„Alles rollt!“: Mobilitätswoche machte Barrieren sichtbar

23.09.2026
Really Barrierefrei
Really Barrierefrei
Barrierefreiheit zum selbst erfahren beim Autofreien Tag Maxglan.

Stadt Salzburg zieht positive Bilanz – Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam unterwegs

Mit dem gestrigen Inklusions-Obus geht die Europäische Woche der Mobilität in Salzburg zu Ende. Das Team Vielfalt der Stadt Salzburg rückte unter dem Motto „Alles rollt!“ heuer besonders die barrierefreie Mobilität in den Mittelpunkt. Insgesamt nahmen rund 250 Personen an den verschiedenen Angeboten teil.
Bei einer Rollstuhlwanderung, einer Rallye am Autofreien Tag in Maxglan und im Inklusions-Obus konnten Menschen mit und ohne Behinderung Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven erleben.

Behindertenbeauftragter und Organisator Peter Ebner vom Team Vielfalt: „Wir schaffen barrierefreie Begegnungsräume. Wir möchten mobile Teilhabe für wirklich alle ermöglichen. Der direkte Kontakt mit Menschen mit Behinderungen macht große Freude.“

Perspektivwechsel auf Rollen, mit Taststock und im Obus

Bei der inklusiven Rollstuhlwanderung „Roll-in Hellbrunn“ führte der Weg vom Unipark Nonntal bis in den Schlossgarten Hellbrunn. Dabei stand nicht nur das gemeinsame Unterwegssein im Mittelpunkt. Die Teilnehmer:innen konnten auch unmittelbar erleben, wo Hindernisse entstehen und was es braucht, damit Wege für alle Menschen gut nutzbar sind.

Beim Autofreien Tag in Maxglan lud die „Rallye barrierefrei“ zum Perspektivwechsel ein. Mit Rollstuhl, Blindenbrille und Taststock konnten Besucher:innen gemeinsam mit Expert:innen ausprobieren, wie unterschiedlich der öffentliche Raum wahrgenommen und genutzt wird.

Den Abschluss bildete am Dienstag, 22. September, der Inklusions-Obus gemeinsam mit den Salzburg Linien. Menschen mit Behinderung berichteten von ihren Erfahrungen im öffentlichen Verkehr und überprüften den Obus gemeinsam auf seine Barrierefreiheit.

Stadträtin Andrea Brandner betont: „Barrierefreie Mobilität ist eine Voraussetzung dafür, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die Mobilitätswoche hat gezeigt, wie wichtig es ist, Barrieren sichtbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Gleichzeitig haben die gemeinsamen Aktionen deutlich gemacht: Inklusion gelingt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Diesen Weg wollen wir auch über die Mobilitätswoche hinaus weitergehen.“

Barrierefreiheit bleibt auch nach der Mobilitätswoche Thema

Mit dem Ende der Europäischen Woche der Mobilität ist das Thema nicht abgeschlossen. Beim nächsten Stammtisch Barrierefrei am Mittwoch, 7. Oktober 2026, stehen die Fahrtendienste in Salzburg im Mittelpunkt. Zu Gast ist Christian Dengg vom Salzburger Samariterbund. Der Stammtisch beginnt um 17 Uhr im Müllner Bräustübl und wird in Österreichische Gebärdensprache übersetzt.

Weiter läuft auch die Warnkartenaktion 2.0 für freie barrierefreie Stellplätze. Bis 31. Oktober können kreative und prägnante Sprüche an vielfalt@stadt-salzburg.at geschickt werden. Der Behindertenbeirat wählt die besten Beiträge aus, anschließend werden sie vom Team Vielfalt auf neuen Infokarten umgesetzt.

Weitere Informationen

Hendrik Stoltenberg