Respekt fährt mit - Aktion für mehr Zivilcourage

23.09.2026
Respekt fährt mit
Respekt fährt mit - jetzt auch im Obus
Brigitte Biberger, Geschäftsführung Frauennotruf Salzburg; Juliane Schubert, Öffentlichkeitsarbeit Frauennotruf Salzburg; Isabel Bojanovsky, Gewaltschutzkoordinatorin; Stadträtin Andrea Brandner; Reinhard Gassner, Geschäftsführer Salzburg Verkehr

Aktion für mehr Zivilcourage und ein respektvolles Miteinander im Obus vom 23. September bis 2. Oktober 2026

Wer im Obus unterwegs ist, soll sich sicher und respektiert fühlen. Mit der neuen Aktion „Respekt fährt mit“ setzen die Stadt Salzburg gemeinsam mit dem Frauennotruf und den Salzburg Linien ein sichtbares Zeichen für Zivilcourage und gegen Belästigung und Diskriminierung.

Swing Cards in den Obussen und Info-Dialoge auf den Screens machen während der zehntägigen Aktion auf das Thema aufmerksam. Die Botschaft ist einfach: Hinschauen. Ansprechen. Unterstützen. Schon ein einziger Satz kann einen Unterschied machen – etwa: „Lassen Sie das. Das ist unangebracht.“ oder „Ist alles in Ordnung?“ Die Swing Cards geben konkrete Anregungen, wie Fahrgäste in einer schwierigen Situation reagieren und Unterstützung anbieten können.
„Wir wollen mit der Aktion Mut machen, hinzuschauen und füreinander einzustehen. Niemand sollte das Gefühl haben, in einer unangenehmen oder bedrohlichen Situation allein zu sein“, sagt Stadträtin Andrea Brandner, ressortzuständig für Vielfalt und Frauen.

Nicht wegschauen

Belästigung, abwertende Bemerkungen oder diskriminierendes Verhalten können überall passieren – auch unterwegs. Besonders wichtig ist deshalb die Rolle der Menschen, die eine solche Situation beobachten. Zivilcourage beginnt damit, nicht wegzuschauen.

Wer eine andere Person bedrängt oder diskriminiert sieht, muss nicht selbst zur Heldin oder zum Helden werden. Oft genügt eine kleine Intervention: die betroffene Person ansprechen, Unterstützung anbieten, andere Fahrgäste einbeziehen oder klar sagen, dass ein Verhalten nicht in Ordnung ist.

Dabei geht es nicht darum, Situationen zu eskalieren. Es geht um Aufmerksamkeit, gegenseitige Unterstützung und ein klares Signal: Respekt gehört dazu – auch im öffentlichen Verkehr.

„Respekt sollte im öffentlichen Verkehr selbstverständlich sein. Wenn jemand belästigt oder diskriminiert wird, ist es wichtig, aufmerksam zu sein und Betroffenen Unterstützung anzubieten. Mit ‚Respekt fährt mit‘ wollen wir zeigen, dass Zivilcourage oft ganz einfach beginnen kann – mit einem kurzen Satz oder einer kleinen Geste“, betont Reinhard Gassner, Geschäftsführer der Salzburg Linien.

„Zivilcourage beginnt nicht erst in gefährlichen Situationen. Sie beginnt dort, wo wir Grenzüberschreitungen wahrnehmen und nicht einfach darüber hinwegsehen. Gerade dort, wo viele Menschen sind, passiert es leider am häufigsten! Zeige Mut zur Zivilcourage -Du bist nicht allein,“ ergänzt Juliane Schubert vom Frauennotruf.

Gemeinsam für ein gutes Miteinander

„Respekt fährt mit“ zeigt, dass Zivilcourage im Alltag ganz konkret aussehen kann. Ein kurzer Satz, ein aufmerksamer Blick oder die Frage „Ist alles in Ordnung?“ kann Betroffenen zeigen: Du bist nicht allein. Ich sehe, was passiert. Ich unterstütze dich.

Die Aktion ist von 23. September bis 2. Oktober 2026 in den Obussen der Stadt Salzburg präsent.

 

Für ein gutes Miteinander unterwegs.

InfoZ