengräbern sowie Grüften auch alternative Grabarten wie Kolumbarienanlage, Urnenstellen, halbanonyme Baumhainbestattung und die anonyme Urnenwiesen-Bestattung.
Beisetzungsfeierlichkeiten
Grundsätzlich können alle gesetzlich anerkannten Kirchen-, Religions- und Glaubensgemeinschaften an Beisetzungsfeierlichkeiten mitwirken. Rücksicht nimmt die Regelung auf die Islamische Glaubensgemeinschaft.
Die Aussegnungshalle ist die Halle mit dem Glockenturm am Kommunalfriedhof und für Trauerfeiern bei Erdbestattungen vorgesehen.
Die Zeremonienhalle (auch Feuerhalle) ist die Halle im Krematorium am Kommunalfriedhof und den Trauerfeiern bei Feuerbestattungen vorbehalten
Kernpark

Der Kernpark, benannt nach Johann Kern, zwischen 1886 und 1922 Gartengestalter und Oberverwalter des Kommunalfriedhofs, wurde anfänglich als „Vorgarten“ für den Haupteingang angelegt. Seine ursprüngliche Bestimmung als „Ort des Empfangenwerdens, der Einstimmung und des kurzen Verweilens“ ging im Laufe der Zeit verloren. Die große Asphaltfläche um den acht Meter hohen Obelisken (ein Denkmal für die gefallenen Soldaten des Rainerregiments und der Bombenopfer des 2. Weltkrieges), zufahrende und parkende Autos, Fahrradständer und Fußgänger:innen beherrschten immer mehr das Erscheinungsbild.
Vier Natursteine und eine Metallpatte in regelmäßiger Anordnung um den Obelisken gestellt, stehen als Symbol für die Verbindung von zwei Welten – das Leben vor und nach dem Tod. Der Kernpark ist als einheitlicher Park erlebbar und bietet einen stimmungsvollen und würdigen Empfang für Trauergäste und Besucher:innen.
Erholungsgebiet

Der Kommunalfriedhof Salzburg ist mit rund 25 ha Fläche und etwa 22.000 Grabstellen der größte Friedhof des Landes Salzburg. Eingebettet in die beeindruckende Bergkulisse von Tennengebirge, Hagengebirge und Untersberg wurde er als „Waldfriedhof“ gestaltet – als stille grüne Insel und Ort der Erholung mitten in der Stadt.
Etwa 1.800 Bäume sowie zahlreiche Laubgehölze verleihen dem Friedhof zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erscheinungsbild und schaffen eine freundliche, naturnahe Atmosphäre. Historisch bedeutend sind das Hauptportal, die Arkaden und das Mauerwerk aus Konglomeratstein und Wienerbergziegeln. Das kunstvoll geschmiedete Haupttor von Karl Fiedler aus dem Jahr 1885 gilt als herausragendes Werk der Salzburger Schlosserkunst.
Geschichte

Mit großem Weitblick erwarb die Stadt Salzburg Ende des 19. Jahrhunderts weit vor den damaligen Stadttoren erste Flächen für den heutigen Kommunalfriedhof. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und des knapper werdenden Platzes in den bestehenden Friedhöfen entschied man sich für das Sandbichlgut in Morzg. Damit folgte Salzburg dem Konzept des „erbaulichen Friedhofs“, der nicht nur Ort des Gedenkens, sondern zugleich Erholungsraum für die Lebenden sein sollte. Bereits 1873 wurden dort erste Opfer einer Cholera-Epidemie bestattet, 1879 erfolgte schließlich die offizielle Eröffnung des Friedhofs.
Der Kommunalfriedhof entwickelte sich rasch zu einer der schönsten Friedhofsanlagen Europas und bewahrte bis heute seinen ursprünglichen Charakter. Erhalten geblieben sind unter anderem das Hauptportal, die Arkaden sowie historische Teile des Mauerwerks. 1914 wurde die noch heute bestehende Leichenhalle eröffnet. Eine moderne Ergänzung entstand 2003 mit dem Wandlungsbrunnen von Christoph Obermair und der Fachschule für Steinmetze Hallein: Sein Rundweg symbolisiert den Übergang vom Leben zum Tod und führt zu den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer.



