„Blind Date": 20 junge Kulturschaffende starten in die gemeinsame Arbeitsphase

03.07.2026
Beim Vernetzungstreffen von „Blind Date" kamen diese Woche erstmals alle 20 ausgewählten Teilnehmer:innen sowie der Mentor des Projekts zusammen – der Startschuss für drei Monate interdisziplinäre Projektentwicklung.

Mit dem neuen Ausschreibungsformat „Blind Date" geht die Kulturabteilung der Stadt Salzburg neue Wege in der Kulturförderung. Das Ziel: Menschen miteinander vernetzen, Räume für Austausch schaffen und interdisziplinäres Arbeiten ermöglichen – jenseits klassischer Förderformate. Diese Woche fand das erste Kennenlerntreffen statt. Nun beginnt die gemeinsame Arbeitsphase.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Mit ‚Blind Date' erproben wir ein Förderformat, das anders ansetzt als gewohnt: nicht am fertigen Projekt, sondern am Anfang – an der Begegnung, der Idee, dem Prozess. Dass bereits beim ersten Durchgang 37 Bewerbungen eingegangen sind und so viele junge Kreative erstmals mit der Kulturabteilung in Kontakt getreten sind, zeigt uns, dass dieses Format eine echte Lücke schließt. Salzburg lebt von seiner Kulturszene – und wir wollen die Menschen stärken, die diese Szene von morgen gestalten."

Was ist „Blind Date"?

„Blind Date“ ist ein offenes Projektformat der Kulturabteilung der Stadt Salzburg, das junge Kreative, Kunst und Kulturschaffende sowie Studierende verschiedener Fachrichtungen ohne Vorgaben zusammenbringt. Der Fokus liegt auf der gemeinsamen Konzeptentwicklung als kollaborativem Prozess. Damit stärkt das Format Entwicklungs und Entfaltungsprozesse junger Kreativer im Sinne der Kulturstrategie UNSA Salzburg.

„Was passiert, wenn Künstler:innen und Kreative, die sich vorher nicht kennen, zusammenkommen und in einem zeitlich klar definierten Rahmen ein gemeinsames Projekt erarbeiten? Das wollen wir mit Blind Date herausfinden. So werden neue Kontakte geschaffen und Netzwerke unter jungen Kulturtätigen geknüpft, die auch für die Zukunft bestehen und nutzbar bleiben werden. Die Ergebnisse, die im Dezember präsentiert werden, sind sicher nicht alltäglich!“, so Abteilungsvorständin Dagmar Aigner. 

Starke Resonanz beim ersten Durchgang

Insgesamt wurden 37 Bewerbungen eingereicht. Aus diesen wurden 20 junge Kulturschaffende ausgewählt, die nun in vier interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. Die Gruppen wurden von einer Jury bewusst möglichst vielfältig zusammengesetzt und vereinen unterschiedliche künstlerische Disziplinen, darunter Tanz, Musik, Film, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Grafik und Illustration, Zirkus sowie digitale Kunst und Medienkunst.
Die erste Ausschreibung zeigt bereits, dass das neue Format eine wichtige Lücke schließt: Zahlreiche Bewerber:innen hatten zuvor noch keinen Kontakt mit der Kulturabteilung oder dem städtischen Förderwesen. Als wesentliche Motivation für ihre Teilnahme nannten viele den Wunsch, sich mit anderen Kreativen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam künstlerisch zu arbeiten.

Drei Monate Projektentwicklung – mit Begleitung

Am Dienstag dieser Woche fand das erste Kennenlerntreffen statt – der Startschuss für die gemeinsame Arbeitsphase. In den kommenden Monaten entwickeln die Teams eigenständig Konzepte für neue Projekte. Begleitet werden sie dabei von dem Künstler und Kulturvermittler Benjamin Blaikner, der den Prozess über die gesamte Laufzeit unterstützt.

Benjamin Blaikner dazu: „Ich finde es bemerkenswert und lobenswert, dass trotz knapper Budgets ein neues Format entstehen konnte. Es zeigt, dass sich die Stadt Salzburg aktiv für die freie Kulturszene engagiert. ‚Blind Date' ist ein offenes Format mit ungewissem Ausgang: Es fördert Kreativität und Vielfalt und initiiert Kooperationen, die sonst nicht zustande kämen."

Die Ergebnisse werden am 3. Dezember im Rahmen einer Abschlusspräsentation  im Probehaus in Gnigl vorgestellt. 

Lapuch Laura BA