Sozialausschuss: Weichen für Sozialmonitoring, Silver City & Social Prescribing gestellt

Kinderstadt zu Besuch im Ausschuss
02.07.2026

Am Donnerstag, 2. Juli 2026, haben die Mitglieder des Sozialausschusses unter Vorsitz von Gemeinderat Daniel Käfer (KPÖ Plus) in Vertretung von Gemeinderätin Nicola Korntner (KPÖ Plus) sechs Tagesordnungspunkte behandelt. Besonderen Besuch erhielt der Ausschuss von einer Delegation der Kinderstadt. Die Politiker:innen von morgen bekamen dabei einen Einblick in die Arbeit des Gremiums.

Grundsatzamtsbericht „Daten für Taten“

Mit dem Projekt „Daten für Taten“ soll ein digitales Sozialmonitoring aufgebaut werden. Ziel ist es, soziale Entwicklungen in den Stadtteilen frühzeitig zu erkennen und Angebote gezielt weiterzuentwickeln. Bisher fehlte dafür ein geeignetes digitales Werkzeug. Das Monitoring soll Daten bündeln, vereinheitlichen und auswerten. Die Gesamtkosten für das Jahr 2026 betragen rund 20.000 Euro netto, für 2027 fallen 15.600 Euro an Prozess- und Projektkosten an. Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

Silver City – strategisches Präventionsprojekt von sozialer Teilhabe von Menschen ab 50 Jahren

Das Projekt „Silver City“ soll Menschen ab 50 Jahren dabei unterstützen, möglichst lange gesund und aktiv zu bleiben. Geplant sind u.a. niederschwellige Bewegungs-, Begegnungs- und Informationsangebote. Dafür sind 2026 insgesamt 10.000 Euro vorgesehen. Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

Social Prescribung

Das Projekt „Social Prescribing“ verbindet medizinische Versorgung mit sozialer Beratung. Das Diakoniewerk Salzburg übernimmt dabei als sogenannte:r Link-Worker:in die Beratung und Vernetzung (u.a. Schnittstellenmanagement, Sprechstunden). Für Jänner und Februar 2026 erhält das Diakoniewerk eine Förderung in der Höhe von 9.500 Euro. Ab März greift die Finanzierung über die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

Sonderförderung Menstruationsprodukte

Die Stadt setzt die 2023 gestartete Förderung für kostenlose Menstruationsprodukte fort. Ziel ist es, Menstruationsarmut zu verringern und die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen zu stärken. Neu kommt 2026 die Virgilambulanz als Ausgabestelle hinzu. Insgesamt stehen dafür 44.000 Euro an Sonderfördermittel zur Verfügung. Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

(Halb-) Jahresförderung Insel Haus der Jugend 2026

Die Auszahlung der Jahresförderung für den Verein Guter Nachbar, Insel – Haus der Jugend erfolgt für den Zeitraum Jänner bis Juli 2026 (statt von Jänner bis Dezember). Die Höhe der Jahresförderung bleibt unverändert. Der Amtsbericht wurde mehrheitlich – gegen FPÖ - beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtsenat.

Tageszentren Rauchgründe – Rotes Kreuz

Das Österreichische Rote Kreuz – Landesverband Salzburg erhält für den Betrieb des Tageszentrums Rauchgründe im Jahr 2026 eine Förderung von 794.560 Euro. Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen, die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

 

Nicole Salamonsberger