Quelle: Foto: Herman Seidl

Salzburger Künstler*innen des artists-in-residence program

AIR 2026

Vorstellung der für das Jahr 2026 ausgewählten Künstler*innen die im Rahmen des AIR Programms zu unseren internationalen Kooperationspartner reisen werden

Sebastian Eger, Timisoara

Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit Raum, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Strukturen. Temeswar bietet für seine künstlerische Praxis ein vielschichtiges Umfeld aufgrund seiner Geschichte. Der urbane Wandel, das industrielle Erbe sowie Tradition und Gegenwart sind Ausgangspunkte für das künstlerische Herangehen von Sebastian Eger für diesen Aufenthalt

Andrea Gasperlmair, Katrinebergs Folkhögskola / Schweden

Filmstill. Kurzfilm "Am 12. März und alle Tage danach", 2025

Die junge Filmschaffende steht am Anfang ihrer künstlerischen Karriere. Mit dem Aufenthalt in Schweden verfolgt sie das Ziel, ihre Arbeit im Bereich der Animation in Kombination mit filmischen Realaufnahmen weiter zu entwickeln. Dabei sollen verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, um die Frage zu erkunden, wie sich animierte Bewegung und reale Bildsprache inhaltlich und ästhetisch erweitern können.

 

Mareike Färber, Rovinj/Rovigno

Die junge Filmschaffende möchte die Zeit nutzen, aus einer – mit dramaturgischer Begleitung erarbeiteten – Treatmentfassung den Filmstoff „Bad Bunny“ weiter zu entwickeln zu einer ersten Drehbuchfassung um in der Folge die nötigen Schritte einleiten zu können, Förderungen und Produzenten für die Realisierung des Filmes zu erreichen. 

Herwig Geroldinger, Vantaa

Der Künstler beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit Naturbeobachtung und -malerei. Vor allem das voranschreitende Artensterben findet entsprechende Interpretation in seinen Arbeiten. Motivation für seine Bewerbung war es u.a. neue Biotope im Norden Europas zu erkunden, um Unterschiede und andere Phänomene zu entdecken und entsprechende lokale künstlerische Positionen zu entdecken.

Simona Ledl, Anderson Center / Minnesota

Die junge Künstlerin nimmt vermehrt Auslandsaufenthalte zum Anlass, um neue Konzepte in ihrer Arbeit auszuprobieren. Das Projektvorhaben „Frequenzräume“ – Malerei zu Chladnischen Klangmustern hat die Jury überzeugt, ihr den Aufenthalt in den USA zuzuerkennen.

 

Katrin Huber, Dresden

Katrin Huber ist eine sich ständig weiterentwickelnde Künstlerin, die Auslandsaufenthalte immer zu Anlass nimmt, thematisch zu suchen. Aufbauend auf den Erhalt des Slavi-Soucek-Stipendiums 2023 möchte sie ihre drucktechnischen Fertigkeiten erweitern. Die Druckgrafische Werkstatt in Dresden ist der am besten geeignet Ort für dieses Unterfangen.

Stefanie Pirker, Budapest

Die junge Künstlerin arbeitet mit analoger Fotografie. Ein zentraler Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in der zeitgenössischen Kontextualisierung und Re-Evaluierung historiographischen Archivmaterials. Mit dem – auf Budapest zugeschnittenen – fotografischen Projekt „51 years“ möchte sie sich mit den zeitgenössischen Spuren der historischen Verschränkung von Österreich und Ungarn beschäftigen.

 

Alexander Gratzer, Bosa (Sardinien)

Der junge Künstler und Animationsfilmschaffende möchte in Bosa die gezeichnete Linie in den Fokus seiner künstlerischen Praxis stellen.

Losgelöst vom narrativen Konstrukt der Linie soll diese in Richtung zu einem abstrakten Selbstzweck entwickelt werden. Ausgehend von Beobachtungen von Naturphänomenen will er zeichnerische Feldforschung anstellen, die ohne zusätzliche Storyline auskommt. Geplant ist es, die Ergebnisse sowohl als installative Präsentation als auch in Filmscreenings zu zeigen.

 

Tina Graf, VCCA / Virginia

Installation, Skizzen der Werkgruppe "Infinite Horizons", 2026

Die junge aufstrebende Künstlerin möchte sich 2026 verstärkt ihrer künstlerischen Praxis widmen, um sich Freiräume für intensivere Prozesse zu schaffen. Am VCCA beabsichtigt sie, an der dort befindlichen Dickerson Combination Printing Press zu arbeiten und sich von der Anwesenheit anderer Künstler*innen in der Künstler*innenresidenz VCCA inspirieren zu lassen und sich international stärker zu verankern.